Lavastrom walzt alles nieder

Lavastrom

Der Lavastrom auf den Kapverden ist nicht aufzuhalten.

LavastromEs ist schon beängstigend wie machtlos der Mensch gegen den vorrückenden Lavastrom ist. Wie ein Bulldozer bahnt sich die glühende Lava auf der Insel Fogo auf den Kapverdischen Inseln seinen Weg. Was nicht verbrennt wird von der Lava zerstört, platt gemacht und begraben.

Auch wenn die kanarische Involcan mangelnde Frühwarneinrichtungen auf Fogo kritisiert, dürfte in den gefährdeten Gebieten überhaupt keine Wohnsiedlungen errichtet werden. Es ist nicht das erste Mal, dass die jetzt wieder betroffene Caldera (Tiefebene) von Lava geflutet wird. Die genaue Lage des Ortes sehen Sie hier.

Der Mensch lernt aber nicht dazu oder ignoriert einfach die latente Gefahr eines Lavastrom. Mut zum Risiko hat dann aber auch diese Folgen. Es mag vielleicht auch die Not der auf Fogo lebenden Bewohner gewesen sein, gerade in dieser fruchtbaren Talsenke zu siedeln.

 

Der Mensch ist gegen diese Naturgewalt machtlos. In einigen Fällen war es wohl machbar, den Lavastrom um kleine Orte mechanisch durch rasch aufgetürmte Felsbarrieren umzuleiten, in einem Kessel gibt es aber keinen Ausweg.
Auch in der „zivilisierten“ Welt wie z.B. im italienischen Neapel wischt man die Folgen einer zukünftigen  Eruption des Vesuv beiseite. Hier ist es sicher nicht die Notlage, sondern die Ignoranz oder eine gewisse Lethargie und Überheblichkeit die Stadt sogar noch ständig zu erweitern. Die Eruption wird auch hier früher oder später kommen. Ob es allerdings nur bei einem Lavastrom bleibt, wird sich dann schnell heraus stellen.

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Zum Glück wurden bisher nur Gebäude und Infrastruktur durch den Lavastrom vernichtet. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Es liegt auch an der zähflüssigen Lava, dass die Bewohner rechtzeitig flüchten konnten. Fast im Schneckentempo – mit ungefähr 15 Metern in der Stunde rückt der Lavastrom vor. Nicht auszudenken und sicher auch mit Menschenopfern verbunden, würde eine schnell fließende Lava oder ein Pyroklastischer Strom auftreten. Mit bis zu 700 km/h Geschwindigkeit sind diese Ströme unterwegs. Ein Entkommen ist dann nicht mehr möglich.

Unsere Vulkane auf den Kanaren, wie auch auf den Kapverdischen Inseln, sind wohl von der Magmazusammensetzung für einen pyroklastischen Strom nicht prädestiniert. Entsprechende Ausbrüche sind bisher auch noch nie vorgekommen. Ich würde es aber auch nicht darauf ankommen lassen, da bei entsprechender Konstellation und einem anderen Mischungs- Verhältnis der Magma, dies doch möglich sein könnte. Eine Garantie für einen „harmlosen“ Ausbruch kann niemand geben.

Auch wenn wir Menschen uns meist für besonders intelligent halten, zeigt aber oft genug die Natur, wer tatsächlich der Herr auf diesem Globus ist. Es sind dann Ausflüchte „wie unvorhersehbar, das war nicht voraus zu sehen oder völlig überraschend“ – unsere oft dann armseligen Ausreden. So sind wir Menschen eben- unvollkommen und nur ein kleines unbedeutendes Rädchen im Gesamtgefüge des Universum.

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