Drama in Santa Cruz de La Palma

Drama

Anschlag auf junge Frau

DramaNach dem Anschlag auf eine 26 jährige Verkäuferin im Herzen von Santa Cruz de La Palma herrscht Trauer. Wenige Stunden zuvor noch ausgelassene Stimmung beim Zwergentanz (ich hatte berichtet) und jetzt das.

Gegen 11.00 Uhr am Freitagvormittag stürmte der Expartner von Laura G. das Textilgeschäft Flamenca in der O`Dally und übergoß die Frau mit Benzin und setzte sie in Brand. Am Nachmittag verstarb die junge Frau an ihren schweren Brandverletzungen im Inselhospital.

Der Täter zog sich ebenfalls am Kopf und den Armen Brandverletzungen zu und flüchtete in das nahe Centro Salud (Gesundheitszentrum), wo er von der Nationalpolizei wenig später festgenommen werden konnte.

Es war eine dramatische Beziehungstat die ganz La Palma in einen Schockzustand versetzt. Ein Drama für die Insel. Trauerbekundungen und Schweigeminuten auf der Plaza de Espana in Santa Cruz gestern dann am Nachmittag. Alle für diesen Tag geplanten Bajada Veranstaltungen wurden abgesagt.

Heute soll allerdings der Höhepunkt der Bajada 2015 – der Abstieg der Virgen de las Nieves – von ihrer Stammkirche in Las Nieves um 17.30 Uhr in die Hauptstadt erfolgen.

Trotz der immensen Polizeipräsenz von Nationalpolizei, Guardia Civil, der Policia Canaria und den lokalen Sicherheitskräften war und ist solch eine Tat nicht zu verhindern.

Es herrscht überhaupt in Spanien seit einigen Tagen die Terrorwarnstufe 4 (hohes Risiko) und ist die vorletzte von 5 möglichen Stufen. Der spanische Geheimdienst habe eine rege Zunahme von Nachrichten über Spanien mit der IS Terrormiliz festgestellt, so die Zeitung „El Pais“.

Anfang der Woche wurde erst auf der Nachbarinsel Lanzarote eine Frau wegen Unterstützung der IS verhaftet. Dies mag auch der Grund sein, warum selbst Polizeikräfte aus Gran Canaria und Festlandspanien auf der Insel sind. Die hohe Polizei-Präsenz mag abschreckend wirken. Einzeltäter – ob Terroristen oder Beziehungstäter wie gestern – werden sie jedoch von ihrem Vorhaben nicht abhalten können.

Bleibt nur zu hoffen, dass das gestrige Drama ein Ausnahmefall war und unsere Bajada in den folgenden Wochen friedlich abläuft.

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