AIDAsol kann nicht auf La Palma Einlaufen

AIDAsolAIDAsol tschüss bis nächste Woche

AIDAsol dreht kurz vor dem Hafen wieder ab –

AIDAsol

AIDAsol macht kehrt aufs offene Meer

Der für Samstag vorgesehene Besuch der AIDAsol musste ausfallen.

Starke Unterströmung direkt an der Hafeneinfahrt von Santa Cruz de La Palma machten die Einfahrt in den Hafen heute unmöglich. Nach mehreren Versuchen gab der Kapitän auf und steuerte sein Kreuzfahrtschiff wieder auf das offene Meer hinaus.

Die Wetterbedingungen verursachen bei einer aus Norden kommenden starken Meeresströmung gefährliche Unterströmungen im Hafenbereich. Auch Mithilfe des Schleppers war die AIDAsol so heute nicht auf Kurs zuhalten. Regelmäßig passiert das zwei bis dreimal während der Wintermonate, dass Kreuzfahrtschiffe nicht Einlaufen können. Auch bei allem guten Willen geht die Sicherheit vor.

Gefärdungspotenzial Steinschlag und Starkregen

SteinschlagDer angekündigte Starkregen aus einem Ausläufer eines ehemaligen Hurrikan kam.

Besonders betroffen ist der Norden von La Palma. Seit Mitternacht fielen in Garafia 66 Liter/m² und in Barlovento 32 l/m².  Die Wellenhöhe beträgt an den Nordküsten stolze 4 Meter.

Auf der Ost- und Westseite sind die Niederschläge noch verhalten.

Steinschläge – wie auf dem Foto (Jorge Gonzales) bei Barlovento heute Morgen, machen auf der Nordumfahrung (LP-1) Probleme. Dies ist im Moment auch die größte Gefahr auf allen Straßen mit steilen Böschungen oder Berghängen … und davon gibt es auf La Palma genug.

Von jetzt auf nachher sind Straßen nicht mehr passierbar. Zum Glück kommt es relativ selten vor, dass ein Fahrzeug direkt von einem Steinbrocken getroffen wird.

Auch viele Wanderwege sind gefährdet und daher gesperrt. Durch die dauernden Regenfälle – nun schon seit fast zwei Wochen, ist alles aufgeweicht und neigt zum Erdrutsch. Kleine Rinnsale können sich innerhalb von Minuten zu reißenden Bächen entwickeln und den Rückweg abschneiden. Für die nächsten Tage bitte keine Wanderung in den Bergen, den Barrancos oder der Caldera einplanen. Auch wenn der Regen nachlässt, dauert es noch Tage bis sich der Boden entwässert hat. Solange besteht akute Steinschlaggefahr.

6 Kommentare zu "AIDAsol kann nicht auf La Palma Einlaufen"

  1. Lieber Manfred,

    Deine sehr informativen Wetterstandsmeldungen sind ja nicht gerade rosig. Ich plane, Anfang Dezember nach La Palma zu reisen, und es zieht mich in den sturmumtosten Norden:-). Kommt man denn bei dem Wetter überhaupt mit dem Taxi nach Garafia? Für Information wäre ich dankbar.

    Freundliche Grüße
    Emka

    • Liebe Emka,

      aber natürlich. Schon heute sieht es viel rosiger aus. Es gibt wohl noch gelegentliche Regenfälle, aber die Sonne scheint mehr und mehr. Ab Mitte kommender Woche haben wir wieder den Normalszustand.
      Im Dezember kann es sommerlich warm sein. Die Nächte im Norden sind allerdings frisch. An Regen haben wir jetzt schon 50 % der winterlichen Jahresniederschlagsmenge abbekommen. Bleibt für Dezember nicht mehr viel übrig.
      Werde ein gutes Wort bei Petrus einlegen … und die Sonnencreme nicht vergessen.

      Hoffe und wünsche, dass meine Prognose so eintrifft.
      Herzliche Grüße
      Manfred

  2. Hallo Manfred,

    die Steinschlagbilder erinnern mich an ein Thema, das mich Jahr für Jahr umtreibt … aktuelle Wetterwarnungen für Wanderer. Solange man zuhause mit guter Rechner- und Internetausstattung nachschaut, kann man sich ja halbwegs über aktuelle Wettergefahren beim Wandern informieren. Vor Ort ist das eher schwierig, so bin ich schon das ein oder andere Mal in blöde Situationen geraten, weil ich meist im November auf LaPalma bin.

    Ich habe mal spaßeshalber versucht, in der Touristeninfo in Puerto Naos nach wetterbedingten Sperrungen zu fragen. Das Ergebnis kann man sich ja denken. Nicht nur daß sie es nicht wußten (mag ja noch verzeihlich sein – dort regnete es ja auch nicht), aber sie konnten auch keinerlei Informationsquelle nennen.

    Trotzdem gibt es ja an einigen Stellen dann doch Absperrungen wenns gefährlich wird, d.h. irgendwo kümmert sich irgendwer um das Thema. Wie kann man das denn erfahren? Gibt es dafür offizielle Websites oder telef. Informationsmöglichkeiten? Vielleicht bei jeder Gemeinde einzeln oder idealerweise gar zentral? Da wäre ich für einen Tipp dankbar ….

    Danke & viele Grüße
    Uli

  3. Hallo Uli,

    das gibt es leider nicht. Grundsätzlich sind ab der Wetterwarnstufe „Orange“ alle und zwar alle Wanderwege offiziell gesperrt. Es gibt keine einzelnen Absperrbänder an jedem Weg – das wäre auch gar nicht machbar. Lediglich der Zugang zur Caldera und zum Roque wird mit Schild und neuerdings auch mit Schranke dicht gemacht.
    Es liegt bei jedem Wanderer selbst einzuschätzen, ob nach einem Starkregen überhaupt in den Bergen gewandert werden soll. Erfahrungsgemäß gehen auch Tage danach noch Steinschläge und Erdrutsche ab. Für 3 Tage setzte ich dann z.B. mit Wanderungen in den Bergen und an Steilhängen aus.

    Beste Grüße aus La Palma
    Manfred

    • Ja klar, erstmal hat man seinen gesunden Menschenverstand. Aber ortskundige Auskunft wäre im Zweifelsfall auch hilfreich. Schade eigentlich, in anderen Wandergebieten geht das ja auch. Aber da setzt man die EU-Dollars offenbar doch lieber in Form von Stahlgittern in die Tubos oder sonstwie in den Sand … Jedenfalls danke Dir für die Antwort, da kann ich mir sparen, weiter nach Quellen zu suchen. Danke und viele Grüße
      Uli

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