Von der Tabakpflanze bis zur fertigen Corona

Tabakpflanze

La Palma: Ganz am Anfang steht die Tabakpflanze -

TabakpflanzeEs ist ein lan­ger Weg bis sich aus einer klei­nen Tabak­pflan­ze eine edle Zigar­re ent­wi­ckelt. Aus den jetzt gesetz­ten Tabak­pflan­zen wird erst in 3 bis 4 Jah­ren eine genuss­vol­le Coro­na, Robus­to oder eine Pira­mi­des ent­ste­hen.

Auf der Fin­ca El Sitio in San Isid­ro auf La Pal­ma wer­den im April rund 10.000 Pflan­zen in den Boden gebracht. Die kuba­ni­sche Tabaks­or­te “Pelo de Oro” hat sich als beson­ders wider­stands­fä­hig und ertrag­reich erwie­sen.

Das bes­te Anbau­ge­biet auf La Pal­ma liegt 650 Meter über dem Atlan­tik im Gemein­de­be­reich von Bre­na Alta auf der Ost­sei­te. Die hohe Luft­feuch­tig­keit und die Küh­le der Nacht las­sen hier die Tabak­pflan­zen beson­ders präch­tig gedei­hen.

Seit 15 Jah­ren bin ich stän­di­ger Beob­ach­ter und füh­re inter­es­sier­te Gäs­te­grup­pen in die hohe Kunst der hand­ge­roll­ten Puros ein. Auch ein Film­team von TUI-Mein Schiff war die­se Woche mit anwe­send um den doch müh­sa­men Ver­ar­bei­tungs­pro­zess zu doku­men­tie­ren.

TabakpflanzeMan braucht kein Ken­ner zu sein, um die lang­wie­ri­ge und beschwer­li­che Arbeit rich­tig ein­zu­schät­zen. Vom Anbau, dem Trock­nungs­pro­zess, der Fer­men­tie­rung und der anschlie­ßen­den Rei­fe­zeit ver­ge­hen Jah­re.

Wie ein guter Wein, kommt es bei der Zigar­re auf den ver­wen­de­ten Blatt-Typ, wie lan­ge und gut das Blatt gereift ist, wie und wie oft es fer­men­tiert wur­de und schließ­lich auf das rich­ti­ge Mischungs­ver­hält­nis an. Das Kön­nen des Torce­dors, des Zigar­ren­rol­lers, bil­det zum Abschluss dann die Krö­nung.

Vie­le Schrit­te und noch mehr Qua­li­fi­ka­ti­on zu den Wech­sel­wir­kun­gen und Nuan­cen der rich­ti­gen Tabak­ver­ar­bei­tung sind erfor­der­lich. Uner­setz­lich natür­lich der lan­ge Erfah­rungs­schatz des 82-jäh­ri­gen Maes­tro Anto­nio Gon­za­les. Der gute Geist und Patri­arch der Manu­fak­tur El Sitio. Als El Mago „Der Tabak-Zau­be­rer von La Pal­ma“ hat ihn unlängst eine deut­sche Fach­zeit­schrift bezeich­net.

Qualität und perfekte Verarbeitung ist die Devise

Nach alter Tra­di­ti­on und Väter-Sit­te wird ohne Ein­satz von Maschi­nen und Tech­nik auch heu­te in rei­ner Hand­ar­beit lie­be­voll von der Tabak­pflan­ze bis zur Bauch­bin­de die Zigar­re her­ge­stellt. Das Ergeb­nis kann an ihrem Duft und Aro­ma getes­tet und gewür­digt wer­den. Stück für Stück ist jeder Puro im Grun­de ein Uni­kat für sich. Kei­ner gleicht dem ande­ren. Die edle Zigar­re ist ein Erzeug­nis eines kunst­vol­len Hand­werks, das nur noch weni­ge Erzeu­ger beherr­schen und pfle­gen.

Kei­ne Mas­sen­her­stel­lung wie etwa auf Cuba oder der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik. Auch wenn das Auf­trags­vo­lu­men stän­dig steigt und gut die drei­fa­che Men­ge abge­setzt wer­den könn­te, heißt es auf La Pal­ma – Abwar­ten oder dar­auf ver­zich­ten.

Tabakpflanze

Schon das Betrach­ten und Füh­len macht Freu­de. Wer mehr dazu Lesen möch­te, dem emp­feh­le ich mein Buch La Pal­ma: Rät­sel­haf­te Insel



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