Geminiden 2017 — der Weihnachtsregen

Geminiden

Prächtiger Anblick beim kosmischen Spektakel -

GeminidenAm 13. und 14. Dezem­ber sind die Stern­schnup­pen der Gemi­ni­den zu bewun­dern. Zusam­men mit den Per­sei­den im Som­mer, sind sie der größ­te Meteo­ri­ten­re­gen des Jah­res.

Auf Erden wer­den die Städ­te und Häu­ser fest­lich mit Lich­ter­ket­ten und weih­nacht­li­chen Moti­ven geschmückt. Wie hier das Ayun­ta­mi­en­to von Los Lla­nos.

Die Advents­zeit oder Tem­pus adven­tūs Domi­ni (Zeit der Ankunft des Herrn) gilt bei vie­len Men­schen als die schöns­te und besinn­lichs­te Zeit des Jah­res. Auf La Pal­ma geht die­se vor­weih­nacht­li­che Pha­se bis zum Drei­kö­nigs­tag wei­ter. Erst dann gibt es die Geschen­ke und der eigent­li­che Höhe­punkt der Fei­er­lich­kei­ten ist gekom­men.

Mit maxi­ma­ler Pracht wird Mit­te Dezem­ber der Gemi­ni­den Regen zusätz­lich das Fir­ma­ment erleuch­ten. Das Him­mels­schau­spiel soll am 13. und 14. Dezem­ber um Mit­ter­nacht in Euro­pa statt­fin­den.

Geminiden mit zunehmender Lichtstärke

Die Meteo­ri­ten kom­men aus dem Stern­bild der Zwil­lin­ge und stam­men vom Aste­ro­iden Phae­ton. Ein win­zi­ger Him­mels­kör­per der mit blo­ßem Auge nicht zu erken­nen ist und 1862 ent­deckt wur­de. Erst im Jahr 2010 erkann­te ein Team um Dave Jewitt, dass die­ser Aste­ro­id eine Zunah­me von Inten­si­tät an Hel­lig­keit hat. Es war etwas völ­lig Neu­es. Ein Hybri­de zwi­schen Aste­ro­id und Komet.

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Ein “fel­si­ger Komet” der sich alle 1,4 Jah­re der Son­ne nähert. In der Hit­ze wer­den Gesteins­bro­cken von sei­ner Ober­flä­che gelöst, die dann wie ein “Kies­schwanz” hin­ter­her gezo­gen wer­den. Durch die­se Bro­cken ver­läuft in weni­gen Tagen die Umlauf­bahn der Erde.

Als auf­leuch­ten­de Meteo­ri­ten sind die in die Atmo­sphä­re ein­tre­ten­den Stern­schnup­pen am Him­mel zu beob­ach­ten. Hier der Blick im Jah­re 2016 über die Gam­ma­strah­len­te­le­sko­pe MAGIC I+II auf dem Roque de Los Much­achos auf La Pal­ma (Fotos: IAC).

GeminidenEin wol­ken­lo­ser und sau­be­rer Him­mel ohne Licht­ver­schmut­zung bie­tet den bes­ten Beob­ach­tungs­stand­ort.

Auf La Pal­ma außer­halb der Orte eigent­lich über­all mög­lich. Nur weni­ge hun­dert Meter in die Cum­bre und der Kos­mos ent­blößt sich auch schon ohne Meteo­ri­ten.

Noch nie­mals hat­te ich — viel­leicht außer mei­nes Auf­ent­hal­tes in der süd­al­ge­ri­schen Saha­ra — so klar und deut­lich die Milch­stra­ße mit all ihren unzäh­li­gen Son­nen und Pla­ne­ten bewun­dern kön­nen.

Ster­nen­re­gen von oben und Lich­ter­glanz am irdi­schen Boden wie ges­tern in der Haupt­stadt San­ta Cruz de La Pal­ma.

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