Sturmtief EMMA fegt über die Kanaren

Sturmtief EMMA

Auf La Palma steht fast alles still –

Sturmtief EMMASturmtief Emma leistet ganze Arbeit. Überflutete Ortsteile, abgeknickte Bäume und Palmen, Steinschlag, Erdrutsch und stornierte Flüge.

Mit über 135 km/h tobt seit gestern das Sturmtief EMMA über La Palma. Ergiebige Niederschläge von bis zu 65 L/m² gestern in Miraflores (Santa Cruz de La Palma). Wie ein riesiger Wirbelsturm liegt das Tiefdruckgebiet westlich der Kanaren auf dem Atlantik.

Noch ist es nicht vorbei. Auch für Mittwoch gilt die AEMET Wetterwarnstufe “Orange” für starke Winde und “Gelb” für hohen Wellengang. Bis mindestens 24.00 Uhr in die Nacht auf Donnerstag soll das Unwetter andauern. Nach der Apalmet Regen-Grafik kommt noch einiges an Niederschlag über die Insel.

Sturmtief EMMA

Ein Großteil der Flüge musste bereits am Dienstag ausfallen. Durch die starken Fallwinde auf der Ostseite war der Flugplatz Mazo nicht anzufliegen. Mehrere abgebrochene Landemanöver erzwangen dann eine Landung auf dem Südflughafen von Teneriffa. Rund 300 Touristen die ihren Heimflug nicht antreten konnten, wurden zeitweise in der leer stehenden Kaserne El Fuerte bei Santa Cruz de La Palma untergebracht.

Auch nur wenige insulare Binter-Flüge konnten durchgeführt werden. Heute dürfte es nicht viel besser aussehen. Bis 9.00 Uhr gab es noch keine Flugbewegung auf unserem “internationalen” Flughafen. Die Fähren sind allerdings in Betrieb.

Sturmtief EMMA wütet weiter

Sturmtief EMMAViele Straßen und Wege sind wegen Erdrutsch und umgestürzter Bäume gesperrt. Alle Wanderwege, die Caldera de Taburiente oder auch Los Tilos sind geschlossen. Es ist gefährlich sich im Moment im Freien zu bewegen. Umgestürzte Palme auf dem Hafenparkplatz in Santa Cruz (Fotos Jorge Gonzales).

Das Gobierno de Canarias hat alle Schulen auf den Westinseln (La Palma, La Gomera, El Hierro) und auch Gran Canaria für heute geschlossen.

Sturmtief EMMAAuch alte Lorbeerbäume, wie auf dem Foto beim Inselheiligtum Las Nieves, brachen unter dem Sturm zusammen.

Abgedeckte Dächer und Schäden in der Landwirtschaft sind noch nicht überschaubar. Gerade in den besonders windanfälligen Bananen-Plantagen im Nordosten um Los Sauces und im Westen dürften bis jetzt schon große Verluste entstanden sein.

 

Sturmtief EMMADer hohe Wellengang im Westen mit bis zu 6 Meterwellen hat den Ortsteil Bombilla bei Puerto Naos (Gemeinde Los Llanos) unter Wasser gesetzt.

Tosendes Meer nicht nur in Puerto Naos (Foto Webcam) oder in Puerto de Tazacorte sind ein beeindruckender Anblick. Genügend Abstand halten – das Meer ist nicht zu unterschätzen – gilt als Rat. 

Es ist jetzt bereits das dritte Unwetter innerhalb eines Monats.

Bleibt abzuwarten was uns heute das Sturmtief EMMA noch so alles bringt. Ich bleibe am Ball und werde über die weitere Entwicklung berichten.

 



7 Kommentare zu "Sturmtief EMMA fegt über die Kanaren"

  1. Danke für das Update. Wir sitzen auf Teneriffa und wollten eigentlich nach La Palma. Es soll gegen 19 Uhr mit der Fähre weitergehen. Klingt aber so, als wäre das nicht möglich? Ich warte auf das nächste Update. 🙂

  2. Am Wetter hat sich bis jetzt (16.30 Uhr) nichts geändert. Viel Regen und Sturm. Die Fähren (Olsen und Armas) werden aber bestimmt fahren. Wird allerdings auf dem Meer etwas unruhig.

  3. Es fährt angeblich heute keine Fähre mehr. Condor/Thomas Cook versorgen uns super. Wir werden jetzt in ein Hotel auf Teneriffa gebracht, morgen geht es weiter nach La Palma. Bleibt abzuwarten auf welchem Weg… 🙂

  4. Die Passagiere, die mit Easyjet am Dienstag um 17:15 nach Berlin fliegen sollten, verbringen die 2. zusätzliche Nacht auf La Palma……

  5. Seit heute Morgen fahren zumindest die Fähren wieder. Um 7.00 Uhr hat die Fred Olsen auf La Palma abgelegt. Die AIDAvita scheint auch in den Hafen gekommen zu sein.

  6. Danke für die Updates…fliege nächste Woche Mittwoch nach La Palma, hoffe es hat sich bis dahin beruhigt…

  7. Rüdiger Henze | 6. März 2018 um 12:09 | Antworten

    Und wir hatten Glück gehabt. 1 +1/2 Wochen nur gutes Wetter. Danach Abkühlung und zeitweilig Regen. Abreise am 26.02.18. 2014 im Januar hatten wir den damaligen Sturm erlebt.

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