Erdstoss im Süden von Gran Canaria

Erdstoss

Erdbeben aus dem Magmazentrum?

ErdstossEin Erdstoss der Stärke ML3,6 ereignete sich in der vergangenen Nacht um 0.17 Uhr. Das Epizentrum lag unmittelbar vor der Südküste der Insel Gran Canaria im Atlantik. Unweit der Feriengebiete von Playa del Ingles und Maspalomas in der Gemeinde San Bartolome.

Nur aufgrund der Tiefe von 38,6 Kilometer wurden an der Oberfläche keine oder nur leichte Erschütterungen wahrgenommen wie Involcan meldet. Schäden wurden nicht bekannt.

Der Mensch spürt ab einer Erdbebenstärke von ML3,0 bei einer Ausgangstiefe von bis zu 10 Kilometer bereits diese Erschütterung.

ErdstossSo schlug der Seismograph der IGN in der vergangenen Nacht aus.

Noch ist die Geo-Wissenschaft nicht soweit den Grund für Tiefenbeben genau zu bestimmen. Es könnten im günstigsten Falle größere Magmaverschiebungen oder auch nachströmendes Material aus großer Tiefe bedeuten.

Solange es ein einmaliger Fall bleibt, besteht keine Besorgnis. Nur bei einer Häufung und abnehmender Tiefe innerhalb kurzer Zeit (Tage/ Wochen) wird man sich näher Gedanken machen müssen.

Erdstoss und Vulkanaktivität ist fast „Normal“

Wir leben auf einem Hotspot dessen Zentrum unter La Palma und El Hierro vermutet wird. Sein weit verzweigtes Kanalsystem reicht jedoch bis zur afrikanischen Westküste in 400 Kilometer Entfernung. Beben um Fuerteventura, Teneriffa oder jetzt Gran Canaria sind so zu erklären. Ein Erdstoss oder auch eine kleine Bebenserie ist als normal einzustufen.

Nach der Eldiscreto Eruption im Jahre 2011 auf El Hierro hat sich die Vulkan- und Erdbebensituation auf der Insel entspannt – alle Details Eldiscreto: Chronologie des El Hierro Vulkan . Das heißt jedoch nicht, dass die Aktivität ganz eingeschlafen ist. Erst vor wenigen Tagen am 15. November gab es ein Beben von ML2,3 aus 18 km Tiefe vor dem Golfotal.

ErdstösseInteressant ist heute die seismische Aufzeichnung von La Palma. Viele Beben seit heute Morgen gegen 8.00 Uhr.

Bleibt abzuwarten ob die aufgezeichneten Erdstösse mit Einbruch der Nacht verschwinden. Es könnten künstliche Erschütterungen durch Bauarbeiten sein. Allerdings ohne die übliche Siesta-Unterbrechung und das soll auf La Palma schon was heißen.

Von der IGN ist bislang dazu noch nichts zu hören. Warten wir einfach ab.

 

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