Kanalwanderung abseits der bekannten Pfade

Betonband

Die Natur in ihrer vollen Wuchskraft -

Ein beson­de­res Erleb­nis ist eine Kanal­wan­de­rung auf La Pal­ma. Unzäh­li­ge Was­ser­läu­fe und Quel­len wur­den in den 1930er und 1960er Jah­ren gebän­digt und in gemau­er­te Kanä­le gezwun­gen. Von Nord nach Süd ver­läuft ein dich­tes Kanal­sys­tem das Was­ser, bis an die Süd­spit­ze nach Fuen­ca­li­en­te lei­tet.

Umgestürzter Baum auf Kanalwanderung

Umge­stürz­te Bäu­me und Fels­bro­cken

Die ergie­bigs­ten Quel­len lie­gen in der Cal­de­ra de Tab­u­ri­en­te und im Nord­os­ten von La Pal­ma. Von Bar­lo­ven­to und Los Sau­ces ver­lau­fen zwei Was­ser­ka­nä­le über 86 Kilo­me­ter auf der Ost­sei­te nach Süden.

Zeit wie­der ein­mal eine Kanal­wan­de­rung durch die Bre­ñas und Mazo zu unter­neh­men. Der rich­ti­ge Ein­stieg auf einen der in 700 bis 800 Meter Höhe ver­lau­fen­den Kanä­le ist nicht ganz ein­fach.

Ziem­lich ein­ge­wach­sen und oft nur schwer erkenn­bar sind die rund 80 cm brei­ten Beton­bän­der. Wur­de der rich­ti­ge Haupt­ka­nal gefun­den, geht es fast eben durch dich­te Lor­beer- und Kas­ta­ni­en­wäl­der und roman­ti­sche Bar­ran­cos.

Rechts die Steil­wand und links hun­dert Meter senk­recht abfal­len­des „Nichts“ bis zum Bar­ran­co­grund. Auf einem fast frei hän­gen­dem schma­len Band zu jon­glie­ren ist auch nicht jeder­manns Sache. Schwin­del­frei und tritt­si­cher ist daher eine zwin­gen­de Grund­vor­aus­set­zung.

Brücke - Kanalwanderung

Hier eine Kanal­brü­cke. Rechts und links geht es 25 Meter abwärts.

Der Kanal ver­läuft teil­wei­se über Brü­cken oder ver­schwin­det in einem Tun­nel. Mit ein­ge­zo­ge­nem Kopf dem Kanal fol­gen oder bei zu nied­ri­ger Höhe eine Umge­hung suchen. Wer die Wäl­der abseits der Pfa­de auf La Pal­ma kennt, weiß was dies bedeu­tet. Dich­ter Bewuchs, der reins­te Dschun­gel und nur mit einer Mache­te im Schne­cken­tem­po zu meis­tern. Immer wie­der fra­ge ich mich, wie wohl die eins­ti­gen Erbau­er das Bau­ma­te­ri­al hier­her geschafft haben und in schwin­del­erre­gen­der Höhe noch mau­ern konn­ten.

Eine Kanalwanderung wie sie mir gefällt

Dichter Wald

Selbst am Tage kommt durch das dich­te Blät­ter­dach nur wenig Licht

Eine Tages-Kanal­wan­de­rung bei der ich kei­nen Men­schen getrof­fen habe. Ein paar Kanin­chen, vie­le auf­ge­schreck­te Vögel und eini­ge „streu­nen­de“ Hun­de. Mut­ter­see­len allein auf einer nicht all­täg­li­chen Tour. Zeit sich die Pflan­zen, Bee­ren oder Schmet­ter­lin­ge etwas genau­er anzu­se­hen (mehr Fotos in der neu­en GALERIE). Pil­ze konn­te ich kei­ne fin­den. Obwohl es feucht war, fehlt wohl noch der rich­ti­ge Regen.



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