Das Ende der „Wild-West-Ära“ auf dem Gehweg -
Wer kennt es nicht? Man gleitet lautlos auf seinem Elektroroller über die Avenida in Los Llanos oder Santa Cruz de La Palma dahin, der Wind weht durch das (hoffentlich noch vorhandene) Haar, und das einzige, worüber man sich Sorgen machen musste, war die Haltbarkeit des Akkus. Doch damit ist jetzt Schluss. 2026 ist das Jahr, in dem die Rollerfahrer „erwachsen“ werden müssen – zumindest wenn es nach dem Gesetzgeber geht.
Hier ist der ultimative Guide, wie ihr durch den neuen Regel-Dschungel steuert, ohne direkt vom Board geholt zu werden.
1. Die neue Uniform: Helm und Blech
Ab sofort gilt: Oben geschützt, hinten nummeriert. Die Helmpflicht ist da. Ja, wir wissen, dass das die mühsam gestylte Frisur ruiniert, aber Sicherheit geht vor (und ein cooler Helm ist immer noch besser als ein Verband). Zusätzlich braucht euer Gefährt nun ein Kennzeichen. Der Roller ist jetzt offiziell ein Fahrzeug, kein Spielzeug mehr. Seht es positiv: Mit einem Nummernschild wirkt ihr auf der Straße fast schon wie eine Harley – nur eben etwas… leiser.
2. Die Versicherung: Eile mit Weile (außer ihr seid schnell)
Das Thema Haftpflichtversicherung klingt erst einmal nach staubigen Aktenordnern. Die gute Nachricht: Ihr müsst den Nachweis nicht sofort bei der ersten Kontrolle aus dem Ärmel schütteln. Ihr habt das ganze Jahr Zeit, den Papierkram zu erledigen.
ABER (und das ist ein großes Aber): Wenn euer Roller mehr als 14 km/h auf den Tacho bringt, wird es ernst. Dann ist die Schonfrist extrem kurz: Bis zum 26. Januar muss die Versicherung stehen. Wer also mit „Highspeed“ unterwegs ist, sollte den Gang zum Versicherer nicht auf die lange Bank schieben.
Kleiner Trost: Die Registrierung in einem Zentralregister ist dafür vorerst nicht nötig. Ein seltener Moment bürokratischer Bescheidenheit!
3. Ohren steif halten – aber ohne Stöpsel
Die schlechte Nachricht für alle Podcast-Junkies und Hobby-DJs: Kopfhörer sind während der Fahrt ab sofort tabu. Wer sich die Welt bisher mit Heavy Metal oder True Crime unterlegt hat, muss nun wieder dem lieblichen Klang von hupenden Autos und zwitschernden Vögeln lauschen.
Und das Handy? Das bleibt natürlich in der Tasche. Wer während der Fahrt versucht zu simsen, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch einen unschönen Kuss mit dem Asphalt. Siehe auch Resident auf La Palma.
Fazit
Die Zeiten des „Roller-Anarchismus“ sind vorbei. Helm auf, Versicherung klären und die Musik erst wieder aufdrehen, wenn ihr abgestiegen seid. Genießt die Fahrt – jetzt ganz offiziell und (fast) wie die Großen!


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