Todesfalle Smartphone-App: Warum Wanderer auf La Palma ihr Leben riskieren

Am Mirador de la Concepción auf La Palma

🧗‍♂️ 65 Meter Abgrund mit 5 Zoll Display: Wenn die App dich ins Verderben schickt –

Wandern La Palma Risiko: La Palma ist wunderschön, wild und… verdammt steil. Wer hier wandert, sucht die Freiheit, findet aber immer öfter den „Point of No Return“. Der jüngste Fall einer 60-jährigen Wanderin, die am Mirador de la Concepción per Hubschrauber aus einer vertikalen Sackgasse gerettet werden musste, wirft eine unbequeme Frage auf: Warum gehen eigentlich vernünftige Menschen beim Wandern unkalkulierbare Risiken ein?

Die Antwort passt oft in eine Hosentasche: Das blinde Vertrauen in Wander-Apps.

📱 Die digitale Illusion der Sicherheit

Wir leben im Zeitalter von Komoot, AllTrails und Co. Diese Apps sind fantastisch, um im Schwarzwald den nächsten Biergarten zu finden. Aber auf La Palma? Hier werden sie oft zur tödlichen Falle.

Das Problem: Eine App sieht auf dem Display einen zweidimensionalen Pfad. Sie sieht nicht den lockeren Lavagrus (Picón), der unter deinen Füßen nachgibt. Sie sieht nicht, dass der „Weg“ zwischen dem Mirador und dem Valle de la Luna durch Erosion längst im Abgrund gelandet ist.

Wer nur auf den blauen Punkt am Handy starrt, merkt oft erst dann, dass er falsch ist, wenn es kein Zurück mehr gibt.

🛑 Der „Point of No Return“ ist kein Software-Fehler

Die Wanderin in Breña Alta ist kein Einzelfall. Der Bereich unterhalb der Concepción ist tückisch. Wer dort die markierten Pfade verlässt, weil die App eine „Abkürzung“ suggeriert, landet in Gelände, das selbst für Bergziegen eine Herausforderung wäre.

  • Das Problem der Topografie: Auf La Palma bedeuten 10 Meter Abweichung auf der Karte oft 50 Meter freier Fall in der Realität.
  • Akku vs. Instinkt: Wenn das Handy in der prallen Sonne überhitzt oder der Empfang im Barranco weg ist, stehen viele plötzlich völlig hilflos in der Wildnis.

🧠 Warum wir den Verstand am Einstieg abgeben

Es ist ein psychologisches Phänomen: Wir trauern dem Algorithmus mehr als unseren eigenen Augen. Wenn die App sagt „Hier lang“, gehen wir weiter, auch wenn das Gelände vor uns „STOPP!“ schreit.

Wir tauschen gesunden Menschenverstand gegen Bequemlichkeit. Eine Rettung durch den GES-Hubschrauber kostet nicht nur tausende Euro, sondern riskiert auch das Leben der Retter. Nur weil jemand dachte: „Die App wird schon wissen, wo es langgeht.“

Rettungshubschrauber im Einsatz

🎒 Mein Appell an alle Insel-Entdecker:

  1. Apps sind Hilfsmittel, keine Kapitäne: Wenn der Weg vor dir gefährlich aussieht, ist er es auch. Egal, was das Handy sagt.
  2. Markierungen vor Pixeln: Die weiß-gelben oder rot-weißen Markierungen auf den Steinen sind von Menschen gemacht, die die Insel kennen. Vertraue ihnen mehr als deinem Display.
  3. Realitätscheck: Frage dich immer: „Käme ich hier im Notfall auch wieder hoch?“ Wenn die Antwort „Nein“ lautet, bist du bereits zu weit.

La Palma verzeiht vieles, aber keinen Hochmut gegenüber der Natur. Genießt die Aussicht am Mirador. Jede gute Karte und ein gesunder Menschenverstand ist der beste Navigator.

Was ist eure Meinung? Verlasst ihr euch blind auf Technik oder vertraut ihr noch eurem Bauchgefühl? Schreibt es uns in die Kommentare!

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