Warum die Krise am Flughafen Mazo uns alle betrifft -
Flughafen La Palma: Stellt euch vor, ihr steht am Gate, bereit für den Abflug von unserer schönen „Isla Bonita“, und die Anzeige springt auf „Annulliert“. Nicht wegen des Wetters, nicht wegen der Technik, sondern weil schlichtweg niemand im Tower sitzt, der das Flugzeug sicher landen oder starten lassen kann.
Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist auf den Kanaren bittere Realität geworden. Jüngst musste der Flughafen auf El Hierro seine Betriebszeiten drastisch kürzen – aus purem Personalmangel bei den Fluglotsen. Und die Sorge wächst, dass La Palma das nächste Opfer dieser Entwicklung sein könnte.
Ein lauter Weckruf aus dem Cabildo
Sergio Rodríguez, der Präsident unseres Inselrats, nimmt kein Blatt vor den Mund. In einer aktuellen Stellungnahme äußerte er seine „tiefe Besorgnis über die kritische Situation der Flugsicherungsdienste“ am Flughafen Mazo. Für ihn ist die Lage nicht nur besorgniserregend, sondern ein Wendepunkt, der sofortiges Handeln erfordert.
Doch wo liegt der Hund begraben? Für Rodríguez gibt es einen klaren Schuldigen: Das privatisierte Managementmodell.
Die Privatisierung als „Flaschenhals“
Es ist ein Muster, das sich nicht nur auf La Palma zeigt, sondern auch auf El Hierro, Lanzarote und Fuerteventura. Die Kritik ist deutlich:
- Mangelnde Effizienz: Ein System, das nicht einmal den grundlegenden Personalbedarf decken kann, ist für eine strategische Infrastruktur ungeeignet.
- Wirtschaftlichkeit vor Grundrechten: Rodríguez betont, dass Kriterien der wirtschaftlichen Rentabilität niemals Vorrang vor der Mobilität der Bewohner und der Sicherheit des Flugverkehrs haben dürfen.
- Gefahr für den Tourismus: Unsere Wirtschaft hängt am seidenen Faden der Erreichbarkeit. Wenn die Flugsicherung zum Flaschenhals wird, bedroht das direkt unsere wirtschaftliche Stabilität.
Was jetzt passieren muss
Der Appell an die Betreibergesellschaft AENA ist unmissverständlich. Der Inselrat fordert:
- Sofortige Aufstockung des Personals in den betroffenen Kontrolltürmen.
- Garantierte Einhaltung der Flugpläne, unabhängig von privatem Management-Versagen.
- Priorisierung der Mobilität: Das Recht der Bürger auf Freizügigkeit muss über Profitinteressen stehen.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Flugsicherung zum Flaschenhals für unsere Entwicklung wird“, so Sergio Rodríguez abschließend.
Der Flughafen Mazo ist mehr als nur ein Gebäude aus Beton und Glas – er ist unsere Lebensader. Wenn die Flugsicherung wackelt, wackelt die Zukunft von La Palma. Es ist Zeit, dass die Verantwortlichen bei der AENA aufwachen, bevor die Lichter im Tower endgültig ausgehen. Völlig blind von der Realität, wurden zudem die Betriebszeiten ab 1. November 2025 noch um 2,5 Stunden erweitert. Von 7.00 Uhr bis 23.00 Uhr in der Nacht.
Was denkt ihr? Habt ihr bereits Verspätungen oder Probleme durch den Personalmangel bemerkt? Schreibt in den Kommentaren!


Kommentar hinterlassen zu "Bald Stillstand am Himmel über dem Flughafen La Palma?"