Wet­ter La Pal­ma Dezem­ber: Frost, Sturm und fast vol­le Stauseen

Schnee auf dem Roque de Los MuchachosSchnee auf dem Roque de Los Muchachos

Frost­beu­len für die Frei­heit: Wenn die Dau­nen­ja­cke das neue Biki­ni-Ober­teil wird -

Hand aufs Herz: Wenn wir an das Wet­ter auf La Pal­ma im Dezem­ber den­ken, sehen wir uns meis­tens mit einem Cock­tail in der Hand am Strand, wäh­rend wir mit­lei­dig die Wet­ter-App aus der Hei­mat che­cken. Doch die­ser Dezem­ber hat uns eines Bes­se­ren belehrt. Statt „Son­ne satt“ gab es „Socken an“.

Hier ist der Rück­blick auf das Wet­ter La Pal­ma Dezem­ber einen Monat, der uns mehr an die schot­ti­schen High­lands als an das son­ni­ge Para­dies erinnerte.

15,7 Grad – Die nack­te (und zit­tern­de) Wahrheit

Laut der staat­li­chen Wet­ter­be­hör­de AEMET lag die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur bei sage und schrei­be 15,7 Grad. Das sind 0,7 Grad unter dem Durch­schnitt. Klingt wenig? Fra­gen Sie mal die Ein­hei­mi­schen, die ihre Schals aus dem tiefs­ten Kel­ler­loch gegra­ben haben!

Und als wäre das Zit­tern nicht genug, gab es eine ordent­li­che Dusche von oben: Mit 75,3 Litern pro Qua­drat­me­ter hat der Him­mel 133 % des­sen abge­lie­fert, was wir eigent­lich bestellt hat­ten. Dan­ke für nichts, Petrus!

Ein kur­zes Inter­mez­zo und dann… Bram!

Ganz kurz, vom 7. bis zum 9. Dezem­ber, gab es Hoff­nung. Ein Hauch von Cali­ma weh­te über die Inseln, die Tem­pe­ra­tu­ren stie­gen leicht, und wir dach­ten: „Puh, Glück gehabt.“

Doch dann kam der 10. Dezem­ber. Und mit ihm Sturm „Bram“. Bram war wie der unge­be­te­ne Gast auf einer Par­ty, der das Fens­ter auf­reißt und das Buf­fet abräumt. Die Tem­pe­ra­tu­ren stürz­ten ins Boden­lo­se. Aber Bram war nur die Vorgruppe…

Emi­lia, der Hagel und die „Eis­zeit“

Am 12. und 13. Dezem­ber tauch­te Sturm „Emi­lia“ auf. Sie brach­te nicht nur Regen mit, son­dern das vol­le Pro­gramm: Gewit­ter, Wind­bö­en, die unse­re Son­nen­schir­me in Satel­li­ten­schüs­seln ver­wan­del­ten, und sogar Hagel.

Auf den Gip­feln von La Pal­ma, Tene­rif­fa und Gran Cana­ria wur­de es dann rich­tig fest­lich – aller­dings eher im Stil von „Fro­zen“. Wäh­rend man unten über­leg­te, ob zwei Paar Socken in den San­da­len noch modisch ver­tret­bar sind, gab es oben ech­ten Schnee. Am 13. Dezem­ber war es offi­zi­ell: Eine Tem­pe­ra­tur-Anoma­lie von -4,4 Grad. In kana­ri­scher Zeit­rech­nung ist das prak­tisch die nächs­te Eiszeit.

Wet­ter La Pal­ma Dezem­ber: Sta­tis­ti­ken und Fakten

Para­me­ter Wert (Dezem­ber)
Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur La Palma 17,2° C
Höchst­wert (Küs­te) 23,4° C
Tiefst­wert (Gip­fel) -4,1° C
Regen­ta­ge 12 Tage

Das Sil­ber­fut­ter: Unse­re Stau­seen sagen „Dan­ke!“

Bevor wir nun alle kol­lek­tiv in Depres­sio­nen ver­fal­len, gibt es eine gute Nach­richt für alle Fans von flie­ßen­dem Was­ser (und Land­wirt­schaft). Beson­ders auf La Pal­ma hat sich das Bade­wet­ter-Opfer gelohnt.

Der Was­ser­rat der Insel mel­de­te zum 1. Janu­ar 2026, dass die zwölf Stau­seen zu 39 % gefüllt sind. Das sind stol­ze 1,9 Mil­lio­nen Kubik­me­ter kost­ba­res Nass – oder, für alle, die es bild­lich brau­chen: das ent­spricht etwa 3,9 Mil­lio­nen Pipas in der kana­ri­schen Maßeinheit.

Wet­ter La Pal­ma Dezem­ber: Das Bes­te dar­an ist eine Stei­ge­rung der Kapa­zi­tät um 8 % im Ver­gleich zum Vor­mo­nat. Und hal­te dich fest: Die­ser Zuwachs stammt allein aus dem Dezem­ber-Siff (inklu­si­ve Sturm Emi­lia). Die hef­ti­gen Regen­fäl­le von Sturm Fran­cis am Neu­jahrs­tag sind da noch gar nicht mit ein­ge­rech­net. Man könn­te also sagen: Wir haben für unse­re Avo­ca­dos und Bana­nen gezittert!

Füllstand

Füll­stand der Was­ser­spei­cher Ende Dezem­ber 2025 auf La Palma

Sil­ves­ter-Ret­tung durch Francis

Den Rest des Monats ver­brach­ten wir in einer Art Kühl­schrank-Modus unter Nord­strö­mung, bis sich am 30. Dezem­ber end­lich Sturm „Fran­cis“ erbarm­te. Er schob die mil­de West­luft vor sich her und ret­te­te uns zumin­dest das Sil­ves­ter­fest. Am 31. erreich­ten die Wer­te end­lich wie­der den „Durch­schnitt“. Das bedeu­tet: Wir konn­ten das neue Jahr begrü­ßen, ohne dass der Sekt im Glas gefriert.

Was haben wir gelernt?

  1. Die Kana­ren kön­nen auch „ech­ten“ Winter.
  2. Eine Hei­zung in der Woh­nung ist kein Luxus, son­dern ein Überlebensmerkmal.
  3. Die Stau­seen sind die ein­zi­gen, die bei die­sem Wet­ter eine Par­ty feiern.

Hof­fen wir, dass der Janu­ar uns wie­der mit etwas mehr „Vit­amin D“ und etwas weni­ger „H2O“ ver­wöhnt. Bis dahin: Bleibt warm und trocken!

Aller­dings sind die ers­ten Tage des neu­en Jah­res mehr eine Fort­set­zung vom Dezem­ber 2025 und die AEMET Pro­gno­sen für die nächs­ten Tage las­sen auch nichts Wär­me­res erwarten.

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