Vorsicht auf La Palmas Wanderwegen

Rettungshubschrauber-FuencalienteRettungshubschrauber in Fuencaliente im Einsatz

Warum Regen die Gefahr für dich verdoppelt –

Wandern La Palma Sicherheit: La Palma ist ein absolutes Wanderparadies, aber die steilen Hänge und das vulkanische Gestein bergen Risiken, die du besonders nach Regenfällen nicht unterschätzen solltest. Ein aktueller Zwischenfall in Fuencaliente zeigt mal wieder, wie schnell dein Ausflug in einer Rettungsaktion enden kann.

Rettungseinsatz am GR-131: Wenn die Hilfe aus der Luft kommen muss

Am vergangenen Freitag wurde der Rettungshubschrauber der Notfall- und Rettungsgruppe (GES) alarmiert. Eine 70-jährige Wanderin war auf dem Fernwanderweg GR-131 in der Gemeinde Fuencaliente schwer gestürzt. Gegen 13:55 Uhr ging die Meldung beim Koordinierungszentrum ein.

Da das Gelände dort extrem unwegsam ist, war eine Bergung am Boden kaum möglich. Die Rettungskräfte mussten die verletzte Frau per Trage in den Hubschrauber hieven und zum Flughafen fliegen. Von dort aus ging es mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Dieser Vorfall ist eine wichtige Erinnerung: Selbst wenn du erfahren bist, kannst du auf den Vulkanrouten an deine Grenzen stoßen – vor allem, wenn das Wetter den Boden tückisch gemacht hat.

Die unterschätzte Gefahr: Steinschlag und Erdrutsche nach dem Regen

Vielleicht denkst du, sobald die Sonne wieder scheint, ist alles sicher. Doch auf La Palma wirkt der Regen oft zeitversetzt:

  1. Instabiles Gestein: Das vulkanische Material ist oft porös wie ein Schwamm. Wasser dringt tief in die Spalten ein, weicht die Erdschichten auf und lockert Steinbrocken von den Wänden.
  2. Steinschlag ohne Vorwarnung: Auch Stunden oder Tage nach dem Guss können sich Steine lösen. Oft reicht ein leichter Windstoß oder die bloße Schwerkraft, um eine Lawine auszulösen.
  3. Wegrutschende Pfade: Wege wie der GR-131 oder die Pfade in der Caldera können unterspült sein. Was für dich stabil aussieht, kann unter deinem Gewicht plötzlich nachgeben.

So bleibst du sicher: Deine Checkliste nach dem Regen

Bevor du deine Wanderschuhe schnürst, beachte bitte diese Regeln:

  • Check die Wegsperrungen: Schau unbedingt auf der offiziellen Seite von Senderos de La Palma nach. Dort siehst du sofort, welche Wege wegen Erdrutschgefahr gesperrt sind.
  • Meide Barrancos: Geh bei oder kurz nach Regen niemals in trockene Flussbetten. Diese können sich innerhalb von Sekunden in reißende Schlammlawinen verwandeln.
  • Hör auf dein Bauchgefühl: Wenn du merkst, dass Steine auf dem Weg liegen oder der Boden aufgeweicht ist, dreh lieber um. Die Vulkanroute läuft dir nicht weg!

Der Unfall in Fuencaliente ist zum Glück glimpflich ausgegangen, aber er sollte uns allen eine Lehre sein. Genieße die „Isla Bonita“, aber hab immer Respekt vor der Natur.

Bist du aktuell auf der Insel unterwegs? Hast du gefährliche Stellen gesehen? Schreib es uns in die Kommentare und warne andere Wanderer!

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1 Kommentar zu "Vorsicht auf La Palmas Wanderwegen"

  1. Guten Abend,
    bei unserem letzten Besuch der wunderbaren Insel haben wir einen großen Fehler gemacht und wären beinahe abgestürzt. Wir haben blind der Wanderapp Komoot vertraut, die uns eine Strecke zusammen gebastelt hat, die wohl nur sehr selten bewandert wird. Sie war als mittelschwer eingestuft.

    Es war eine Tour auf einem alten Bewässerungskanal in der Nähe der LP-301 oberhalb von San Antonio.
    Dort beginnt (auf ca. 700 Metern) ein Pfad in den Lorbeerwald. Der Einstieg erfolgt über einen Aquädukt, welcher über den Camino de la Cumbre führt. Auch wenn der Weg schmal ist, so ist er anfangs relativ leicht zu gehen. Später wird er jedoch lebensgefährlich. Es gibt Passagen, wo es steil in den Barranco hinab geht und nur ein schmaler Pfad direkt an der brüchigen Felswand entlang führt. Dieser Pfad ist an einigen Stellen beschädigt. Es bleibt nur ein schmales, zum Abgrund bereits abgeschrägtes und bröckeliges Stück übrig. Die gefährlichste Stelle befindet sich bei diesen Koordinaten: 28,6486735, -17,8110974
    Der Weg bleibt Stellenweise gefährlich und unwegsam. Es wird erst besser. sobald man den neueren Abschnitt des Wasserkanals erreicht. Hier verlaufen dann Wasserrohre, die wohl auch noch in Betrieb sind.

    Bitte geht diesen Weg nicht. Er ist äußerst gefährlich und dabei nichteinmal besonders spektakulär, was die Natur oder Aussicht angeht.

    Es würde mich interessieren, ob andere diesen Weg kennen und er früher einmal in einem besseren Zustand war. Es gibt noch eine auffällige Stelle. Ungefähr auf der Hälfte des alten Bewässerungskanals gibt es ein kleines Haus. Es scheint gelegentlich noch genutzt zu werden, jedenfalls waren Möbel durch die Fenster zu sehen.

    Genießt die Insel und ihre Schönheit. Sicherheit geht immer vor. Manchmal habe ich von diesem Abenteuer noch Albträume.

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