Gondel-Glück in Garafía: Schweben wir bald zum Roque?

Seilbahn hinauf zu den Teleskopen

Von der Hoya Grande direkt in den Sternenhimmel von La Palma –

Seilbahn Garafía La Palma: Wer schon einmal die Serpentinen zum Roque de los Muchachos hochgekurbelt ist, weiß: Man braucht entweder einen Magen aus Stahl oder eine sehr geduldige Beifahrerseite. Doch der Stadtrat von Garafía hat jetzt eine Idee, die das Herz von Kurven-Hassern höher schlagen lässt – und zwar wortwörtlich.

Mit einem Zuschuss von 15.000 Euro vom kanarischen Tourismusministerium im Gepäck wird jetzt geprüft: Bekommt Garafía eine eigene Seilbahn?

Die Vision ist so steil wie die Küsten von Garafía: Eine Seilbahn soll das Viertel Hoya Grande direkt mit dem Besucherzentrum auf dem Gipfel verbinden. Statt sich im ersten Gang die Berge hochzuquälen, könnten wir in Zukunft also ganz entspannt in einer Gondel sitzen, an unserem Cortado nippen und den Blick über den Atlantik genießen, während wir lautlos nach oben gleiten.

Man könnte fast sagen: Garafía will hoch hinaus – und das Ministerium für Tourismus und Beschäftigung unter Jessica de León gibt den ersten Anschubser.

Der Blick über den Roque de Los Muchachos

Der Blick über den Roque de Los Muchachos (Foto: IAC)

15.000 Euro für eine Pionier-Leistung

Okay, 15.000 Euro reichen vielleicht noch nicht für das vergoldete Luxus-Kabel, aber es ist der Startschuss für den Machbarkeitsplan. Hier wird jetzt ganz genau hingeschaut:

  • Technik: Hält das Seil auch bei den berühmten Passatwinden?
  • Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich der Spaß für die Gemeinde?
  • Ökologie: Was sagen die Geckos und die Flora des Nationalparks dazu?

Es wäre eine absolute Premiere: Ein solches Seilbahnsystem wäre auf La Palma echte Pionierarbeit. Strategisch gesehen ist es ein genialer Schachzug für die „touristische Exzellenz“ und den territorialen Zusammenhalt.

Nachhaltig schweben statt im Stau stehen

Der Plan passt perfekt zur Strategie der nachhaltigen Mobilität auf La Palma. Weniger Autos, die sich die schmalen Straßen hochwinden, bedeuten weniger Abgase und mehr Ruhe für die Natur. Garafía bedankt sich bereits artig beim Ministerium, denn man hat dort erkannt, dass dieses Projekt im öffentlichen Interesse liegt.

Es geht um mehr als nur eine Abkürzung zum Gipfel. Es geht um die Revitalisierung einer der schönsten (und abgelegensten) Ecken der Insel.

Fazit: Bleiben wir auf dem Boden oder heben wir ab?

Ob wir in ein paar Jahren wirklich in der Seilbahn Garafía sitzen, wird die Studie zeigen. Eines ist jedoch sicher: Die Vorstellung, den Roque de los Muchachos ohne Schwindelgefühle und Lenkrad-Kurbeln zu erreichen, hat definitiv Charme.

Ich bleibe für euch dran – und bis dahin genießen wir die Kurven von Garafía einfach als das, was sie sind: Ein kostenloses Training für das Gleichgewichtsorgan!

Was denkst du? Würdest du in die Gondel steigen oder liebst du die Fahrt über die LP-4 zu sehr? Schreib es uns in die Kommentare!

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1 Kommentar zu "Gondel-Glück in Garafía: Schweben wir bald zum Roque?"

  1. Den Roque de los Muchachos muss man sich bisher mit etwas Mühen „erobern“. Das hält nicht wenige vom Besuch ab. Und das ist gut so. Es muss nicht jeder überall hin kommen. Der Roque würde Einiges an Flair und Atmosphäre verlieren, wenn der große Tourismus einziehen würde. Denn mit den Menschen käme auch die entsprechende zerstörerisch wirkende Infrastruktur.

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