Wo liegt die ärmste Gemeinde der Kanaren?

Felsen vor Garafia/ ärmste Gemeinde Kanaren La Palma

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Und was La Palma damit zu tun hat!

Wer auf den Kanaren nach dem großen Geld sucht, schaut meist nach Gran Canaria oder Teneriffa. Wenn die spanische Steuerbehörde (Agencia Tributaria) ihre IRPF-Zahlen auf den Tisch legt, wird es amtlich: Die Unterschiede auf den Inseln könnten kaum extremer sein. Zwischen Villen-Romantik und beschaulichem Landleben klafft eine Lücke von über 30.000 Euro brutto im Jahr!

Doch wo steht eigentlich La Palma im großen Geld-Ranking – und wo liegt nun das sprichwörtliche Sparschwein des Archipels?

Die Luxus-Spitzenreiter: Wo die Euro-Mio. wohnen

Ganz oben auf dem Treppchen thront gewohnt uneinholbar Santa Brígida auf Gran Canaria. Mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von knackigen 51.071 Euro pro Steuerzahler zieht die Gemeinde locker am kanarischen Durchschnitt (29.596 Euro) vorbei. Auf Platz zwei folgt El Rosario auf Teneriffa mit immerhin 39.308 Euro.

Wer im Kanaren-Schnitt lebt, hat statistisch gesehen knapp 3.600 Euro weniger auf dem Steuerzettel als der spanische Festland-Durchschnitt (33.239 Euro). Aber hey, dafür haben wir das beste Klima der Welt!

Überraschung auf La Palma: Spitzenfeld trifft auf Tabellenende

Das Reichen-Ranking hält für La Palma eine echte Überraschung bereit. Wir haben es nämlich tatsächlich in die Top 10 der wohlhabendsten Gemeinden der Kanaren geschafft!

Breña Baja sichert sich mit einem Durchschnittseinkommen von mehr als 32.000 Euro einen stolzen Platz im Spitzenfeld – direkt neben Promi-Pflastern wie Teguise auf Lanzarote oder Candelaria auf Teneriffa. Wer hätte gedacht, dass in Breña Baja so viel Steuerkraft schlummert?

Aber wie es auf unserer Schönen Insel nun mal so ist: Wo viel Licht ist, ist das idyllische Grün nicht weit.

Das Schlusslicht: Wo liegt nun die „ärmste“ Gemeinde?

Blickt man ans ganz andere Ende der Tabelle, findet man die Antwort auf unsere Eingangsfrage: Die am niedrigsten eingestufte Gemeinde der gesamten Kanarischen Inseln liegt tatsächlich auf La Palma – es ist Garafía (Titelfoto: Vorgelagerte Felsinseln Roque de las Tabaibas und Guincho vor Santa Domingo de Garafia)

Mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 20.226 Euro pro Jahr belegt der grüne Norden der Insel das Tabellenende, knapp gefolgt von Los Silos auf Teneriffa (21.013 Euro) und unserem Nachbarn Barlovento (21.407 Euro).

Kleine Besonderheit:

Wo bleibt eigentlich El Hierro und La Gomera in der Liste? Ganz einfach: Beide Inseln liegen irgendwo mitten in der Statistik!

Ist Garafía also wirklich „arm“?

Wer schon einmal im Norden von La Palma unterwegs war, weiß: Zahlen auf dem Papier erzählen selten die ganze Geschichte.

In Garafía misst man Wohlstand schlichtweg anders als in der Millionärs-Hochburg Santa Brígida:

  • Selbstversorgung statt Supermarkt-Einkauf: Ein Pracht-Gemüsegarten, frischer Ziegenkäse und eigene Mandelbäume tauchen in keiner Einkommensteuererklärung auf.

  • Lebensqualität statt Rendite: Statt dicker Gehälter schätzen die Menschen hier die Ruhe, die schier unendliche Natur und den besten Sternenhimmel Europas.

  • Geringe Fixkosten: Kein teures Pflaster, sondern ehrliches Landleben.

Der statistische Unterschied von 30.845 Euro Brutto im Jahr zwischen dem Spitzenreiter Gran Canarias und Garafía mag gewaltig klingen. Doch in puncto Entschleunigung und Natur-Luxus ist der Norden von La Palma mit keinem Geld der Welt zu bezahlen!

Fazit: Während Gran Canaria und Teneriffa die absoluten Spitzenränge unter sich ausmachen, zeigt La Palma eine faszinierende Bandbreite: Vom einkommensstarken Breña Baja in den Top 10 bis hin zum beschaulichen Garafía. Und Hand aufs Herz: Ein Sonnenuntergang über den Wolken von Garafía ist unbezahlbar!

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Über den Autor

Manfred Betzwieser
Manfred Betzwieser lebt seit 30 Jahren auf La Palma und dokumentiert als Autor und Newsman die Natur, Geologie und aktuellen Entwicklungen der Kanareninsel. Mit tiefem Fachwissen und jahrzehntelanger Erfahrung vor Ort bietet er verlässliche Berichterstattung abseits des Massentourismus. Entdecke seine Bücher und Projekte auf der Autorenseite. - Mein Link

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