Jetzt fließt die heiße Lava wieder

Plötzlich erwachte der Vulkan wieder zum Leben -

Die inten­si­ve Reak­ti­vie­rung des Vul­kan Cabe­za ges­tern Abend bringt sehr viel hei­ße Lava mit über 1200 °C aus gro­ßen Tie­fen. Es war am Mon­tag wohl eine Erho­lungs­pha­se um neue Mag­ma aus der tie­fer lie­gen­den Mag­ma­kam­mer in 10 bis 13 Kilo­me­ter Tie­fe bis zum Erup­ti­ons­punkt zu befördern.

Die­se Mag­ma­kam­mer liegt süd­lich im Gemein­de­be­reich von Fuen­ca­li­en­te und hat ges­tern kräf­ti­ge Erd­be­ben erzeugt. Hei­ße Lava bedeu­tet auch, dass sie dünn­flüs­si­ger ist und schnel­ler fließt. Mit einer Geschwin­dig­keit von 300 Metern pro Stun­de hat der Lava­strom sei­nen zer­stö­re­ri­schen Vor­stoß in Rich­tung der Küs­te von Taza­cor­te fort­ge­setzt. Es wur­den in der ver­gan­ge­nen Nacht gro­ße Men­gen Lava frei­ge­setzt und viel Asche aus­ge­sto­ßen, die wie­der auf der Ost­sei­te gelan­det ist.

Dabei lief die hei­ße Lava weit­ge­hendst auf dem alten Strom und ver­brei­ter­te ihn etwas.

Lavafluss - heiße Lava

Die­se Kar­ten sind immer 24 Stun­den alt und zei­gen Grün den letz­ten Lava­zu­ge­winn. Nach mei­nen Infor­ma­tio­nen läuft die neue Lava bereits um den Kegel von Todo­que, hat aber das Meer noch nicht erreicht. Es sol­len noch rund 800 Meter fehlen.

Obwohl der Kri­sen­stab mit meh­re­ren Droh­nen vor Ort agiert, wer­den die­se Auf­nah­men nicht oder ver­spä­tet ver­öf­fent­licht. Pri­va­te Droh­nen sind ver­bo­ten und wur­den auch schon von der Guar­dia Civil beschlag­nahmt. Es han­delt sich um eine Flug­ver­bots­zo­ne. Es ist scha­de, dass kei­ne aktu­el­len Auf­nah­men zur Ver­fü­gung stehen.

Die heiße Lava von der Nacht übertrifft den Teneguia

Abge­se­hen von der gro­ßen Men­ge an Lava, die er heu­te Nacht aus­ge­sto­ßen hat, über­traf die­ser Aus­bruch bereits in nur sie­ben Tagen den Tene­guia Aus­bruch von 1971. 46,3 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Lava hat der neue Vul­kan bereits aus­ge­spuckt. Der Tene­guía schaff­te 43 Mil­lio­nen Kubik­me­ter in 24 Tagen.

Auch Ruhe­pau­sen sind bei Vul­ka­nen üblich. Der Vul­kan San Juan von 1949 hat­te eine 5‑tägige Läh­mungs­pha­se  … ohne jeg­li­che Akti­vi­tät. Nach die­ser Zeit kehr­ten die Erschüt­te­run­gen zurück und eine zwei­te Erup­ti­on trat in der­sel­ben Gegend auf.

Die­se Explo­si­on ver­ur­sach­te drei wich­ti­ge Vul­kan­ke­gel, den Nam­bro­que, den Duraz­ne­ro und den Hoyo Negro, sowie zahl­rei­che Erd­be­ben. Die Erup­ti­on des San Juan dau­er­te ins­ge­samt 47 Tage.

Durch das neue Lavafeld von La Palma
 

10.20 Uhr – Der Aus­bruch hat bereits mehr als 590 Gebäu­de, 258 Hekt­ar Land und 22 Kilo­me­ter Stra­ße zerstört.

10.35 Uhr – Video von 9.35 Uhr heu­te im Küs­ten­be­reich von Taza­cor­te.

12.10 Uhr - Der Minis­ter­rat wird an die­sem Diens­tag ein Dekret bil­li­gen, das der kana­ri­schen Exe­ku­ti­ve eine Hil­fe in Höhe von 5,5 Mil­lio­nen Euro für den Erwerb von 107 Häu­sern auf der Insel La Pal­ma ermög­licht, mit dem Ziel, dass die­se vor­über­ge­hend oder dau­er­haft an Fami­li­en bestimmt sind, die von dem Vul­kan­aus­bruch betrof­fen sind.

Zugleich sind wei­te­re 5 Mio. an Bei­hil­fen für den Erwerb von Grund­be­dürf­nis­sen vor­ge­se­hen, die auch für Per­so­nen bestimmt sind, die ihren gewöhn­li­chen Auf­ent­halt vor­über­ge­hend oder dau­er­haft ver­las­sen müssen.

12.50 Uhr – Mehr als HUNDERT For­scher, Wis­sen­schaft­ler und Tech­ni­ker aus ver­schie­de­nen Berei­chen sind nach La Pal­ma gereist, um die neue Erup­ti­on auf der Insel zu ver­fol­gen, in Abstim­mung mit Kol­le­gen, die von ihren Zen­tren aus arbei­ten. Erd­be­ben­pro­to­kol­le, Gas­mes­sun­gen, che­mi­sche Ana­ly­sen von Pro­ben, Luft­bil­der und Gefah­ren­be­rech­nun­gen lie­fern kri­ti­sche Daten für Ret­tungs­kräf­te zum Schutz der Öffent­lich­keit … und sie leis­ten lebens­wich­ti­ge Arbeit. Auch mei­ne alten Bekann­ten die Vul­ka­no­lo­gen und Dokum­tar­fil­mer Bern­hard Ros­si von der FH Zürich und Marc Sze­glat sind auf der Insel.

13.00 Uhr – Lan­ge War­te­schlan­gen im Hafen um mit der Fäh­re schnell mög­lichst die Insel zu ver­las­sen. Dies ist im Moment die ein­zi­ge Mög­lich­keit von La Pal­ma weg zukom­men. Es sind Tou­ris­ten und Resi­den­ten denen es hier zu heiß wird.

Es ist heu­te auf der Ost­sei­te ein sehr trü­ber Tag. Der Him­mel hängt vol­ler Regen‑, Asche- oder Gas­wol­ken. Genau lässt es sich nicht bestim­men und es fällt leicht Lava-Asche aus den Wol­ken. Die Sicht ist ein­ge­schränkt und ab und zu ist das Dröh­nen des Vul­kans zu hören. Heu­te sicher kein Domi­zil für einen unbe­schwer­ten Urlaub. Mehr die Stim­mung von Sodom und Gomorra.

13.25 Uhr – Die Lava dringt unauf­halt­sam nörd­lich des Mon­ta­na Todo­que vor. Häu­ser bren­nen und wer­den anschlie­ßend unter der glü­hen­den Lava begra­ben. Noch sind es 600 Meter bis zum Meer.

13.50 Uhr – Rund 25 Häu­ser wer­den in den nächs­ten Stun­den vom Lava­strom ver­schlun­gen. Es ist eine klei­ne Sied­lung, die direkt in der Lauf­rich­tung des Stro­mes liegt. Dann wird, wenn der Lava-Nach­schub wei­ter anhält, der Atlan­tik erreicht und ein Schau­spiel auslösen.

14.00 Uhr - Ein ML2,9 Beben um 12.42 Uhr mit­ten auf der Berg­spit­ze (Vul­kan­rou­te) von Mazo aus 15 km Tie­fe. Die Inten­si­tät und Beben­an­zahl nimmt wie­der zu. Alles aus dem Bereich von 11 bis 15 km Tie­fe im Bereich der Mag­ma­kam­mer. Das dürf­te in Kür­ze zu einer ver­mehr­ten Akti­vi­tät beim Vul­kan Cabe­za führen.

14.20 Uhr - Neue IGN Mit­tei­lung  – Seit der letz­ten Aus­sa­ge wur­den 6 Erd­be­ben in dem von der vul­ka­ni­schen Reak­ti­vie­rung von Cumbre Vie­ja betrof­fe­nen Gebiet geor­tet, die maxi­mal auf­ge­zeich­ne­te Magnitu­de beträgt 2,9 (mbLg) und ent­spricht einem Erd­be­ben in 10 km Tie­fe um 08:35 UTC heu­te Morgen.

Die mitt­le­re Ampli­tu­de des vul­ka­ni­schen Bebens blieb für die­sen Aus­bruch bis ges­tern 15:00 UTC auf sehr nied­ri­gen Wer­ten und zwi­schen 15 und 17 UTC prak­tisch Null. Von die­sem Moment an begann sie erheb­lich zu stei­gen und erreich­te um 19:00 UTC einen Bereich von Durch­schnitts­wer­ten, der bis­her sta­bil geblie­ben ist.

Das Netz der per­ma­nen­ten GNSS-Sta­tio­nen der Insel weist Defor­ma­ti­ons­sta­bi­li­tät auf. Eben­so spie­geln die von InSAR erhal­te­nen Ergeb­nis­se kei­ne signi­fi­kan­te Abwei­chung zwi­schen den Sen­ti­nel1-Bil­dern vom 22. und 28. Sep­tem­ber wider.

Auf­grund der Zunah­me der explo­si­ven Erup­ti­ons­ak­ti­vi­tät des Aus­bruchs hat das IGN heu­te Mor­gen eine neue VONA (Vol­ca­no Obser­va­to­ry Noti­ce for Avia­ti­on) her­aus­ge­ge­ben, in der die Zunah­me der Asche­emis­sio­nen sowie die Zunah­me der Asche­hö­he mit­ge­teilt wer­den Wol­ke, die eine Höhe von 7000 m erreicht hat. Die­se VONA wur­de, wie in den Pro­to­kol­len der Inter­na­tio­na­len Zivil­luft­fahrt fest­ge­legt, an das VAAC (Vol­ca­nic Ash Advi­so­ry Cen­ter) in Tou­lou­se, das ACC Cana­ri­as (Area Con­trol Cen­ter) und die AEMET (Sta­te Meteo­ro­lo­gi­cal Agen­cy) gesendet

14.30 Uhr - Die Regie­rung erklärt die Insel La Pal­ma zur Kata­stro­phen­zo­ne und stellt 10,5 Mil­lio­nen Euro für den Kauf von Häu­sern für Betrof­fe­ne bereit. Ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein.

14.40 Uhr -Ende­sa, der Strom­kon­zern, gibt bekannt, dass es einen „Son­der­plan mit drin­gen­den Maß­nah­men zur Unter­stüt­zung der Bevöl­ke­rung von La Pal­ma ange­sichts der schwer­wie­gen­den wirt­schaft­li­chen und sozia­len Fol­gen des Vul­kan­aus­bruchs“ auf den Weg gebracht hat.

Dazu gehö­ren die Kün­di­gung von Ver­trä­gen und die Stor­nie­rung von Rech­nun­gen ab dem Tag, an dem „das Phä­no­men aus­ge­löst wur­de“ für die­je­ni­gen Kun­den, die ihr Zuhau­se ver­lo­ren haben. Wer es glaubt, wird selig. Die­ser ita­lie­ni­sche Enel Kon­zern ope­riert wie die ital. M.…

15.05 Uhr – Der Flug­ha­fen Mazo ist und bleibt geschlos­sen. Bei die­sen Bedin­gun­gen wäre eine Lan­dung oder ein Start ein rus­si­sches Rou­let­te­spiel. Die Asche­wol­ke reicht nach IGN Anga­ben inzwi­schen bis in 7.000 Meter Höhe.

15.15 Uhr – Die Direk­ti­on PEVOLCA warnt vor der mög­li­chen Bil­dung gif­ti­ger Wol­ken, die sich durch das Ver­bren­nen von Gewächs­häu­sern und Dün­ge­mit­teln im land­wirt­schaft­li­chen Gebiet am Ein­gang der Lava im Süden der Gemein­de Taza­cor­te befinden.

Die Lava ver­brennt in die­sem Bereich alles, was ihm in den Weg kommt, es ist Plas­tik von Gewächs­häu­sern und Dün­ge­mit­tel. Es über­rascht nicht, dass heu­te gegen 13:00 Uhr im Gebiet von Pam­pil­lo Wol­ken mit gif­ti­gen Ele­men­ten beob­ach­tet wurden.

Nach Anga­ben der Tech­ni­ker wur­den nach Ana­ly­se der che­mi­schen Zusam­men­set­zung der Wol­ke Ammo­ni­ak und Tetra­chlor­me­than nachgewiesen.

Hier bren­nen Gewächs­häu­ser bei Taza­cor­te. Ein­ge­setzt in die­sem Bereich ist die Feu­er­wehr von Fuerteventura.

15.30 Uhr – Wie ver­mu­tet schie­ßen jetzt gro­ße Men­gen Lava nach den neu­en Erd­be­ben aus dem Vul­kan Cabe­za. Hier zu den Live-Bil­dern.

17.50 Uhr – Mit den Beben geht es wei­ter – zwei ML3,3 Beben um 15.51 und 16.31 Uhr aus 11 km Tie­fe in Fuen­ca­li­en­te – und noch ein drit­tes Beben von ML3,3 um 17.15 Uhr aus 9 km Tiefe.

20.15 Uhr - Der Haupt­strom des Vul­kans Cabe­za , auf der Höhe des Ber­ges Todo­que, mün­det in die Gemein­de Taza­cor­te und umgibt das klei­ne Mas­siv namens Tres Picos, sowohl an sei­nem Süd­hang, wie heu­te Mor­gen erwar­tet, als auch im Nor­den. Nun ist es nicht mehr weit die 90 Meter hohe Küs­ten­klip­pe zu erreichen.

 

  • Fort­set­zung folgt

Wetteraussichten für La Palma



58 Kommentare zu "Jetzt fließt die heiße Lava wieder"

  1. Hal­lo Herr Bet­z­wie­ser, vie­len Dank für Ihre Infor­ma­tio­nen! Gibt es zu dem Video vom Küs­ten­be­reich Taza­cor­te einen Link? Vie­le Grü­ße und alles Gute!

  2. Hal­lo Manfred,

    Ich habe im Netz noch fol­gen­de Quel­le zum
    The­ma „Lava­strom, aktu­el­ler Stand“ gefunden.

    Gehe bit­te auf die Sei­te openstreetmap.org

    Suche z.B. nach Todo­que und wäh­le dann rechts
    die Kar­ten­ebe­ne Stan­dard aus.

    Da sind dann Stra­ßena­men und einzelne
    Gebäu­de genau zu erkennen.
    Der Zoom ist ausgezeichnet.

    Auch die Gebäu­de unter der Lava­mas­se sind
    sichtbar.

    Die Sei­te soll wohl jeden Tag aktua­li­siert werden.

    Bit­te prü­fe unter Urhe­ber­recht was Du ver­öf­fent­li­chen darfst.

    Aber eine Text­be­schrei­bung zum Auf­fin­den der Karte
    wird doch wohl bestimmt erlaubt sein und wäre für
    vie­le Such­an­fra­gen hilfreich.

    Vie­le Grüße

    Rai­ner

    • Manfred Betzwieser | 28. September 2021 um 11:05 | Antworten

      Dan­ke Rai­ner – das wer­de ich mir mal ansehen.
      Ist aber auch nicht aktu­ell, wahr­schein­lich über 24 Stun­den alt.

      Aber die Stra­ßen­na­men und Gebäu­de sind gut zu erkennen.

      Gruß
      Manfred

      • Die Kar­te auf Open­Street­Map zeigt den Lava­strom schon öst­lich des Mon­ta­na de Todo­que. Müss­te ziem­lich aktu­ell sein.

        • Ja, das ist genau das, was das neu­es­te Video hier auch zeigt: Bana­nen­plan­ta­gen vor Mon­ta­na Todo­que, am Cami­no Mun­ta­ja­ne­ro. Jetzt ist die Fra­ge, fließt es nörd­lich oder süd­lich um den Kra­ter. Bei­des nicht gut, ent­we­der erwischt es die Vil­len von El Para­di­so oder das Dorf El Pam­pil­lo. Bei der momen­ta­nen Fließ­ge­schwin­dig­keit ent­schei­det es sich bis heu­te Nacht.

        • In die­sem Video war vor­her im lin­ken unte­ren Bild ein Vor­drin­gen (rela­tiv unscharf) zu sehen, da hat es aus­ge­se­hen, wie wenn die Lava durch die Häu­ser auf der Nord­sei­te des Mon­ta­na de Todo­que schon durch wäre: La PALMA en DIRECTO (28÷09÷2021) – YouTube

          • Stefan Körner | 28. September 2021 um 12:32 |

            Sieht mir aus wie die Gebäu­de am Cami­no El Ata­jo nord­öst­lich des Kra­ters. Die Lava stand ges­tern schon knapp davor und ist dann süd­west­lich wei­ter. Wenn sie nun dort doch nord­west­lich wei­ter­fließt, geht es an den Gebäu­den ja ziem­lich steil run­ter und dann ist klar, wo die Lava flie­ßen wird. Immer den Weg ent­lang gera­de zum Meer, wo sie zwi­schen Playa del Per­di­do und Cue­va del Per­di­do ankommt. Auf der Stre­cke wären nur noch sehr weni­ge Häu­ser. Trotz­dem nicht schön. Aber die Lava hat schon mehr­fach gestoppt und die Rich­tung geändert.

      • Hal­lo Heri­ber­to habe gera­de Dei­ne Nach­richt gelesen.

        Dan­ke für den Link. Mit der Außen­li­ni­nie hat man noch eine bes­se­re Übersicht.
        Nur eine Fra­ge: Bleibt der Link jetzt für die nächs­ten Tage immer gleich?
        Oder wird täg­lich ein neu­er Link generiert???

        Vie­le Grüße

        Rai­ner

        • Der Link bleibt und ist direkt nutzbar.
          Gruss vom Namensvetter.

        • Nein, der Link ver­weist auf die Linie, und bleibt immer gleich, auch wenn die Linie sich ändert. Ein gan­zes Team arbei­tet an der Aktua­li­sie­rung der Lava­zun­ge bei OSM und ver­wen­det dafür nicht nur die Coper­ni­cus-Daten (die heu­te ein­fach nicht neu kom­men) son­dern auch alle ande­ren Bil­der, die noch ver­füg­bar sind. Lei­der feh­len jetzt ja die Drohnenbilder.

  3. Beein­dru­cken­de Droh­nen­bil­der vom Wochen­en­de sind in die­sem Video zu sehen.
    Llu­via piro­clá­sti­ca de la erup­ción y alcan­ce de la colada,Cumbre Vie­ja, La Palma.(25/9/21) IGME-CSIC – YouTube

  4. Schein­bar gibt es die Tra­di­ti­on, Vul­kan­aus­brü­che auf La Pal­ma mit Guan­chen-Namen zu bezeich­nen, wie z.B.Tacande, Tehu­ya, Tiga­la­te y Teneguía …

    Spa­ni­sche Medi­en ver­wen­den jetzt häu­fi­ger den Namen: El vol­cán de Tajogaite

  5. die Lava rückt auch in Todo­que wie­der wei­ter vor­an. Ich konn­te eben einen Screen­shot eines Vide­os machen, dort sieht man wie die Lava das blaue Haus an der Ecke Car­re­ra Todoque/Camino es Pas­tele­ro zerstört.

  6. Hal­lo,

    zuerst ein­mal vie­len Dank an Man­fred für die stets aktu­el­le Bericht­erstat­tung und die Infos dazu!

    Ich selbst war in mei­ner Kind­heit und Jugend­zeit des Öfte­ren auf La Pal­ma, auch als Erwach­se­ner dann selbst 

    Von dem her ver­fol­ge ich das Gesche­hen sehr auf­merk­sam und gebannt und bin sehr dank­bar für alle Infos, auch hier in den Kommentaren!

    Anbei noch einen Link zu einem Pro­fil auf Insta­gram, hier gibt es auch hin und wie­der neue Bil­der und Videos:

    https://instagram.com/saulsantosfotografia?utm_medium=copy_link

  7. Die glo­bal Aus­wir­kung anhand der Schwe­fel­di­oxid­ver­tei­lung ist schon immens. Zum Ver­gleich: Chi­na betreibt über 1000 Koh­le­kraft­wer­ke bei gerin­ge­ren Auswirkungen:
    https://www.windy.com/de/-Mehr-Ebenen-anzeigen-hzfg-/overlays?tcso2,52.590,36.406,3

    • Ja aber Chi­na tut das 36524! Nicht nur ein paar Tage. Vul­ka­ne sind natür­lich, und ein so klei­ner (im Ver­gleich zu Ätna oder St Vin­cent) macht da gar nichts. Im Gegen­teil, Vul­ka­ne sor­gen kurz­fris­tig sogar für gerin­ge glo­ba­le Abküh­lung. Bit­te seriö­se Quel­len und nicht „win­dy“ win­di­ge Meldungen.

  8. Ik sach nur Erd­be­ben-Waf­fen oder bes­ser *Ener­gy Wea­pons* – unten zwei aktu­el­le Links – *La Pal­ma / Ame­ri­ka oder Chi­na / Drei Schluch­ten Stau­damm* … bit­te sehr ernst neh­men und nich gleich die Keu­le raus holen!!! https://www.esistallesda.de/2021/09/27/vulkanausbruch-la-palma-beben-in-10-km-tiefe-intensivieren-sich-aktivitaet-nimmt-wieder-zu/

    https://bewusstseinsreise.net/wp-content/uploads/2021/09/audio_2021-09–21_20-08–36.ogg

    Und Grü­ße auch an die schö­ne *Boni­ta*

    • Bit­te such Dir seriö­se Quellen.

    • Hal­lo Herr Betzwieser,

      dan­ke für ihren Ein­satz ob objek­ti­ve Information.
      Bit­te löschen sie obi­gen Bei­trag von „Ayla“, der an Schwach­sinn kaum zu über­bie­ten ist.

      Herz­li­che Grü­ße aus Bayern
      Horst Gall

      • Manfred Betzwieser | 28. September 2021 um 14:45 | Antworten

        Ein wenig ande­rer Mei­nung soll­te zu ertra­gen sein!

        • Ande­re MEINUNG gern, aber nicht absicht­lich gestreu­te FAKENEWS-SPAM von Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern. Das hat dein tol­ler Blog nicht verdient.

        • Es geht nun aber nicht um das „ertra­gen“, son­dern vor allem dar­um, ob es etwas relevantes/faktisches zum Bei­trag bei­trägt oder nicht.

          Außer­dem lässt sich mit nor­ma­ler Ver­nunft immer noch erken­nen, wann Inhal­te so abge­dreht sind, dass dar­über nicht dis­ku­tiert wer­den muss. Sol­che ‚Ein­wür­fe‘ sind als Spam einzuordnen.

          Des­halb kann ich @H. Gall nur zustim­men und „Das hat dein tol­ler Blog nicht ver­dient.“, trifft es auf den Punkt!

        • sehe ich genau so!

  9. Wolfgang Kretschmer | 28. September 2021 um 15:32 | Antworten

    Hal­lo,
    zwar war ich schon län­ger nicht mehr auf der Insel, aber als erd­kund­lich inter­es­sier­ter Laie und zwei­ma­li­ger Gast in Las Nori­as ver­fol­ge ich Ihre Infor­ma­tio­nen und die Dis­kus­si­on ger­ne. Die Fra­ge nach den aktu­el­len Zun­gen­spit­zen ist natür­lich sehr rele­vant. Nach genau­en Kar­ten zu suchen hilft dabei aber lei­der nicht. Alles, was man da fin­det, beruht auf den Ver­öf­fent­li­chun­gen von Coper­ni­cus. Die­se Insti­tu­ti­on erstellt unter Ver­wen­dung von Satel­li­ten­fo­tos ein­mal täg­lich die genau­en Kar­ten­lay­er mit den Umris­sen der von der Lava bedeck­ten Flä­chen und den zer­stör­ten Gebäu­den. Lei­der dau­ert die Erar­bei­tung min­des­tens 12 Stun­den, eher deut­lich mehr. Was man im Moment sehen kann, ist das Moni­to­ring 9, Vers. 1, das den Stand vom 27.09. 06:50 UTC, also von Mon­tag Mor­gen, zeigt. Das Moni­to­ring 10, das dann den Stand von heu­te früh zei­gen wird, ist in Pro­duk­ti­on. Wenn man wis­sen will, wie es aktu­ell aus­sieht, hilft das nicht wei­ter. Dafür wären die bes­te Quel­le die Droh­nen­auf­nah­men der Offi­zi­el­len – aber mit denen wird ja gegeizt. Da hilft nur ein Tipp: Jemand vor Ort steigt von Puer­to de Taza­cor­te hoch (oder von El Time ab) bis zur Kan­te des Steil­hangs. Von dort müss­te man sehr genau sehen kön­nen, wo sich die Zun­ge her­um­treibt – auf jeden Fall, wenn sie die Nord­rou­te genom­men hat.

    • Unge­fähr ein Gefühl gibt aktu­ell die­se Kame­ra: EN DIRECTO VOLCÁN en LA PALMA: Sigue la erup­ción decla­ra­da en la CUMBRE VIEJA (día 10) | RTVE – YouTube
      Anschei­nend gibt es Live­bil­der, die das Vor­rü­cken der Lava­zun­ge ein­fan­gen kön­nen (wenn­gleich teil­wei­se auch nur in schlech­ter Qua­li­tät wegen der gro­ßen Ent­fer­nung). Die meis­ten Live­streams zei­gen aber eher die Eruptionsstelle.

      • Wolfgang Kretschmer | 28. September 2021 um 16:51 | Antworten

        Auf der Sei­te der Cabil­do de La Pal­ma (dort unter den Twit­ter-Nach­rich­ten) habe ich eine kur­ze Droh­nen­auf­nah­me gefun­den, die genau ter­mi­niert (heu­te um 10:30) und auch zu loka­li­sie­ren ist. Dar­aus geht her­vor, dass der „Nord­strom“ direkt vor der Mon­ta­na de Todo­que fest­liegt und kaum noch aktiv ist. Wei­ter öst­lich, auf der Höhe des ehem. Orts­kerns von Todo­que, hat dage­gen ein sehr mas­si­ver Vor­stoß (bren­nen­de Häu­ser und Fel­der) gegen Süd­wes­ten begon­nen. Die so neu ent­ste­hen­de Zun­ge wür­de dann bei aus­rei­chen­dem Nach­schub süd­lich am Todo­que-Schla­cken­ke­gel vor­bei Rich­tung Meer vor­sto­ßen. Sie wür­de El Pam­pol­lo (und viel­leicht auch Las Nori­as) mas­siv gefähr­den – viel­leicht ist das inzwi­schen schon passiert.

  10. Victor.jachmann@gmx.de | 28. September 2021 um 16:08 | Antworten

    Ich woll­te mich mal für die Bericht­erstat­tung bedan­ken. Ich war eini­ge­ma­le auf der Insel und der Aus­bruch erfüllt mich glei­cher­ma­ßen mit Hor­ror und Faszination.
    Auch wenn es an die­ser Stel­le unan­bracht schei­nen mag. Es wäre ein Segen, wenn die Gele­gen­heit genutzt wür­de und msn die Strom­ver­sor­gung von dem stin­ken­den Ölkraft­werk auf eine dezen­tra­le sau­be­re Lösung umstel­len wür­de. Man stel­le sich vor die Lava fliesst durch das Kraftwerk…

    • Auf jeden Fall wird es eini­ge Bana­nen­plan­ta­gen nicht mehr geben. Das sind in der Regel rich­ti­ge Gift­kü­chen, ohne den Besit­zern zu nahe tre­ten zu wollen.

    • Jetzt reicht es langsam.…geht’s noch…
      Herr Bet­z­wie­ser gibt sein Bes­tes, um uns zu infor­mie­ren und auf dem Lau­fen­den zu halten…
      …und dann kom­men Kom­men­ta­re und Infos, die in der jetz­ti­gen Lage kei­ner ertra­gen kann.…
      Kommt mal wie­der runter…

      • Victor.jachmann@gmx.de | 28. September 2021 um 19:26 | Antworten

        Herr Bet­z­wie­ser hat in die­sem Blog selbst auf den Betrei­ber hin­ge­wie­sen, ganz glück­lich ist man damit auf der Insel wohl nicht. Es wird viel Geld für den Wie­der­auf­bau flie­ßen und da ist die Gele­gen­heit güns­tig. Ich hat­te gehofft auf die­sem Weg her­aus­zu­fin­den, ob es Initia­ti­ven gibt, die man unter­stüt­zen kann.

  11. Anto­nio hat wie­der ein Video mit Stand-Droh­nen­bil­dern gepos­tet. Danach nimmt die Lava­zun­ge die Nord­rou­te und steht direkt vor den Gebäu­den am Cami­no El Ata­jo. Kommt recht lang­sam vor­an, wird aber brei­ter beson­ders im Bereich Todoque.
    https://www.youtube.com/watch?v=bXuophBAdBw

  12. Anto­nio läd lau­fend wei­te­re Vide­os hoch:
    https://www.youtube.com/channel/UCA3x4hQV5Wa7xqYxkVNEmNQ/featured

  13. Guten Abend zusam­men. Da wir seid 2014 jeden Win­ter für län­ge­re Zeit im El Para­di­so waren, inter­es­siert uns natür­lich ob das Para­die­so noch steht? Der Lava­strom soll doch jetzt die ande­re Sei­te nehmen

    • Die Anla­ge El Para­di­so war um 13:00 28.08.2021 mit ziem­li­cher Sicher­heit (Auf­nah­men von Droh­ne) noch nicht vom Lava­strom betroffen…

    • Wenn Sie die Bun­ga­low­sied­lung nörd­lich der Mon­ta­ña de Todo­que mei­nen: Nach neu­es­ten Mel­dun­gen steht sie noch, der Lava­strom ist aber nur noch 200 m ent­fernt, die öst­lich davon lie­gen­den Vil­len bren­nen bereits. Ich fürch­te, ich kann Ihnen kei­ne gro­ße Hoff­nung machen, so viel Lava wie der­zeit noch aus­ge­spuckt wird.

    • wenn es das Para­di­so hier ist, sieht es nicht ganz so gut aus

      • Genau das Para­dies mei­nen wir. Sch.….

        • Falls es noch von Inter­es­se ist: Auf Droh­nen­bil­dern von heu­te steht Para­di­so noch, sogar eini­ge der Vil­len ober­halb. Seit die Lava süd­lich durch­ge­bro­chen ist, ruht die­se Lava­zun­ge. Wenn sie Zeit zum erkal­ten bekommt, ist sie ein Damm für nach­fol­gen­de Lava. Aber Ent­war­nung ist nicht ange­sagt. https://www.youtube.com/watch?v=e_y5-zW2AO0&t=242s

      • Wolfgang Kretschmer | 28. September 2021 um 22:32 | Antworten

        Wie schon erwähnt: das ist der Stand von heu­te mor­gen, und da hat sich im Nor­den zumin­dest bis Mit­tag nicht viel getan. Der sehr schnel­le Haupt­strom umströmt den Schla­cken­ke­gel süd­lich. Auf einem vom Meer her geschos­se­nen Abend­fo­to auf der Sei­te von El Time (www.eltime.es) sieht man, dass es nicht mehr lan­ge dau­ern kann, bis das Meer erreicht ist. Umge­kehrt bedeu­tet das: Wenn der Haupt­strom nach Süden umge­lenkt ist, wird sich im Nor­den wenig tun. Des­we­gen hat die­se Feri­en­sied­lung zumin­dest vor­läu­fig eher gute Chan­cen, ver­mu­te ich.

  14. Hal­lo in die Runde,

    viel­leicht auch ein­mal ein Kom­men­tar zu den Staats­hil­fen, die Man­fred kor­rekt ange­ge­ben hat, Publi­ka­ti­ons­da­tum und Stand heu­te: 5,5 Mio EUR für 107 Häu­ser = 51.400 EUR pro Haus – tja.

    Das ist der Betrag, den aller Vor­aus­sicht nach die­je­ni­gen bekom­men, die so „schlau“ waren, ihr Anwe­sen NICHT zu ver­si­chern – und das wäre sogar groß­zü­gig, denn die Höchst­gren­ze für Nicht-Ver­si­cher­te lag im Jahr 2005, also bei Erschei­nen des Geset­zes, bei 15.200 EUR. Wohin­ge­gen die Ver­si­cher­ten (egal bei wel­cher spa­ni­schen Ver­si­che­rung) vom Con­sor­cio de Segu­ros ent­schä­digt wer­den (sie­he unse­ren Arti­kel neu­lich anläß­lich des Groß­feu­ers in El Paso) und das kann bis zu 100% der Neu­bau­kos­ten sein.

    Man kann nur hof­fen, daß der spa­ni­sche Staat noch ein biß­chen nach­bes­sert, sonst haben vor allem die­je­ni­gen, die noch Rest-Hypo­the­ken auf ihren Grund­stü­cken hat­ten, ziem­lich schlecht dran.

    • Hal­lo Neil,
      der Staat und die Gemein­schaft soll­te wirk­lich hel­fen doch Vor­sor­ge im Mini­mal­be­reich als Haus­ei­gen­tü­mer ist nach mei­ner Auf­fas­sung wirk­lich nicht zu viel verlangt.

      Nach mei­ner Lebens­er­fah­rung ist es so dass jede Bank in Deutsch­land Hypo­the­ken nur unter der Bedin­gung ver­gibt wenn es eine Haus­ver­si­che­rung gibt. Das mag auf den Kana­ren anders sein, was ich mir aber nicht vor­stel­len kann.

      Haus­ver­si­che­run­gen auf den Kana­ren kos­ten für ca 100 qm etwa 200 Euro­nen im Jahr und beinhal­ten auto­ma­tisch eine Ele­men­tar­ver­si­che­rung über „Con­sor­cio de Segu­ros“, was in Deutsch­land nicht der Fall ist. Den­ke so etwas ist wirk­lich zahlbar.

  15. das wäre dann der GAU für Fuen­ca­li­en­te und die Bana­nen: wenn der Vul­kan Rich­tung Mazo durch­bricht und die dor­ti­ge LP und den den Haupt­ka­nal Bar­lo­ven­to-Fuen­ca­li­en­te unterbricht…

  16. dei­ne anga­be 90 meter ist falsch. das sind 90 feet. ca 28 meter. VLG

  17. Mitt­ler­wei­le hat die Lava das Meer erreicht. In fol­gen­dem Arti­kel ist ein Reu­ters-Video davon und ein wei­te­res auf Twit­ter ver­linkt: Vul­kan­aus­bruch auf La Pal­ma: Lava ergießt sich ins Meer | ZEIT ONLINE

  18. Ken­ne die Insel 20 Jah­re , die Trä­nen schie­ßen in die Augen . Wenn es sich beru­higt hat bin ich unten und helfe.
    bis dahin viel Glück Klaus

  19. Die Bil­der trei­ben einem wirk­lich die Trä­nen in die Augen. Soviel Zer­stö­rung, soviel Leid. Men­schen, die alles ver­lo­ren haben. Und ein Ende ist ja immer noch nicht in Sicht.

  20. Herr Bet­z­wie­ser, per­fekt recher­chiert, mit muti­gen, aber not­wen­di­gen Kommentaren!

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