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Endlich Bewegung: Gibt es jetzt wirklich Tiefenbohrungen für Geothermie auf La Palma?
Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder – oder zumindest Beschlüsse im Regierungsrat der Kanarischen Inseln. Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich beim Thema Geothermie auf La Palma schon ein paar Mal die Stirn runzeln musste. Wir sitzen hier schließlich wörtlich auf einem Vulkan, zahlen brav saftige Strompreise und schauen seit Jahren zu, wie Gutachten um Gutachten in den Schubladen von Behörden verstaubt.
Aber halten wir kurz inne: Es gibt frischen Wind an der Geothermie-Front!
Grünes Licht für „La Palma Island Drilling“
Am Montag hat die kanarische Inselregierung Nägel mit Köpfen gemacht (oder zumindest den Bohrer etwas näher an die Erde gerückt). Das Projekt mit dem schicken englischen Namen „La Palma Island Drilling“ wurde von der vereinfachten Umweltverträglichkeitsprüfung ausgenommen.
Klingt im ersten Moment nach typischem Beamtendeutsch, bedeutet in der Praxis aber schlichtweg: Bürokratie-Bremse gelöst!
Grundlage dafür ist die europäische Notfallverordnung (2022/2577), die eigentlich dafür gedacht ist, den Ausbau erneuerbarer Energien in der EU zügig voranzutreiben. Damit sind jetzt tiefere Suchbohrungen (Sondeos) offiziell genehmigt, um das geothermische Potenzial im Bauch unserer Insel ganz konkret zu erforschen.
Warum das die wichtigste Investition für unsere Insel ist
Lassen wir die Kirche im Dorf: Nichts wäre für die Zukunft von La Palma derzeit wichtiger als der rasche Einstieg in die Geothermie.
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Energieunabhängigkeit: Ein eigenes, wetterunabhängiges Geothermie-Kraftwerk würde uns endlich aus der Umklammerung fossiler Brennstoffe und schwankender Ölpreise befreien.
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Grundlastfähigkeit: Während Sonne und Wind Pause machen können, kocht die Erdhitze unter unseren Füßen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr durch.
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Echte Nachhaltigkeit: Keine riesigen Wüstenei-Landschaften voller Paneele oder Windräder an jeder Ecke, sondern saubere Energie direkt aus der Tiefe.
Aber – und dieses kleine Resttrauma bleibt uns Inselbewohnern wohl erhalten – man lernt über die Jahre ja eine gewisse Skepsis.
Können wir den Experten diesmal wirklich vertrauen?
Schon im Februar hatte ich mich intensiv mit den Ankündigungen und Versprechungen der Experten auseinandergesetzt. Wer sich noch an meine Analyse erinnert (oder nachlesen möchte: Geothermie auf La Palma: Können wir den Experten diesmal vertrauen?), weiß, dass zwischen ankündigungsstarken Schlagzeilen und dem ersten tatsächlichen Strom aus der Steckdose auf den Kanaren meist einige Jahre ins Land ziehen.
Dass die Politik jetzt europäische Sondervorschriften nutzt, um das Verfahren abzukürzen, stimmt mich zumindest verhaltend optimistisch. Es scheint, als hätte man verstanden, dass wir nicht noch fünf Jahre auf Umweltberichte warten können, um festzustellen, ob heißes Wasser unter Cumbre Vieja & Co. fließt.
Mein Fazit: Bohrer ansetzen und los!
Dass die Erkundungsbohrungen nun ohne kilometerhohe Hürdenlauf-Bürokratie starten können, ist ein längst überfälliger Schritt. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Bohrer baldmöglichst auch wirklich im Boden versenkt werden und man nicht auf der Hälfte der Strecke wieder ein neues Formular entdeckt.
Ich werde das Geschehen für euch auf jeden Fall weiter im Auge behalten – und berichte, sobald der erste Dampf aufsteigt!
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