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Wenn die Kanaren-Kreuzfahrt am Containerschiff endet: Mein Schiff 3 muss in die Werft!
Kurz & knapp: Da freut man sich monatelang auf 20 sonnige Tage Richtung Madeira, Teneriffa, La Gomera und Lanzarote – und dann kommt das Traumschiff nicht einmal aus dem Hafen heraus! Am Sonntagabend gab es am Bremerhavener Containerterminal einen gewaltigen Rumpelschock: Die Mein Schiff 3 kollidierte beim Ablegen gleich mit zwei Containerschiffen. Ergebnis: Abgebrochene Rettungsboote, Scherbenmeer, Reiseabsage für über 2.400 Gäste – und bei mir auf La Palma ein gewaltiges Déjà-vu!
Der Schock an der Kaje: Wenn 2.400 Koffer umsonst gepackt wurden
Es sollte der große Aufbruch in den Süden werden. Doch statt Meeresbrise und Willkommens-Sekt gab es für die 2.428 Passagiere an Bord der Mein Schiff 3 ein ganz anderes Programm. Noch im Hafenbereich krachte der Kreuzfahrtriese mit dem Containerschiff MSC Victorine und der MSC Anne F zusammen.
Was bei Dunkelheit noch nach einem „kleinen Missgeschick“ klingen mochte, entpuppte sich am Montagmorgen bei Tageslicht als echtes Desaster. Die Bilanz des Schreckens:
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Totalschaden bei den Rettungsmitteln: Drei Rettungsboote samt Aufhängung sind komplett hinüber. Ohne ausreichende Kapazitäten darf kein Schiff der Welt auch nur einen Meter aufs offene Meer hinausfahren.
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Brücke und Rumpf lädiert: Eingedrückte Relings, ein Trümmerfeld aus zerbrochenen Glasscheiben auf den Oberdecks und ein abgeknickter Scheinwerfer an der Brückennock.
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Auch die Frachter haben Schrammen: Die MSC Victorine verzeichnete im Heckbereich sogar einen 10 Meter langen Riss in der Bordwand. Das war keine Schramme mehr, das war eine Breitseite!
Der Kapitän informierte seine Gäste am Morgen mit gewohnter maritimer Seelenruhe über das unvermeidliche Ende der Reise und bedankte sich für das vorbildliche Verhalten der Passagiere. Die Konsequenz von TUI Cruises: Reiseabbruch. Die Urlauber packen nun wieder die Koffer und treten die Heimreise an, während das Schiff für den Schiffs-TÜV und die Werft vorbereitet wird.
Das Netz schläft nicht: Dramatische Bilder auf X und Instagram
Wer die Zerstörung aus nächster Nähe sehen möchte: Im Netz kursieren bereits etliche Aufnahmen. Ein Video auf X (vormals Twitter) sowie eindrucksvolle Reels auf Instagram zeigen das Schadensausmaß am Bug und die komplett zertümmerten Rettungsboote an der Steuerbordseite im Detail. Da blutet jedem Kreuzfahrt-Fan das Herz!
Kruīza kuģis “Mein Schiff 3” taranē konteinerkuģi https://t.co/yr3tuC8evQ https://t.co/YORS01ov7h
— Jānis Tereško (@JanisTeresko) October 25, 2026
Mein persönliches Déjà-vu: Mein Schiff 3 und die Tücken der Häfen
Als ich von dem Unfall in Bremerhaven las, schoss mir sofort eine Erinnerung in den Kopf. Denn die Mein Schiff 3 und stürmische Hafensituationen – das ist eine ganz besondere Liebesgeschichte!
Wir erinnern uns zurück: Im Februar 2015 lag ebenjener Kreuzfahrtriese im Hafen von Santa Cruz de La Palma. Plötzlich peitschten Böen über den Mole-Wellenbrecher, ein Haltepoller riss ab und der 293-Meter-Koloss machte sich bei Sturm selbstständig!
Damals wie heute zeigte sich: Ein Kreuzfahrtschiff ist ein gewaltiger Windfänger. Damals auf La Palma ging glücklicherweise nach einem dramatischen Manöver alles gut aus – in Bremerhaven hatte das Schiff diesmal leider weniger Platz zum Ausweichen. Wer den historischen Bericht von damals noch einmal nachlesen möchte: Hier geht es zu meinem Archiv-Artikel von 2015: Mein Schiff 3 reißt sich auf La Palma los.
Die gecancelte Route: Was den Gästen entgeht
Besonders bitter ist die Absage, weil die geplante 20-Tage-Route (25. Oktober bis 14. November) wirklich ein Traum für jeden Sonnenhungrigen gewesen wäre:
Die Ausfall-Route: Bremerhaven ➔ La Coruña ➔ Porto ➔ Lissabon ➔ Funchal (Madeira) ➔ San Sebastián (La Gomera) ➔ Santa Cruz (Teneriffa) ➔ Arrecife (Lanzarote) ➔ Las Palmas (Gran Canaria) ➔ Agadir ➔ Bremerhaven.
Statt Vulkanlandschaften auf den Kanaren und Atlantiksonne heißt es für die Urlaubsgäste nun erst einmal wieder: Zurück ins herbstliche Deutschland.
### Nächster Anlauf zur Kanaren-Kreuzfahrt? Auf eigene Faust die Inseln erkunden!
Wer jetzt den ersten Schock verdaut hat und schon die nächste Kreuzfahrt zu den Kanarischen Inseln plant, sollte eines nicht vergessen: Die schönsten Erlebnisse auf Teneriffa, La Palma, Gran Canaria oder Lanzarote erlebt man selten im vollgestopften Ausflugsbus der Reederei!
Wer die Inseln wirklich intensiv, flexibel und ohne Stress entdecken möchte, plant seine Landgänge am besten auf eigene Faust.
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Mein Fazit
Auch wenn es für alle Passagiere extrem ärgerlich ist – Sicherheit geht auf See immer vor. Lieber ein geplanter Abbruch an der Kaje in Bremerhaven als ein Notfall auf dem offenen Atlantik ohne funktionierende Rettungsboote! Wir wünschen der Crew der Mein Schiff 3 und der Werftmannschaft eine zügige Reparatur, damit der Ozeanriese bald wieder Kurs auf unsere Inseln nehmen kann.
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