Vulkanfolgen – jetzt beginnt die Aufarbeitung

Lavastrom - Vulkanfolgen

Vulkanfolgen werden La Palma eine lange Zeit beschäftigen -

Nach dem Ende der erup­ti­ven Pha­se des Vul­kans Cabe­za geht es jetzt dar­um, die Vul­kan­fol­gen not­dürf­tig zu repa­rie­ren. Vor allem soll die Infra­struk­tur eini­ger ver­schüt­te­ter Stra­ßen und die Was­ser­ver­bin­dung pri­mär ange­gan­gen werden.

Als ers­te Auf­ga­be hat man die Frei­le­gung der Kreu­zung in La Lagu­na ins Auge gefasst. Auch wenn es nur ein rund 100 meter­brei­ter Lava­strom ist, gestal­tet sich das Abtra­gen auf­grund des har­ten Basalt­ge­steins als zähe und lang­wie­ri­ge Auf­ga­be. Also hat die Pevol­ca ent­schie­den, als Not­fall­maß­nah­men die Ober­flä­che zunächst ein­zu­eb­nen und eine Art befahr­ba­re Ram­pe über den Lava­strom zu bauen.

Lavastrom

Hier sol­len dann auch am Ran­de groß­vo­lu­mi­ge Was­ser­roh­re zur Bewäs­se­rung der süd­lich lie­gen­den Bana­nen- und Avo­cado­plan­ta­gen ver­legt wer­den. In der Fol­ge­zeit kann dann der ursprüng­li­che Zustand der Stra­ße viel­leicht wie­der her­ge­stellt werden.

Für die ers­ten durch die Vul­kan­fol­gen eva­ku­ier­ten Bewoh­ner beginnt die teil­wei­se und schritt­wei­se Rück­kehr am 3. Janu­ar 2022. Die Ent­schei­dung wird nach Kon­sul­ta­ti­on der Exper­ten getrof­fen, die die Ent­wick­lung des Gebiets ver­fol­gen, ins­be­son­de­re nach­dem sicher­ge­stellt wur­de, dass kei­ne Pro­ble­me mit der Luft­qua­li­tät vor­lie­gen. Auch für sie wird das Wie­der­ein­le­ben in einer völ­lig ver­än­der­ten Umge­bung nicht ein­fach werden

Mehr als tausend Menschen in Notfall- und Sicherheitsaufgaben

Auf der ande­ren Sei­te wur­den wäh­rend des Vul­kan­aus­bruchs tau­send Sicher­heits- und Ret­tungs­kräf­te zwi­schen der Guar­dia Civil, dem Gene­ral­korps der kana­ri­schen Poli­zei, der Mili­tä­ri­schen Not­fall­ein­heit, der Natio­nal­po­li­zei, der ört­li­chen Poli­zei, den Forst­feu­er­inter­ven­ti­ons- und Ver­stär­kungs­teams ein­ge­setzt , Bri­ga­de gegen Wald­brän­de, Mit­ar­bei­ter des Cabil­do de La Pal­ma, Ein­satz­kräf­te der Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln, Rotes Kreuz und Feu­er­weh­ren ver­schie­de­ner Inseln des Archipels.

Dazu kamen Frei­wil­li­ge, die in Not­fäl­len an ver­schie­de­nen Orten in dem gesam­ten Gebiet des Ari­da­ne-Tals gear­bei­tet haben, dar­un­ter etwa 200 wei­te­re Menschen.

Ihnen gilt der Dank für den bis­he­ri­gen Ein­satz, die Hilfs­be­reit­schaft und die vie­len Ent­beh­run­gen und die auch über die Fei­er­ta­ge geleis­te­te Arbeit an der Front. Noch ist ihr Ein­satz nicht been­det und ihre wei­te­re Hil­fe drin­gend nötig. 

16.45 Uhr - Es war ein har­tes Jahr für La Pal­ma. Neben Coro­na, die gro­ßen Brän­de in El Paso und Los Lla­nos und dann noch der Vul­kan­aus­bruch des Cabe­za. Fast alles, bis auf Coro­na scheint über­stan­den. Pal­me­ros sind ein har­tes Volk, die im Lau­fe ihrer Geschich­te vie­le Kata­stro­phen über­lebt haben.

Fran Santana Weg oberhalb des neuen...
Fran Santana Weg oberhalb des neuen Vulkans von La Palma getestet

Ich dan­ke allen Lesern, den vie­len Kom­men­ta­to­ren mit dem die­ser Blog lebt, allen Gra­tu­lan­ten und wün­sche uns allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2022. Solan­ge es mei­ne Gesund­heit zulässt wer­de ich auch im neu­en Jahr wei­ter berich­ten. Bes­ten Dank und bis bald.

Samstag, der 1.1.2022

9.00 Uhr - Die Sil­ves­ter­nacht ver­lief auf La Pal­ma erwar­tungs­ge­mäß ruhig. Die Men­schen haben nach all der Auf­re­gung und Zer­stö­rung nicht all­zu viel Grund aus­gie­big wie sonst zu fei­ern, obwohl der Vul­kan jetzt Ver­gan­gen­heit ist.

9.15 Uhr – Ein Foto aus dem Orts­zen­trum von La Lagu­na. Die Ori­gi­nal­auf­nah­me und ein­ge­blen­det eine Wär­me­bild­auf­nah­me. Im Unter­grund im Lava­strom steckt noch viel Wär­me und Hitze.

13.45 Uhr – Ita­hi­za Domín­guez, IGN-Seis­mo­lo­ge: „Irgend­wann wird es auf La Pal­ma wie­der einen Aus­bruch geben, er ist unver­meid­lich“. Dafür brau­chen wir kei­nen pro­fes­sio­nel­len Vul­ka­no­lo­gen. Zu die­ser Aus­sa­ge kommt auch jeder Laie.

Er soll uns lie­ber sagen, wann und wo das nächs­te Ereig­nis ein­tritt. Kann er nicht. Das zeigt die Gren­zen der Wis­sen­schaft. Dar­an soll­te die Vuka­no­lo­gie arbei­ten. Mit Mes­sen und Beob­ach­ten steckt die­ser Zweig noch in den Kin­der­schu­hen und leis­tet im Augen­blick nur einen gerin­gen Bei­trag für eine recht­zei­ti­ge War­nung der Bevölkerung.

15.00 UhrVul­kan Cabe­za heu­te Mor­gen von mei­ner Toch­ter aus El Paso aus aufgenommen.

 

Sonntag, der 2.1.2022

9.00 Uhr - Am Mor­gen um 7.15 Uhr nur ein leich­tes Erd­be­ben von ML1,7 aus 13 km Tie­fe unter Mazo.

10.45 Uhr - Für Betrof­fe­ne des Vul­kan­aus­bruchs auf La Pal­ma wur­de über die öffent­li­che Gesell­schaft Car­to­grá­fi­ca de Cana­ri­as (Grafcan) ein kos­ten­lo­ser Luft­bild-Zer­ti­fi­zie­rungs­dienst ein­ge­rich­tet. Die­ses Doku­ment wird dazu die­nen, das Erbe der Bür­ger vor Ort zu iden­ti­fi­zie­ren, wie es vor dem Durch­gang der Lava war.

Um die­ses Luft­bild­zer­ti­fi­kat zu erhal­ten, kann es über die E‑Mail atencionalcliente@grafcan.com , tele­fo­nisch unter 922 237 860 und 928 336 860 oder per­sön­lich in den Grafcan-Büros auf Tene­rif­fa (Cal­le Panamá, 34, Polí­go­no Süd­küs­te von San­ta Cruz de Tene­ri­fe) und Gran Cana­ria (Ave­ni­da Juan XXIII, 7, Cam­po Espa­ña-Gebäu­de in Las Pal­mas de Gran Cana­ria) ange­for­dert werden.

11.00 Uhr - Die heu­te noch bestehen­de Sperr­zo­ne um den Vul­kan Cabeza.

 

14.00 Uhr - María José Blan­co von der IGN mit einer inter­es­san­ten Bild­fol­ge aus den ver­gan­ge­nen Tagen.

14.20 Uhr - Dumm­heit macht auch vor einem Regie­rungs­prä­si­den­ten nicht halt – Der Regie­rungs­prä­si­dent der Kana­ri­schen Inseln, Ángel Víc­tor Tor­res, beteu­er­te, dass sei­ne Exe­ku­ti­ve nicht die Absicht habe, das Lava­strom­feld vor dem Vul­kan La Pal­ma zu schüt­zen, im Gegen­teil, „der Boden bleibt Eigen­tum von wem auch immer“ Ich hat­te es, das Letz­te, wor­an wir den­ken, ist der Schutz, denn was zählt, ist, den Men­schen, die hier leben, Wur­zeln zu geben und auch Chan­cen für die Land­wirt­schaft oder den Aus­bau der Infra­struk­tur zu schaffen.

So schließt die Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln ein Not­ver­ord­nungs­ge­setz für die Neu­pla­nung des gesam­ten von Lava des Vul­kans über­fal­le­nen Ter­ri­to­ri­ums ab. Dies teil­te Tor­res nach der Sit­zung der Gemisch­ten Kom­mis­si­on für Wie­der­auf­bau, Ber­gung und Unter­stüt­zung für La Pal­ma mit, die erst­mals das Ende des Aus­bruchs erklärte.

Somit ist die nächs­te Vul­kan­ka­ta­stro­phe mit all ihrem Leid bereits vor­pro­gram­miert. Die kana­ri­sche Regie­rung der PSOE ist zu fei­ge kon­se­quent Gebie­te als Natur­zo­nen aus­zu­wei­sen, um in Zukunft die­ses Elend zu ver­mei­den und kei­ne neu­en und wei­te­ren  Besied­lun­gen der hoch­ak­ti­ven Vul­kan­ge­bie­te zuzulassen. 

17.10 UhrGeneh­mi­gung des Endes der Eva­ku­ie­rung von 850 bis 1.000 Men­schen aus eini­gen Gebie­ten von El Paso, Los Lla­nos, Taza­cor­te und El Char­co. Die Direk­ti­on des Son­der­plans für den Kata­stro­phen­schutz und  Not­fäl­le auf­grund des Vul­kan­ri­si­kos der Auto­no­men Gemein­schaft der Kana­ri­schen Inseln (Pevol­ca) hat das Ende der Eva­ku­ie­rung von 800 bis 1.000 Men­schen aus ver­schie­de­nen Gebie­ten und Bevöl­ke­rungs­zen­tren von El Paso  geneh­migt , Los Lla­nos von Ari­da­ne, Taza­cor­te und Fuen­ca­li­en­te, die siche­re Bedin­gun­gen für die Rück­kehr ihrer Bewoh­ner erfül­len. Nach­barn kön­nen ab mor­gen, Mon­tag, um 09:00 Uhr, in ihre Woh­nun­gen zurückkehren.

17.30 Uhr – In die­sem Monat wird erwar­tet, dass mehr eva­ku­ier­te Ein­woh­ner in ihre Häu­ser zurück­keh­ren kön­nen, obwohl nicht alle blei­ben kön­nen, da sie in eini­gen Vier­teln, ins­be­son­de­re in Los Lla­nos, kein Trink­was­ser oder kei­nen Strom haben werden.

  • Fort­set­zung folgt

Wetteraussichten für La Palma



19 Kommentare zu "Vulkanfolgen – jetzt beginnt die Aufarbeitung"

  1. Lie­ber Man­fred, mit vie­lem Dank für die umfas­sen­den Infor­ma­tio­nen von der Isla Boni­ta wün­sche ich dir und dei­ner Fami­lie einen schö­nen Sil­ves­ter­abend und ein bes­se­res 2022 als das ver­gan­gen Jahr.
    Bis 26.10.21 habe ich noch auf mei­nem Boot in Puer­to Taza­cor­te gelebt, dann war ich so erschöpft, dass ich nach D zurück­ge­kehrt bin. Dar­um kann ich gut nach­voll­zie­hen, wie sehr die Pal­me­ros und Resi­den­ten seit 19.09. gelit­ten haben und es noch immer tun, wenn­gleich der Zenit des Leids über­schrit­ten scheint.
    Täg­lich habe ich dei­ne Berich­te ver­folgt und wer­de dei­nem Blog und der Insel wei­ter die Treue hal­ten. Wegen einer bevor­ste­hen­den OP mit Reha kann ich wohl erst im März wie­der zum Schiff und dann heißt es auch für mich, Schä­den besei­ti­gen und ande­ren hel­fen, so gut ich kann.
    Pal­me­ros und auch Atlan­tik Seg­ler sind ein zähes Völkchen.
    Wir schaf­fen das, alles wird wie­der gut!

  2. Lie­ber Manfred,
    noch­mals herz­li­chen Dank für die gute und kom­pe­ten­te Bericht­erstat­tung über die vie­len Tage des Vul­kan­aus­bru­ches. Es hat unse­rer Fami­lie sehr viel gehol­fen, immer auf dem neu­es­ten Stand gewe­sen zu sein. Mei­ne Mut­ter hat mit 89 Jah­ren das Gan­ze eini­ger­mas­sen wohl­be­hal­ten über­stan­den und wir sind heilfroh.
    Den­noch wird es auf La Pal­ma jetzt erst rich­tig viel Arbeit geben und Pro­ble­me zu lösen sein! Wie ich von Mut­ti erfah­ren habe, sind die Fami­li­en, die ihre Häu­ser ver­lo­ren haben, immer noch in keins­ter Form berück­sich­tigt wor­den. Sie bekom­men etwas Geld für Lebens­mit­tel und wer­den von einer Unter­kunft in die ande­re verlegt.…Das ist sehr trau­rig. Daher woll­te ich nach­fra­gen, ob du schon eine unter­stüt­zungs­wür­di­ge Fami­lie gefun­den hast für die Spen­den­ak­ti­on. Wenn nicht, könn­te ich dir ger­ne einen Vor­schlag machen !! Wir kön­nen das ger­ne auch per e- Mail besprechen.
    Außer­dem habe ich ein fan­tas­ti­sches Musik­vi­deo von einem pal­me­si­schen Ein­woh­ner geschickt bekom­men. Er hat die Musik kom­po­niert und singt selbst zu Bil­dern vom Vul­kan. Hast Du dar­an Inter­es­se ??? Wenn das den Men­schen gefällt, wür­de er natür­lich auch gern ein wenig Geld damit ver­die­nen. Er hat sei­ne Arbeit verloren.

    Wir wün­schen alles Gute nach La Pal­ma und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2022 – ohne Katastrophen !!
    Gaby Balizs

    • Manfred Betzwieser | 31. Dezember 2021 um 15:42 | Antworten

      Hal­lo Gaby,

      ich habe wohl eini­ge Adres­sen von Ein­woh­nern, aber mir feh­len noch Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, um einen Spen­den­auf­ruf zu star­ten. Auf das „Blaue“ wird es mit mir kei­ne Akti­on geben. Ich möch­te nur wirk­lich Bedürf­ti­ge unterstützen.
      Falls Du eine bedürf­ti­ge Fami­lie gefun­den hast, schi­cke mir Infor­ma­tio­nen Fotos, Tel. Nr. und Daten und eine Kon­to­ver­bin­dung (Mail: La.Palma @web.de). Ich wer­de mit der Fami­lie Kon­takt aufnehmen.
      Gut, mit Musik ist das so eine Sache. Er soll sein Lied hier in den Kom­men­ta­ren ein­stel­len und ein Spen­den­kon­to angeben.

      Im Grun­de bin ich für alles offen. Wün­sche auch einen guten Start ins Jahr 2022.

      Man­fred

  3. Am Ende die­ses Jah­res möch­te ich mich für die aus­führ­li­chen Berich­te bedanken.
    Ich wün­sche ihnen einen guten Rutsch und alles Gute für 2022.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen von der Insel Sylt
    Eva Bökenheide

  4. Lie­ber Manfred,

    Dir und Dei­ner Fami­lie wün­schen wir das Bes­te für das Jahr 2022. 

    Wir hof­fen sehr, dass die Insel nun zur Ruhe kommt. Das Ende des Aus­bruchs war das schöns­te Weihnachtsgeschenk. 

    Wir wün­schen Allen, ins­be­son­de­re den vie­len betrof­fe­nen Fami­li­en, dass sie die­se Tra­gö­die bald auf­ar­bei­ten kön­nen, dass Gel­der flie­ßen und dass jede ein­zel­ne per­sön­li­che Not ihr Ende fin­det – auch wenn es noch viel Zeit und Kraft kostet.
    Vie­len Dank an Dich für Dei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz, Dei­ne Recher­chen und die täg­li­che hoch­wer­ti­ge Berichterstattung. 

    Un salu­do y un abrazo

    Sabi­ne & Bernd

    • Hal­lo Herr Betzwieser,
      Lei­der habe ich bei mei­nem vor­he­ri­gen Ein­trag total ver­ges­sen, Ihnen für ihren täg­li­chen Infor­ma­ti­ons­ein­satz ganz herz­lich zu danken.
      Da ich selbst seit dem 24.9. eva­ku­iert bin und es viel­leicht noch ein klei­nes Weil­chen blei­ben werde/bleiben muss! war ich auch immer auf ihre Aus­füh­run­gen in ihrem Blog ange­wie­sen. Ich habe es meist mehr­fach am Tag aufgerufen.…und freu­te mich immer sehr über neue Infor­ma­tio­nen wobei auch Ängs­te hochkamen…

      Ja, es war eine schlim­me Zeit auch für mich die hof­fent­lich bald vor­bei sein wird. Die Auf­ar­bei­tung wird aber bestimmt noch län­ger andau­ern, die Ner­ven bis zum Zer­rei­ßen gespannt, aber ich den­ke immer dar­an, dass es vie­len Men­schen auf La Pal­ma viel schlim­mer, als mir, geht. Man trifft so vie­le Men­schen die alles ver­lo­ren haben. Es ist so schreck­lich! und mir kom­men die Tränen.
      Mei­ne Schä­den, haupt­säch­lich Gar­ten und wegen lan­ger Strom- und Was­ser­ab­schal­tung sind dage­gen übersehbar.

      Auch herz­li­chen Dank für das heu­ti­ge Foto vom Cruz La Lagu­na, da ist gut nach­voll­zieh­bar wie die Lava gelau­fen ist. Ich bin ein tota­ler Glücks­pils dass die­se Kreu­zung zuerst in Angriff genom­men wird.…

      Guten Rutsch und alles erdenk­lich Gute, vor allem Gesund­heit und bit­te kei­ne Kata­stro­phen mehr in 2022
      VG

  5. Lie­ber Manfred,

    ich neh­me den heu­ti­gen, letz­ten Abend im Jahr 2021 als Gele­gen­heit, end­lich mal ein herz­li­ches Dan­ke­schön zu sagen für Ihre umfas­sen­den Infor­ma­tio­nen über unse­re erklär­te Lieblingsinsel. 

    Seit 10 Jah­ren besu­chen wir La Pal­ma im Novem­ber. Dank Ihrer aktu­el­len und mut­ma­chen­den Berich­te haben wir in die­sem Jahr von einer Stor­nie­rung unse­rer Buchung abge­se­hen und zwei sehr schö­ne Wochen in Punt­agor­da verbracht. 

    Die Rei­se nach la Pal­ma hat zwar noch nie so lan­ge gedau­ert, wir waren 17 Stun­den unter­wegs, weil mit Zug, Flie­ger und Fäh­re, aber man sagt ja: der Weg ist das Ziel!

    Wir freu­en uns auf den kom­men­den Novem­ber, ver­fol­gen wei­ter­hin täg­lich Ihre Berich­te und wün­schen allen auf La Pal­ma leben­den Men­schen ein gutes Jahr 2022 und vor allem gutes Gelin­gen bei allen Vor­ha­ben für die Isla Bonita

    Herz­li­che Grü­ße aus dem Dreis­amtal Katrin

  6. Lie­ber Manfred
    Alles Gute im Neu­en Jahr, möge die­ses Neue Jahr mehr Hoff­nung und Ent­span­nung brin­gen für alle Insulaner.

    Ich dan­ke für die guten Infor­ma­tio­nen und die tol­le Beschrei­bung der Vulkanlage.Das war für mich in Bay­ern leben­de die ein­zi­ge Mög­lich­keit solch gute Details zu erhalten.
    Es gab noch eine gute Sei­te die täg­lich Vide­os vom Gesche­hen gesen­det hat( Bananeninsel).
    Dan­ke und nur das Bes­te für 2022
    Iris

  7. Joachim Ehrich | 1. Januar 2022 um 13:45 | Antworten

    Das Foto aus dem Orts­zen­trum von La Lagu­na mit der ein­ge­blen­de­ten Wär­me­bild­auf­nah­me ist groß­ar­tig. So etwas gehört in ein Schulbuch.

    • Hal­lo Man­fred, hal­lo Joachim,
      das Foto mit der ein­ge­blen­de­ten Wär­me­bild­auf­nah­me fin­de auch ich wirk­lich toll.
      Was mir auf­ge­fal­len ist:
      Das Flach­dach hin­ter dem Eck­haus sieht für mei­ne unge­schul­ten Augen etwa so warm aus wie der Stras­sen­ver­lauf mit der Lava.
      Nach Schat­ten­län­ge der Per­so­nen scheint das Bild um die Mit­tags­zeit auf­ge­nom­men wor­den zu sein. Die Lava ist schwarz und absor­biert die Son­nen­ein­strah­lung perfekt.
      Sprich:
      Der Demons­tra­ti­ons­ef­fekt des Bil­des ist super, basiert aber lei­der auf Bild­ma­te­ri­al das wirk­lich anders inter­pre­tiert wer­den kann.
      Das glei­che Bild früh am Mor­gen wäre gewiss wiss­ent­schaft­lich gese­hen aussagekräftiger.
      Sehr Schade.
      Aber ger­ne las­se ich mich korrigieren.
      Rainer

      • stefan körner | 2. Januar 2022 um 10:21 | Antworten

        Genau das habe ich ges­tern auch gedacht, aber nicht getraut zu pos­ten. Ohne Wär­meska­la ist die Aus­sa­ge­kraft gering, aber wenn man von grau­em Asphalt in kana­ri­scher Win­ter­son­ne aus­geht, sagen wir 30 Grad Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tur, und bei den Men­schen 20–25 Grad Haut­tem­pe­ra­tur, dann hat die Lava – auch in der Son­ne, wie rich­tig bemerkt – so sehr grob geschätzt 50–55 Grad. Das ist harm­los, des­halb lau­fen auch alle drauf rum, und die Bau­ge­rät­schaf­ten inter­es­siert es auch nicht. Wie hier ja mehr­fach fest­ge­stellt, iso­liert Lava sehr gut, als0 könn­te es 15, 20 cm tie­fer anders aus­se­hen – wirk­lich inter­es­sant wäre mal eine IR-Auf­nah­me von einem frisch mit dem Abbruch­bag­ger geris­se­nen Loch in der Lava.

  8. Tja, das Bild mit der Wär­me­bild­ka­me­ra zeigt doch zumin­dest, dass man die Abküh­lung der Lava nicht abwar­ten muss, um mit „Not­maß­nah­men“ dar­über Fahr­bah­nen zu bauen.

    Man wird mit den ent­spre­chen­den Gerä­ten an ande­ren Stel­len, wo die Lava weit­aus höher liegt und man Stre­cken braucht, wohl ermit­teln kön­nen, ob dar­un­ter gefähr­li­che Hohl­räu­me lie­gen (die ggf. mit Mate­ri­al an die­sen Über­brü­ckungs­tei­len gefüllt wer­den kön­nen). Wenn da auch kei­ne Risi­ken mehr mit Gasen zu erwar­ten sind.

  9. Lie­ber Manfred,
    auch von mir herz­li­cf­hen Dank für die letz­ten Mona­te Bericht­erstat­tung, die mir aus der Fer­ne sehr über die stetn, teil­wei­se sehr bedrück­ten, Gedan­ken, mit denen ich bei Freun­den und Bekann­ten auf der Insel war, gehol­fen haben. Und es ist ja nicht nur die Sei­te zum Vul­kan­aus­bruch, die du mit Infor­ma­tio­nen und guten Fotos bis heu­te inten­siv füllst.
    Möge 2022 für dich und dei­ne Fami­lie ein krea­ti­ves, gesun­des und ent­spann­tes Jahr mit einem bal­di­gen Ende der Pan­de­mie sein.
    Lie­be Grüße

  10. Lie­ber Man­fred, auch von mir vie­len Dank für Dank für die umfas­sen­de, sach­li­che und kom­pe­ten­te Bericht­erstat­tung wäh­rend des Vul­kan­aus­bruchs. So kon­zen­triert und mit so vie­len nütz­li­chen links gespickt habe ich kei­ne ande­re „Vul­kan­sei­te“ gefunden.
    Ich wün­sche Dir und allen nati­ven und zuge­wan­der­ten Pal­me­ros ein bes­se­res 2022 als das in wahrs­tem Sin­ne- ob Wald­brän­de, Coro­na oder Vul­kan­aus­bruch- kata­stro­pha­le Jahr 2021. Möge alles so schnell als mög­lich wie­der gut werden!
    Ein klei­ne Bemer­kung noch zum Wie­der­auf­bau des Ver­kehrs­sys­tems: Wenn ein sta­bi­ler Basalt­un­ter­grund ent­stan­den ist (also ohne Hohl­räu­me oder insta­bi­len Asche­schich­ten) macht es nur in den sel­tens­ten Fäl­len Sinn, die­sen Unter­grund wie­der bis zum ursprüng­li­chen Stra­ßen­ni­veau auf­zu­bre­chen. So weit ich es aus vul­ka­ni­schen Gebie­ten weiß (ich schrieb ja schon ein­mal dar­über) ist es Stand der Tech­nik, sol­che Lava­zun­gen ein­fach nur zu glät­ten und die neue Stra­ße dar­über zu legen. Die Zufahr­ten zu den Grund­stü­cken wer­den dann mit fla­chen Ram­pen rea­li­siert. Das sieht auch ästhe­ti­scher aus als Schluch­ten aus schwar­zem Gestein in die Land­schaft zu fräsen.
    Lie­be Grü­ße auf die (hof­fent­lich bald wie­der grü­ne) Isla Bonita!

  11. Zum The­ma vom 02.01.22 „Dumm­heit macht auch vor einem Regie­rungs­prä­si­den­ten nicht halt“ 

    Das kann man wohl laut sagen. Ich bin scho­ckiert – ja schon fast ent­setzt – dass ein Regie­rungs­mit­glied eine sol­che – mei­nes Erach­tens stu­pi­de – „Stra­te­gie“ aus­üben will.

    Wie schon geschrie­ben ist so die nächs­te Kata­stro­phe und die nächs­ten Genera­tio­nen vol­ler Leid bereits vor­pro­gram­miert. Es geht mir nicht in den Kopf wie man so naiv han­deln kann.

    Klar ver­ste­he ich dass es vie­le Leu­te gibt denen im zer­stör­ten Gebiet Land gehör­te und man dass nicht ein­fach so ver­lie­ren will. Aber in einer solch kri­ti­schen Zone alles neu zu besie­deln und qua­si die alten Feh­ler wie­der zu machen ist für mich abso­lut unverständlich.

  12. Dr. Andreas Keibel | 3. Januar 2022 um 12:04 | Antworten

    Mit dem nun im Wege her­um­lie­gen­den Basalt­ge­stein könn­te man Lava-Kanä­le for­men, um zukünf­ti­ge Aus­brü­che kon­trol­liert um Sied­lun­gen her­um lei­ten zu kön­nen. Gewis­ser­ma­ßen als Terraforming.

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