Drohnen Aufnahme von La Laguna

Lavastrom - Drohnen

Drohnen als Helfer für Einsatzkräfte -

Droh­nen sind schon eine fei­ne Sache, wenn sie nutz­voll in einem Kata­stro­phen­fall ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Wie hier eine Droh­nen Auf­nah­me vom Don­ners­tag, die den Ver­lauf der Lava­strö­me zeigt. Die Kir­che rechts an der Baum­rei­he steht noch, eben­so die Feu­er­wa­che. Rechts oben liegt Puer­to de Tazacorte.

Unter den Lava­mas­sen begra­ben, das Zen­trum mit der Kreu­zung von La Lagu­na. Deut­lich auch zu sehen, dass die Lava­fin­ger süd­lich nach links ten­die­ren. Inzwi­schen sol­len sich die Strö­me ver­eint haben und links am alten Vul­kan­ke­gel Rich­tung Meer flie­ßen. Im Moment läuft der Lava­strom sehr lang­sam und dürf­te 60 Meter vor dem Atlan­tik ste­hen. Viel­leicht gibt es heu­te eine aktu­el­le­re Auf­nah­me die den aktu­el­len Sach­stand zeigt.

Kräftigster und schädlichster Vulkan seit 1430

Der Vul­kan Cabe­za wird als der weit­läu­figs­te und schäd­lichs­te Vul­kan auf La Pal­ma in die Geschich­te ein­ge­hen . Der Erup­ti­ons­pro­zess, der am 19. Sep­tem­ber begann, hat bis heu­te 866 Hekt­ar Land begra­ben, rund 1000 Häu­ser und Gebäu­de zer­stört und 67,6 Stra­ßen­ki­lo­me­ter beschä­digt. Davon sind 62 Kilo­me­ter kom­plett ver­schüt­tet. Das ergibt sich aus der Kar­tie­rung des Copernicus-Systems.

Die sie­ben bis­her seit 1430 doku­men­tier­ten Vul­ka­ne rich­te­ten bei wei­tem nicht so gro­ße Schä­den an, bestä­tigt die Exper­tin für his­to­ri­schen Vul­ka­nis­mus auf den Kana­ri­schen Inseln und Pro­fes­so­rin für Phy­si­sche Geo­gra­phie an der Uni­ver­si­tät von La Lagu­na, Car­men Romero.

Wie hoch ist der Vulkan Cabeza heute

Die am 19. Sep­tem­ber begon­ne­ne Kegel­bil­dung des Vul­kans Cabe­za beträgt der­zeit etwa 200 Meter und die end­gül­ti­ge Höhe hängt von der Dau­er des Phä­no­mens oder der Art des aus­ge­sto­ße­nen Mate­ri­als ab. Es gab als Grund­la­ge bereits einen Vul­kan­ke­gel namens Cabe­za de Vaca.

Ein Vul­kan kann stark in die Höhe wach­sen und sogar Tau­sen­de von Metern errei­chen, aber die­se Höhen wer­den dank der Schich­tung neu­er Erup­tio­nen auf älte­ren erst mit lan­ger Zeit erreicht. Gut zu sehen am Bei­spiel Tei­de auf Tene­rif­fa mit 3715 Meter Höhe.

Auf La Pal­ma wäre der Vul­kan San Anto­nio, unser Vor­zei­ge­vul­kan, so ein Bei­spiel. Ers­ter Aus­bruch rund 2000 Jah­re vor Chris­tus und erneu­te Erup­ti­on im Jah­re 1677. Die meis­ten ande­re Vul­ka­ne auf der Insel ent­ste­hen neu an ande­rer Stel­le und ver­schüt­ten älte­re Vul­ka­ne. Aber die Insel wächst auch lang­sam in die Höhe, Brei­te und Län­ge. Es sind lang­wie­ri­ge Pro­zes­se, die jetzt schon 1,8 Mio. Jah­re andauern.

Hier noch eini­ge Infor­ma­tio­nen zu Droh­nen.

10.10 Uhr - Regen soll kom­men – Die Pevol­ca emp­fiehlt, dass die Dächer der Gebäu­de sau­ber sind, bevor es zu reg­nen beginnt, um „einen sofor­ti­gen Anstieg des Gewichts der Asche“ auf ihnen zu vermeiden.

12.00 Uhr – Die Instal­la­ti­on der Meer­was­ser-Ent­sal­zungs­an­la­ge in Puer­to Naos schrei­tet vor­an. Es wur­den meh­re­re gro­ße Tanks mit einem Volu­men von 25.000 Liter auf­ge­baut. Unter ande­rem wur­den auch die Ein- und Aus­lauf­samm­ler der Pump­sta­ti­on instal­liert, Grä­ben für Was­ser- und Strom­lei­tun­gen geschlos­sen, Druck­sen­so­ren und Durch­fluss­mes­ser instal­liert und meh­re­re erfolg­rei­che Meer­was­ser­brun­nen-Strö­mungs­tests und Injek­tio­nen vom Tan­ker an das Ufer gebaut. Mor­gen soll die Anla­ge in Betrieb gehen.

 

12.15 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Stel­lung­nah­me wur­den 135 Erd­be­ben in dem von der vul­ka­ni­schen Reak­ti­vie­rung von Cumbre Vie­ja betrof­fe­nen Gebiet loka­li­siert , 14 die­ser Erd­be­ben wur­den von der Bevöl­ke­rung gespürt, wobei die maxi­ma­le Inten­si­tät bei den auf­ge­tre­te­nen Erd­be­ben in der Epi­zen­tral­zo­ne IV (EMS98) lag am 21. um 22:54 UTC mit einer Magnitu­de von 4,4 mbLg und heu­te um 6:54 mit einer Magnitu­de von 4,2 mbLg und einer Tie­fe von 33 bzw. 38 km.

Das Erd­be­ben um 22:54 Uhr am 21. (4,4 mbLg) ist das größ­te Erd­be­ben des betrach­te­ten Zeit­raums. Nur zwei Erd­be­ben wur­den in einer Tie­fe von etwa 30 km loka­li­siert , die rest­li­chen Hypo­zen­tren der Zeit befin­den sich in gerin­ge­rer Tie­fe, etwa 12 km. Das vul­ka­ni­sche Tre­mor­si­gnal behält eine hohe mitt­le­re Ampli­tu­de ohne Ver­stär­kungs­im­pul­se bei. Die um 08:00 UTC gemes­se­ne Säu­len­hö­he wird auf 2.800 m geschätzt.

12.20 Uhr - Hun­de­ret­tung – Die Guar­dia Civil hat ein Ver­fah­ren eröff­net, falls die angeb­li­che Land­ret­tung der von Lava umge­be­nen Hun­de auf La Pal­ma ein Ver­bre­chen dar­stel­len könn­te. Abge­se­hen von dem Ver­wal­tungs­ver­stoß, der dazu führt, dass die Per­son oder Per­so­nen, die die Ret­tung der Hun­de hät­ten durch­füh­ren kön­nen, eine von Beam­ten der Behör­de ein­ge­rich­te­te Kon­trol­le über­sprun­gen haben.

Vor ihrer Abrei­se von den Kana­ri­schen Inseln haben die Ver­ant­wort­li­chen des gali­zi­schen Unter­neh­mens Aero­ca­ma­ras (Droh­nen­fir­ma) eine Nach­richt in sozia­len Netz­wer­ken ver­öf­fent­licht, in der sie sich „betro­gen“ füh­len und die Behör­den auf­for­dern, den Vor­fall zu untersuchen.

12.40 Uhr – Der Lava­aus­fluss am Vul­kan Cabe­za hält sich heu­te im Rah­men. Es gibt in den letz­ten Stun­den nur Beben bis ML3,7 aus der höhe­ren Mag­ma­kam­mer in 10 bis 13 km Tie­fe. Erst wenn wie­der ver­stärk­te Beben aus der Tie­fen­kam­mer bei 35 km kom­men, ist mit einem wei­te­ren Mag­ma­nach­schub zu rechnen.

14.20 Uhr – Wie die IGN mit­teilt, beträgt die Emis­si­on von Schwe­fel­di­oxid 2.710 Ton­nen pro Tag, was in den letz­ten Tagen einen rück­läu­fi­gen Trend zeigt. Im Ari­dane­tal sei die Luft­qua­li­tät eini­ger­ma­ßen gut. In Punt­agor­da im Nord­wes­ten sei aber eine hohe Kon­zen­tra­ti­on gemes­sen worden.

15.20 Uhr – Renn­fah­rer Fer­nan­do Alon­so ver­stei­gert sei­nen Helm und star­tet eine Platt­form für La Pal­ma, um Geld zu sammeln.

16.20 Uhr - Der Lava­strom, der am Don­ners­tag durch die Ver­ei­ni­gung zwei­er ande­rer auf der Höhe des Vier­tels La Lagu­na gebil­det wur­de, ist „gestoppt“ und prak­tisch nicht vor­an­ge­kom­men, hat aber „viel Druck“ mit der Ein­glie­de­rung von neu­es mag­ma­ti­sches Mate­ri­al, das von hin­ten kommt.

Dies wur­de auf einer Pres­se­kon­fe­renz des tech­ni­schen Direk­tors von Pevol­ca, Miguel Ángel Mor­cu­en­de , mit­ge­teilt, der dar­auf hin­wies, dass der Strom auf der Höhe der Schu­le ange­hal­ten hat  und „war­tet“. Falls er sei­ne Bewe­gung in Rich­tung Meer wie­der auf­nimmt, steht der Berg La Lagu­na oder Rich­tung Nord­wes­ten auf dem Weg zur Küs­te von Taza­cor­te zur Verfügung.

16.30 Uhr – Die Haupt­stadt San­ta Cruz de La Pal­ma  beginnt mit der Ver­tei­lung von FFP2-Mas­ken und Schutz­bril­len an die Bevölkerung

17.00 Uhr - Staats­prä­si­dent Sán­chez reist mor­gen wie­der nach La Pal­ma, sein fünf­ter Besuch seit dem Ausbruch.

17.10 Uhr - Still­stand der Lava­strö­me bei La Lagu­na. Aktu­el­le Auf­nah­me von heute.

Lavastrom

17.25 Uhr - Der Vul­kan Cabe­za ist heu­te sehr mun­ter. Meist Dämp­fe und Asche und wenig Lava­aus­stoß. Das Brül­len und Grol­len ist auch deut­lich auf der Ost­sei­te zu hören. Was fehlt, sind noch star­ke Beben über ML4,0.

18.30 Uhr – Car­men López von der IGN hob her­vor, dass der Vul­kan etwa 28.700 Ton­nen Schwe­fel­di­oxid aus­ge­sto­ßen habe und erklär­te, dass in den ver­gan­ge­nen Tagen ande­re nied­ri­ge­re Zah­len ange­ge­ben wur­den, da die Mes­sung sehr schwie­rig sei, hät­ten Wis­sen­schaft­ler und Exper­ten die Zah­len unterschätzt.

18.50 Uhr – So sehen im Moment die Ver­läu­fe des Lava­stroms aus:

 

  • Fort­set­zung folgt

 

Wetteraussichten für La Palma



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