Mond-Mission Artemis endet vor La Palma?
Stellt Euch vor, Ihr sitzt in Santa Cruz de La Palma entspannt auf der Terrasse eines Cafés, genießt den Blick auf den blauen Atlantik – und plötzlich plumpst eine NASA-Raumkapsel kurz vor der Küste ins Wasser. Klingt nach einem mittelmäßigen Hollywood-Kopfkino? Genau für dieses schräge Szenario hat die US-Raumfahrtbehörde NASA das Notfallkoordinierungszentrum der Kanarischen Inseln (CECOES 112) diese Woche offiziell ausgezeichnet!
Ja, Ihr habt richtig gelesen: Das kanarische Rettungssystem ist ab sofort fester Bestandteil des planetaren Notfallplans der Menschheit.
Der Besuch der NASA: Wenn der Mond-Beauftragte zum Kaffee kommt
Diese Woche gab es im Operationsraum des CECOES 112 ungewöhnlichen Besuch: Dr. Fernando Guillén, der offizielle NASA-Vertreter in Makaronesien, schaute vorbei. Im Gepäck hatte er eine Auszeichnung und ein dickes Dankeschön der Amerikaner für das Engagement der kanarischen Rettungsdienste.
Begonnen hatte diese astronomische Liebelei bereits im April. Damals reiste eine US-Delegation auf den Archipel, um sich das hiesige Katastrophenschutzsystem ganz genau anzuschauen. Die Amerikaner wollten wissen: Was passiert eigentlich, wenn ein bemanntes Raumschiff des Artemis-Mondprogramms ungeplant nicht im Pazifik landet, sondern mitten im Atlantik nahe den Kanaren niedersaust?

Geplanter ARTEMIS Programmablauf in den kommenden Jahren
Warum ausgerechnet die Kanaren?
Das Artemis-Programm der NASA hat große Ziele: Die Menschheit soll zurück auf den Mond – und von dort aus weiter zum Mars. Doch wo Menschen durch den tiefen Weltraum düsen, braucht man maßgeschneiderte Notfallpläne.
Falls ein Raumschiff bei der Rückkehr zur Erde vom ursprünglichen Kurs abweicht, muss eine Ausweichzone her. Und genau da kommt die strategische Lage der Kanarischen Inseln ins Spiel:
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Perfekte Lage: Mitten im Atlantik gelegen, sind die Gewässer um die Inseln ein ideales geografisches Sicherheitsnetz.
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Erprobte Infrastruktur: Die Katastrophenschützer demonstrierten der NASA eindrucksvoll, wie blitzschnell Hubschrauber, Seenotrettung und Koordinierungsteams einsatzbereit sind.
Ob nun Bergungsteams von Teneriffa aus starten oder Schiffe rund um La Palma und Gran Canaria umgeleitet werden müssen – die Struktur der 112 hat die NASA-Experten schlichtweg überzeugt.
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Keine Sorge: Die Mondlandung verlagert sich nicht nach La Palma!
Bevor Ihr jetzt Eure Ferngläser auf den Horizont vor Tazacorte oder Santa Cruz richtet: Die Auszeichnung bedeutet keineswegs, dass die Kanaren jetzt zum routinemäßigen Landeplatz für Mond-Kapseln umfunktioniert werden.
Es geht rein um den Fall der Fälle – das unwahrscheinlichste aller Notfallszenarien. Aber sind wir mal ehrlich: Nach Vulkanausbrüchen, Calima-Stürmen und Waldbränden schockt die Rettungskräfte auf La Palma und den Nachbarinseln ohnehin so schnell nichts mehr. Dass sie jetzt auch noch für NASA-Astronauten gerüstet sind, passt doch hervorragend ins Bild!
Falls demnächst also ein Mann im weißen Raumanzug an der Promenade von La Palma nach dem Weg fragt: Einfach freundlich lächeln, einen Barraquito anbieten und die 112 wählen. Die wissen ja jetzt bestens Bescheid!
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