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Das Auge der Guanchen: Wenn Steine dich plötzlich anstarren
La Palma Guanchen: Erinnerst du dich noch an 2015? Damals, als wir noch dachten, die größten Rätsel der Insel seien die Öffnungszeiten der lokalen Post? In diesem Sommer passierte mir etwas, das mein Bild von La Palma (und meinen Puls) nachhaltig verändert hat. Ich habe heute mal im Archiv gekramt und diesen Moment für dich neu aufbereitet.
Der Moment, in dem man an seinem Verstand zweifelt
Es war einer dieser gleißend hellen Mittage auf La Palma. Die Sonne brannte so gnadenlos, dass man eigentlich nur zwei Optionen hatte: Siesta oder Halluzinationen. Ich entschied mich unfreiwillig für eine Mischung aus beidem. Während ich so durch das Gelände kraxelte, hatte ich plötzlich dieses Gefühl, das man nur aus schlechten Krimis kennt: Ich wurde beobachtet.
Zuerst dachte ich an eine beginnende Alterspsychose oder vielleicht einen zu starken Espresso am Morgen. Ich schüttelte den Kopf, wollte den Gedanken wegwischen – und dann sah ich es.
Ein Zyklop aus Basalt
Keine fünf Meter von mir entfernt starrte mich ein Gesicht an. Kein menschliches, eher eine Mischung aus Tier und Gott, über einen Meter hoch und aus solidem Stein. Und das Beste: Es hatte nur ein Auge. Ein riesiger, in Stein gehauener Zyklop, der mich seit Jahrhunderten (oder Jahrtausenden) schweigend erwartete.
In diesem Moment bist du erst mal einfach nur baff. Man vergisst die Hitze, den Durst und die Tatsache, dass man eigentlich nur nach ein paar netten Fotomotiven gesucht hat. Da lag sie vor mir: Eine Steinmaske, fein säuberlich aus einer Felsplatte gemeißelt. Ein Fragment, das so gar nicht in das Bild der „einfachen Hirten“ passte, als die die Ureinwohner oft dargestellt werden.
Was hat uns die Maske heute zu sagen?
La Palma Guanchen: Seit diesem Fund ist viel Zeit vergangen. Die Fachwelt streitet sich ja gerne darüber, ob das nun „Lesesteinhaufen“ oder echte Pyramiden sind, an denen solche Schätze auftauchen. Ich bleibe dabei: Die Benahoaritas hatten mehr drauf, als ihnen so mancher Archäologe zutraut. Wer solche Masken meißelt, der hat nicht nur Ziegen gehütet – der hat Symbole für die Ewigkeit geschaffen.
Wenn ich heute an der Stelle vorbeikomme (oder mir die Bilder in meinem Buch „La Palma – Rätselhafte Insel“ anschaue), muss ich immer noch schmunzeln. Es ist dieser magische La-Palma-Moment: Du suchst nichts Bestimmtes und findest plötzlich eine Sensation, die dich mit einem einzigen Auge direkt in die Seele blickt.
Hast du auch schon mal das Gefühl gehabt, dass die Steine auf La Palma lebendig werden? Schreib mir das mal in die Kommentare – ich verspreche, ich halte dich nicht für verrückt. Ich war ja selbst schon dort!
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