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Sturmtief Therese verändert die Caldera de Taburiente: Sperrungen und Schäden!
Es gibt Nachrichten, die man als Wanderfreund nur schwer schlucken kann. Wir alle lieben die Cascada de Colores, diesen fast unwirklichen Ort in der Caldera de Taburiente. Doch nach dem Sturmtief „Therese“ ist nichts mehr, wie es war. Die Natur hat sich ihr Territorium mit einer Wucht zurückgeholt, die uns sprachlos macht.
Ein Wahrzeichen auf Wanderschaft
Die Zerstörungskraft der Wassermassen im Barranco del Almendro lässt sich kaum in Worte fassen. Dass das offizielle Hinweisschild des Wasserfalls bis an den Strand von Tazacorte gespült wurde, ist kein bloßes Kuriosum – es ist ein Mahnmal für die Gewalt, die oben in den Bergen gewütet hat. Wo wir früher staunend vor der farbenprächtigen Wand standen, regiert momentan die rohe Dynamik von Erdrutschen und Steinschlag.

Schild der Cascada de Colores über Kilometer bis zum Strand in Puerto de Tazacorte gespült
Ein trauriger Anblick: Der schwindende Riese
Die Cascada de Colores ist im Laufe der Jahre förmlich „geschrumpft“. Wo sie um das Jahr 2010 noch stolze zehn Meter in die Tiefe stürzte, ist sie heute durch die massiven Sedimentablagerungen auf kaum mehr als zwei Meter zusammengeschrumpft. Die Fluten haben so viel Material aus den Schluchten Rivanceras und Limonero flussabwärts gekarrt, dass der Wasserfall zunehmend versandet. Es schmerzt zu sehen, wie dieses Highlight der Insel Stück für Stück unter Geröll verschwindet.

Die Cascada de Colores noch mit Hinweisschild vor einigen Monaten
Zutritt verboten: Die Schlucht im Belagerungszustand
Das Traurigste für uns alle ist jedoch die aktuelle Ungewissheit. Der Barranco de Las Angustias ist nach dem Unwetter weiterhin komplett gesperrt. Es gibt derzeit kein Durchkommen für Wanderer. Die Wege sind zerstört, die Hänge instabil.
Wichtiger Hinweis: Nur die Ranger des Nationalparks haben derzeit Zugang, um das Ausmaß der Verwüstung zu sichten. Wir müssen uns gedulden, bis die Experten grünes Licht geben. Wann wir wieder den Weg zur Bittermandelschlucht (Barranco del Almendro Amargo) antreten dürfen, steht in den Sternen.
Die Cascada de Colores reagiert auf ihren ganz eigenen, natürlichen Zyklus. Vielleicht spülen zukünftige Regenfälle das Becken wieder frei und geben dem Wasserfall seine alte Höhe zurück. Bis dahin bleibt uns nur die Erinnerung an einen Ort, der uns immer wieder gelehrt hat, wie vergänglich Schönheit sein kann. Ein Danke an Frank aus Tazacorte für den Hinweis!
Pass auf dich auf: Bitte respektiere die Sperrungen im Nationalpark zu deiner eigenen Sicherheit.
UPDATE – Regen, Regen und noch mehr Regen
12.00 Uhr – Das Unwetter hat es auf La Palma abgesehen. Ab Dienstag wird der Himmel wieder die Schleußen öffnen. Orange Warnstufe für bis zu 120 l/m² Niederschlag innerhalb von 12 Stunden nach der AEMET Vorhersage.




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