Wie soll die Zukunft auf La Palma weitergehen?

Lava - Zukunft

Gemeinsam muss an einer neuen Zukunft gearbeitet werden -

Weni­ge Wochen nach Beginn des Vul­kan­aus­bruchs, der am 19. Sep­tem­ber 2021 statt­fand, spra­chen ver­schie­de­ne füh­ren­de Per­sön­lich­kei­ten aus Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft davon, dass in Zukunft die Insel gestärkt aus die­ser Kri­se her­vor­ge­hen müs­se und dass dies eine Ände­rung der Aus­rich­tung ihres Ent­wick­lungs­mo­dells impli­zie­re. Kurz gesagt, es ent­stand eine bis heu­te andau­ern­de Debat­te über die Gegen­wart und Zukunft von La Pal­ma, die immer posi­tiv ist, wenn sie in einer rei­fen und demo­kra­ti­schen Gesell­schaft stattfindet.

Dazu habe ich einen inter­es­san­ten Bei­trag des Öko­no­men Pedro Higi­nio Álva­rez Rodrí­guez gefun­den, den ich aus­zugs­wei­se zitie­ren will:

„Seit prak­tisch dem Beginn des Aus­bruchs sind Mil­lio­nen von Euro von den ver­schie­de­nen öffent­li­chen Ver­wal­tun­gen auf der Insel ange­kom­men. Gel­der, die aus unse­rer Sicht ohne vor­he­ri­ge Pla­nungs­ar­beit und Bedarfs­er­mitt­lung aus­ge­ge­ben, qua­si impro­vi­siert ange­legt und durch die ent­spre­chen­den inter­nen Kon­troll­me­cha­nis­men der Ver­wal­tung nicht aus­rei­chend kon­trol­liert werden.

Ins grüne Herzstück von La Palma ...
Vor­dring­lich soll­te es nur sein, sich um die Woh­nungs­pro­ble­ma­tik der Betrof­fe­nen adäquat zu küm­mern, denn fast alles ande­re braucht Argu­men­te, Ruhe und Gelas­sen­heit, um die best­mög­li­chen Ent­schei­dun­gen zu treffen.

Mehr Tourismus ist nicht die Lösung

Mit der Ent­schul­di­gung des Vul­kans haben die ver­schie­de­nen öffent­li­chen Ver­wal­tun­gen, die sich auf einen ver­meint­li­chen Not­fall beru­fen, alte Pro­jek­te und Ideen ent­staubt, die als Gan­zes ein „Puz­zle“ bil­den, das das Ari­da­ne-Tal in ein Gebiet ver­wan­deln wür­de, in dem Wirt­schafts­tä­tig­keit wach­sen muss. Es wür­de sich um ein Tou­ris­mus­mo­dell dre­hen, das auf eini­gen Inseln des Archi­pels geschei­tert ist. Ein Tou­ris­mus­mo­dell, das dafür ver­ant­wort­lich ist, dass die Kana­ri­schen Inseln die Daten in Spa­ni­en in Bezug auf Arbeits­lo­sig­keit, Aus­gren­zung und sozia­le Ungleich­heit und irrever­si­ble Umwelt­zer­stö­rung anführen.

Das aktu­el­le Wirt­schafts­mo­dell von La Pal­ma ist schwach, von außen abhän­gig, ver­wund­bar, es erlaubt nicht allen Men­schen, die arbei­ten wol­len, einen Arbeits­platz, es erwirt­schaf­tet wenig Wert­schöp­fung und ist ver­ant­wort­lich für die Ver­schlech­te­rung der Lebens­be­din­gun­gen von über 30 % der Bevölkerung.

Aber der Tou­ris­mus, wie wir ihn in ver­schie­de­nen Gegen­den der Kana­ri­schen Inseln ken­nen, ist nicht die Lösung. Die­ser Tou­ris­mus wird nicht unse­re Ret­tung sein, egal wie vie­le ver­ant­wort­li­che Poli­ti­ker unse­rer Insel es auf ermü­den­de Wei­se wie­der­ho­len. Wir kön­nen nicht län­ger gezwun­gen wer­den, zwi­schen dem Schlech­ten und dem Schlimms­ten zu wäh­len. Wenn wir ver­hin­dern wol­len, dass La Pal­ma für die nächs­ten Jah­re ein geschei­ter­tes Ter­ri­to­ri­um bleibt, brau­chen wir einen ande­ren Weg, der dar­in besteht, die Wirt­schaft und Gesell­schaft unse­rer Insel um 180º zu wenden.

Aus die­sem Grund ist es not­wen­dig und drin­gend, im Lau­fe der Zeit eine „Insel­stra­te­gie“ zu ent­wer­fen und umzu­set­zen, die einen öko­lo­gi­schen Umbau der Wirt­schafts­struk­tur von La Pal­ma ermög­licht, mit dem Ziel, das Pro­duk­ti­ons­ge­fü­ge, die sozia­len Bezie­hun­gen und die Ver­wal­tung öffent­li­cher Ange­le­gen­hei­ten anzu­pas­sen. Auf die­ser Insel, auf ein kom­ple­xes, bedroh­li­ches und unvor­her­seh­ba­res geo­po­li­ti­sches Umfeld und auf die Ver­än­de­run­gen, die bereits auf dem Pla­ne­ten statt­fin­den, die sich aus den Kli­ma­än­de­run­gen erge­ben, deren nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Wirt­schaft, das Ter­ri­to­ri­um und die Men­schen, wie wir der­zeit beob­ach­ten und dies noch tun wer­den im Lau­fe der Zeit unwei­ger­lich verschlimmern.

Vorrangige Ziele

Als Mini­mum und drin­gend soll­ten wir die fol­gen­den Her­aus­for­de­run­gen ange­hen, die ich für die­se Insel als stra­te­gisch erachte:

Den Lava­strö­men und der Faja­na (Mee­res­del­ta), die durch den Vul­kan­aus­bruch ent­stan­den sind, muss sofort der maxi­ma­le recht­li­che Schutz gewährt wer­den und der bereits ange­rich­te­te Scha­den so weit wie mög­lich rege­ne­riert wer­den, da sie einen tou­ris­ti­schen, kul­tu­rel­len und wis­sen­schaft­li­chen Aspekt ers­ten Ran­ges dar­stel­len und mehr noch, wenn auf La Pal­ma das Natio­na­le Vul­ka­no­lo­gi­sche Zen­trum errich­tet wer­den soll. In die­sem Sin­ne müs­sen die Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Zugangs­in­fra­struk­tu­ren zu Häu­sern, Nach­bar­schaf­ten und Küs­ten­städ­ten auf dem Ter­ri­to­ri­um sanft und rever­si­bel sein.

Wir müs­sen auf den Bau neu­er Stra­ßen ver­zich­ten und die­je­ni­gen lahm­le­gen, die der­zeit in Taza­cor­te, in den vom Vul­kan erzeug­ten Lava­strö­men oder in der Gemein­de Tija­ra­fe gebaut wer­den. Wir müs­sen ein für alle Mal die Behaup­tung auf­ge­ben, El Remo mit La Zamo­ra, der soge­nann­ten „Küs­ten­au­to­bahn“ oder der „El Paso Umge­hungs­stra­ße“, zu ver­bin­den. Dar­über hin­aus kann es sich die­se Gesell­schaft nicht leis­ten, wei­ter­hin Mil­lio­nen von Euro in einen neu­en Hafen von Taza­cor­te zu ver­gra­ben und zu ver­schwen­den, des­sen Nutz­lo­sig­keit mehr als offen­sicht­lich ist und ohne, dass bis­her jemand poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung über­nom­men hat.

Das Ari­da­ne-Tal muss eine ein­zi­ge Gemein­de sein. Am Hori­zont des Jah­res 2030 soll La Pal­ma nur noch drei Gemein­den haben. Eine poli­ti­sche und admi­nis­tra­ti­ve Umstruk­tu­rie­rung, die auch eine Über­tra­gung von Befug­nis­sen im Bereich der Land­ver­wal­tung durch die Rat­häu­ser zuguns­ten des Cabil­do de La Pal­ma und der Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln impli­ziert. Stadt­pla­nung soll­te den Bür­ger­meis­tern fern bleiben.

Wir müs­sen einen breit ange­leg­ten „Insel­pakt“ zum recht­li­chen, effek­ti­ven und rea­len Schutz land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen bzw. poten­zi­el­ler land­wirt­schaft­li­cher Nut­zun­gen als stra­te­gi­sche Res­sour­ce ers­ten Ran­ges errei­chen, die sie vor dem pri­mär­sek­tor­frem­den Woh­nungs­neu­bau bewahrt.

Wir müs­sen tief­grei­fen­de und weit­rei­chen­de Ände­run­gen in der Bewirt­schaf­tung und dem Besitz von Was­ser vor­neh­men und uns mit ande­ren Bewirt­schaf­tungs­kri­te­ri­en, Abfall, Mobi­li­tät und Ener­gie­res­sour­cen befassen.

Im schlimms­ten Fall wer­den die Bei­hil­fen für Bana­nen nicht wach­sen, und dies in einem Kon­text, in dem die Euro­päi­sche Uni­on mehr auf den Osten des Kon­ti­nents als auf die Inter­es­sen der Gebie­te in äußers­ter Rand­la­ge blickt. Aus die­sem Grund ist ein Plan zur Umstel­lung und schritt­wei­sen Sub­sti­tu­ti­on des Bana­nen­an­baus auf eine ande­re Art der öko­lo­gi­schen Land­wirt­schaft erfor­der­lich, deren Haupt­ziel der Insel- und Regio­nal­markt ist und damit unse­ren Selbst­ver­sor­gungs­grad mit Nah­rungs­mit­teln erhöht.

Die Schaf­fung neu­er Tou­ris­ten­bet­ten muss an die Ver­füg­bar­keit tra­di­tio­nel­ler Gebäu­de ange­passt wer­den, die saniert wer­den kön­nen, und den Neu­bau nur von sol­chen zulas­sen, die zur Kon­so­li­die­rung bestehen­der urba­ner Zen­tren beitragen.

Der Woh­nungs­neu­bau soll­te nur städ­ti­sches Land und sei­ne Peri­phe­rie beset­zen, die im Tal und auf der Insel ins­ge­samt vor­han­den sind, und so die Zer­sie­de­lung länd­li­cher Gebie­te und länd­li­cher Umge­bun­gen vermeiden.

Ökologische Ausrichtung statt Abhängigkeit

Bei all die­sen Maß­nah­men geht es dar­um, die Wirt­schaft von La Pal­ma schritt­wei­se an die öko­lo­gi­sche Rea­li­tät der Insel und die Dyna­mik einer sich ver­än­dern­den Umwelt anzu­pas­sen und nicht wei­ter in ein Ent­wick­lungs­mo­dell ein­zu­tau­chen, das auf ande­ren spa­ni­schen Inseln und Regio­nen geschei­tert ist. Das wird uns unauf­halt­sam in eine Zukunft grö­ße­rer sozia­ler und arbeits­be­ding­ter Pre­ka­ri­tät füh­ren, die zu einer irrever­si­blen Ver­schlech­te­rung des Insel­ge­biets füh­ren wird und gefähr­lich von äuße­ren Umstän­den und Ent­schei­dun­gen abhängt.

Kurz gesagt, es ist an der Zeit, dass wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se und gutes Manage­ment das poli­ti­sche Han­deln unse­rer Herr­scher kon­di­tio­nie­ren und beein­flus­sen und so einer kom­ple­xen Gegen­wart und einer unge­wis­sen Zukunft vol­ler Unbe­kann­ter mit grö­ße­rer Erfolgs­wahr­schein­lich­keit begeg­nen können.

Wir sind noch recht­zei­tig, um die Rea­li­tät umzu­len­ken. Es braucht neue und oft unpo­pu­lä­re Maß­nah­men und muti­ge Poli­ti­ker, die sie durch­set­zen, und vor allem einen Bewusst­seins­wan­del bei uns allen, der eine sol­che stra­te­gi­sche Trans­for­ma­ti­on mög­lich macht, indem er ein kon­sens­fä­hi­ges und akzep­tier­tes Insel­mo­dell ent­wirft, das dazu bei­trägt trag­fä­hi­ge Zukunft und, soweit mög­lich, mit einem grö­ße­ren Maß an Auto­no­mie gegen­über exter­nen Ent­schei­dun­gen und Schocks.“

Die­sen Aus­sa­gen kann ich mich in wei­ten Tei­len nur anschlie­ßen. Möch­te als Ergän­zung nur noch die umwelt­schäd­li­che Ener­gie­ver­sor­gung mit dem Ende­sa Die­sel­kraft­werk in San­ta Cruz de La Pal­ma anfüh­ren. Ver­säumt und jetzt vor­dring­lich muss die Umstel­lung auf rege­ne­ra­ti­ve Strom­ver­sor­gung ange­gan­gen wer­den. Was nüt­zen Elek­tro­au­tos, wenn der Strom aus die­sem Kraft­werk kommt! Die pal­me­ri­sche Poli­tik war bis­her unfä­hig, trotz vie­ler Res­sour­cen und Mög­lich­kei­ten eines der drin­gends­ten Pro­ble­me ernst­haft zu lösen.

Was ist dei­ne Mei­nung dazu? (Kom­men­tar­feld wei­ter unten)

16.30 Uhr - Die Hotel- und Nicht-Hotel­an­la­ge des Archi­pels schloss die ers­ten zehn Mona­te die­ses Jah­res mit  71,3 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen  ab, und obwohl sie im Ver­gleich zu 2019 Posi­tio­nen zurück­ge­winnt, ist sie immer noch 12,7 % von denen ent­fernt, die im glei­chen Zeit­raum vor der Pan­de­mie regis­triert wur­den. Der bemer­kens­wer­tes­te Rück­gang ist auf La Pal­ma (-45,9 %), gefolgt von La Gome­ra (-29 %), Gran Cana­ria (-20,9 %), El Hier­ro (-18,4 %), Tene­rif­fa (-9,1 %), Lan­za­ro­te (-9 %) und schließ­lich die bes­te Erho­lung ist die von Fuer­te­ven­tu­ra (-5 %).

Samstag, der 26. November 2022

9.00 Uhr – Gra­fik­kar­te über die in der ver­gan­ge­nen Woche erfolg­ten Erdstöße:

9.20 Uhr - Die der­zei­ti­ge CO2-Belas­tung in Puer­to Naos

Sonntag, der 27. November 2022

13.10 Uhr - Vul­kan­aus­bruch inspi­riert die inter­na­tio­ne Wis­sen­schaft. Eine neue Arbeit über den Aus­bruch des Tajo­gait (La Pal­ma, Kana­ri­sche Inseln) unter der Lei­tung von Con­stan­za Bona­don­na von der Uni­ver­si­tät Genf (Schweiz) in Zusam­men­ar­beit mit For­schern des Vul­ka­no­lo­gi­schen Insti­tuts der Kana­ri­schen Inseln (INVOLCAN), Uni­ver­si­tät Pisa (Ita­li­en), Uni­ver­si­tät of Man­ches­ter (Ver­ei­nig­tes König­reich), Uni­ver­si­ty of Turin (Ita­li­en), Geo­sci­en­ces Bar­ce­lo­na (GEO3BCN-CSIC) wur­de soeben in der inter­na­tio­na­len wis­sen­schaft­li­chen Zeit­schrift Jour­nal of Geo­phy­si­cal Rese­arch – Solid Earth ver­öf­fent­licht, die von der Ame­ri­can Geo­phy­si­cal Socie­ty (AGU) her­aus­ge­ge­ben wird.

Foto­gra­fie von Saul Santos

Vul­kan­aus­brü­che wer­den haupt­säch­lich in effu­siv und explo­siv unter­teilt, wenn sie mit der Emis­si­on von Lava­strö­men oder Lava­strö­men oder mit der Frag­men­tie­rung von Mag­ma ver­bun­den sind, die zur Bil­dung von Tephra-Abla­ge­run­gen führt, Mag­ma, das frag­men­tiert, aus­ge­sto­ßen und durch den Wind ver­teilt wird die Form von losem Mate­ri­al. Der Aus­bruch des Tajo­gai­te von Sep­tem­ber bis Dezem­ber 2021 auf der Insel La Pal­ma (Spa­ni­en) ist ein typi­sches Bei­spiel für einen lang andau­ern­den Hybrid­aus­bruch mit abwech­seln­der oder häu­fi­ger gleich­zei­ti­ger Emis­si­on von Lava- und Tephraströmen.

Das Lava­feld erstreck­te sich in Rich­tung des west­li­chen Sek­tors der Insel, wäh­rend sich die Tephra-Decke auf­grund eines kom­ple­xen regio­na­len und loka­len Wind­mus­ters im größ­ten Teil von NO-SW ver­teil­te. Obwohl die Tephra-Decke nur 7–16% des gesam­ten Erup­ti­ons­vo­lu­mens aus­macht, lie­fert sie grund­le­gen­de Infor­ma­tio­nen über die gesam­te Eruptionsdynamik.

Anmer­kung: Das haben wir auch auf der Ost­sei­te bemerkt. Auch wenn der Asche­aus­wurf nur weni­ge Zen­ti­me­ter Höhe betra­gen hat, sind wir heu­te noch mit der Besei­ti­gung vor allem in den Dach­rin­nen und Abflüs­sen beschäf­tigt. Durch Regen wird die Lavaa­sche nicht weg­ge­spült, da die Frag­men­te rela­tiv schwer sind und lie­gen blei­ben oder Abläu­fe verstopfen.

14.15 Uhr – Nach­trag zu einem alten Bei­trag aus dem Jah­re 2016 – Der Atom­bom­ben­un­fall von Palo­ma­res – Heu­te die­sen Bei­trag … Die ver­lo­re­nen Atom­bom­ben der USA … dazu gefunden.

Montag, der 28. November 2022

13.40 Uhr Der Vul­kan­aus­bruch stell­te für Pal­me­ros kein „signi­fi­kan­tes“ radio­lo­gi­sches Risi­ko dar. Die Schluss­fol­ge­rung der For­scher ist, dass die Bewoh­ner von La Pal­ma wäh­rend des Aus­bruchs einer jähr­li­chen effek­ti­ven Dosis­leis­tung aus­ge­setzt waren, die um etwa 14 oder 15 % höher war als die vom Wis­sen­schaft­li­chen Komi­tee der Ver­ein­ten Natio­nen für die Unter­su­chung der Aus­wir­kun­gen ato­ma­rer Strah­lung welt­weit ermit­tel­te. Daher stel­le die mit dem Aus­bruch ver­bun­de­ne Strah­lung kein „erheb­li­ches radio­lo­gi­sches Risi­ko“ dar.

14.20 Uhr -Die Regie­rungs­grup­pe des Cabil­do (PP und PSOE) beauf­trag­te ein Unter­neh­men, die Kom­men­ta­re von Bür­gern in sozia­len Netz­wer­ken über die Ver­wal­tung zu über­wa­chen. Der Ver­trag läuft vom 1. April bis 30. Novem­ber. CC hält  die Ver­wen­dung öffent­li­cher Gel­der für die­se Zwe­cke für „bedau­er­lich“. „Das zeigt, wie weit der Prä­si­dent, der Vize­prä­si­dent und ihre Regie­rungs­be­ra­ter von der Rea­li­tät der Men­schen ent­fernt sind und dass sie die Prio­ri­tä­ten der Insel nicht ver­ste­hen“, sagt Nie­ves Lady Bar­re­to. „Wol­len sie den Betrof­fe­nen bes­ser hel­fen oder geht es ihnen nur dar­um, Kri­tik zu kon­trol­lie­ren und das eige­ne Image zu beschönigen?“

Ob die­se Anschul­di­gung berech­tigt oder aus der Luft gegrif­fen ist, kann ich nicht beur­tei­len. Man merkt der Wahl­kampf steht vor der Tür.

Dienstag, der  29. November 2022

8.30 Uhr - Update über seis­mi­sche Akti­vi­tät auf Tene­rif­fa: 17:00 Uhr (Kana­ri­sche Zeit) am 28. Novem­ber 2022

Von 03:11 Uhr (Kana­ri­sche Zeit) am Frei­tag, 25. Novem­ber bis 17:00 Uhr (Kana­ri­sche Zeit) am heu­ti­gen 28. Novem­ber 2022, hat das vom Vul­ka­no­lo­gi­schen Insti­tut der Kana­ri­schen Inseln (INVOLCAN) ver­wal­te­te kana­ri­sche Seis­mi­sche Netz­werk mehr als 100 ent­deckt. Erd­be­ben von gerin­ger Grö­ße. Von die­sen Ver­an­stal­tun­gen konn­ten 77 davon gefun­den wer­den. Die Hypo­cen­tren befin­den sich vor allem im Gebiet von Las Caña­das in einer Tie­fe von 10 bis 20 km. Die maxi­mal gemel­de­te Grö­ße betrug 1,3 (Rich­ter-Ska­la). Das letz­te Erd­be­ben die­ser seis­mi­schen Serie wur­de am 28. Novem­ber 2022 um 00:57 Uhr (Kana­ri­sche Zeit) registriert.

Wetteraussichten für La Palma



5 Kommentare zu "Wie soll die Zukunft auf La Palma weitergehen?"

  1. Christian Steiner | 25. November 2022 um 21:24 | Antworten

    Lei­der war ich noch nie auf La Pal­ma, und es wird mir auch auf abseh­ba­re Zeit nicht mög­lich sein, die Insel zu besu­chen. Ich kann die Sache also nur von außen beur­tei­len, auf­grund der Din­ge, die ich hier und anders­wo gele­sen und gese­hen habe, aber immer­hin mit gewis­sen öko­no­mi­schen Grund­kennt­nis­sen und einem m. E. rela­tiv gesun­den Menschenverstand.

    Es stimmt sicher, dass unbe­grenz­tes Wachs­tum mit Umwelt­zer­stö­rung nicht die Lösung ist, gera­de für eine Insel wie La Pal­ma, die noch rela­tiv natür­lich geblie­ben ist. Die­ser Vor­schlag eines spa­ni­schen Öko­no­men geht mir aber zu sehr ins ande­re Extrem. Alle Stra­ßen durch den Lava­strom wie­der besei­ti­gen, damit die Leu­te süd­lich des Lava­stroms wie­der 2 Stun­den fah­ren müs­sen, um in den Nor­den zu kom­men? Ein Qua­si-Ver­bot jeden Neu­baus, abge­se­hen von Wohn­raum im Bereich grö­ße­rer Sied­lun­gen? Das geht alles in Rich­tung öko­so­zia­lis­ti­scher Plan­wirt­schaft. Ich bezweif­le stark, dass das bes­ser funk­tio­niert als das bis­he­ri­ge System.

    Ich unter­stüt­ze die Idee eines sanf­ten, umwelt­freund­li­chen Tou­ris­mus. La Pal­ma soll eine Insel für Natur­lieb­ha­ber blei­ben. Neue Häfen für Kreuz­fahrt­schif­fe und auto­bahn­ähn­lich aus­ge­bau­te Stra­ßen über die gan­ze Insel sind sicher nicht der Stein des Wei­sen. Ich sehe auch, dass La Pal­ma eini­ges Poten­ti­al für umwelt­freund­li­che Ener­gie­er­zeu­gung hat und dass sub­ven­tio­nier­te Bana­nen­plan­ta­gen nicht die opti­ma­le land­wirt­schaft­li­che Nut­zung sind. Aber man soll­te nicht übertreiben.

    Mei­ner Mei­nung nach soll­te man nicht mit Ver­bo­ten und Gebo­ten, son­dern mit Anrei­zen und Stra­fen arbei­ten. Und nicht mit Plan­wirt­schaft, son­der einer auf die­se Art gelenk­ten Markt­wirt­schaft. Das ist wesent­lich effi­zi­en­ter und soll­te dazu füh­ren, dass Umwelt­schutz und Nach­hal­tig­keit bes­ser bezahl­bar werden.

  2. Hal­lo Christian,
    nur zur Klar­stel­lung. Es geht nicht um die Stra­ße La Lagu­na – Las Nori­as, die durch das Lava­feld führt, son­dern um eine zusätz­li­che Ver­bin­dung an der Küs­te von Taza­cor­te nach Puer­to Naos, die schon seit 10 Jah­ren geplant war, um die Gegend wei­ter tou­ris­tisch zu erweitern.
    Gruß

    Man­fred

  3. Christian Steiner | 26. November 2022 um 12:00 | Antworten

    Ich bezog mich auf fol­gen­den Satz:
    Wir müs­sen auf den Bau neu­er Stra­ßen ver­zich­ten und die­je­ni­gen lahm­le­gen, die der­zeit in Taza­cor­te, in den vom Vul­kan erzeug­ten Lava­strö­men oder in der Gemein­de Tija­ra­fe gebaut werden.
    Ich ver­ste­he: Alle Stra­ßen in den neu­en Lava­strö­men. Das wäre für die Leu­te, die süd­lich des Lava­stroms woh­nen, eine Katastrophe.
    Noch wich­ti­ger als die Stra­ße Las Nori­as – La Lagu­na wäre die LP‑2, die irgend­wann wie­der den Haupt­ver­kehr auf­neh­men soll. Klar, das dau­ert noch. Laut dem (deut­schen) Wort­laut des Berichts dürf­te die auch nie wie­der­her­ge­stellt werden.

  4. Es wäre gut, bei sol­chen Tex­ten die Ori­gi­nal­quel­le zu nen­nen. Es mag ja durch­aus Leser geben, die des spa­ni­schen mäch­tig sind (ich rede nicht von mir).
    Offen­sicht­lich ist die Quel­le: https://www.eldiario.es/canariasahora/lapalmaahora/opinion/debemos-disenar-futuro-isla-la-palma_129_9247922.html

    Der Text ist mit goog­le-trans­la­te über­setzt. Als bes­ser gilt bei vie­len deepl.com, die­ser liefert:
    „Debe­mos ren­un­ci­ar à la con­struc­ción de nue­vas car­re­te­ras y para­li­zar las que actu­alm­en­te se están eje­cu­tan­do en Taza­cor­te, en las cola­das gene­ra­das por el vol­cán o en el térmi­no muni­ci­pal de Tijarafe.“
    -> Wir müs­sen auf den Bau neu­er Stra­ßen ver­zich­ten und die der­zeit in Taza­cor­te, in den vom Vul­kan erzeug­ten Lava­strö­men oder in der Gemein­de Tija­ra­fe im Bau befind­li­chen Stra­ßen stoppen.

    Auch für mich klingt das so, als sind hier ALLE Stra­ßen über die Lava­strö­me gemeint. Was in der Tat eine radi­ka­le For­de­rung wäre.

  5. Solan­ge auf La Pal­ma zahl­rei­che „Lokal­fürs­ten“ ihr über­stei­ger­tes Ego durch grös­sen­wahn­sin­ni­ge (Bau-)Projekte stär­ken wol­len und man sie gewäh­ren lässt, wird sich nichts ändern. In die­sem Zusam­men­hang fal­len mir spon­tan die Orts­um­ge­hung Taza­cor­te (Auto­bahn­kreuz Taza­cor­te Norte)und der jetzt schon völ­lig über­flüs­si­ge Hafen ein paar Meter wei­ter ein. Der soll ja jetzt noch erwei­tert wer­den. Eine Stras­se über die Cola­da ist sicher sinn­voll, aber was da jetzt alles gebaut wohl eher nicht, aber der ent­stan­de­ne Scha­den ist sowie­so irrepa­ra­bel. Nicht ver­ges­sen soll­te man, dass das alles nur mög­lich ist mit För­der­mit­teln der EUdssR.

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*