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Gelbe Wetterwarnung: Viel Regen und hohe Wellen ab Mittwoch 🌧️💨
Ehrlich gesagt, es tut mir fast schon ein bisschen weh. Ich sitze hier auf der Ostseite, schaue aus dem Fenster und muss schon wieder die Tastatur quälen, um über ein Tiefdruckgebiet vom Westatlantik zu berichten. Man könnte meinen, der Ozean hätte ein Abo auf „Dauerdusche“ für uns gebucht.
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UPDATE – 18.03.2026 | 08:30 Uhr: Orange Sturmwarnung bis Freitag mit Windspitzen von über 90 km/h – Wind aus Südwesten. Auf La Palma: Gipfel, mittlere und hohe Lagen im Nordwesten und Osten sowie im äußersten Süden. Teils kräftige Niederschläge auf der gesamten Insel. Weitere Details am Ende des Beitrags …
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Darf ich vorstellen? „Therese“. Klingt eigentlich nach einer netten Tante, die zum Kaffeetrinken vorbeikommt, ist aber in Wahrheit das 19. Frontengebiet dieser Wintersaison. Und sie hat ordentlich was im Gepäck: Sturm, Regen und Wellen, die selbst Hartgesottene ins Grübeln bringen.

Gelbe Warnung und fliegende Hüte
Die Wetterbehörde Aemet hat für La Palma die gelbe Warnung ausgerufen. Das bedeutet: Pack deine Gartenstühle weg und halte deinen Hut fest!
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Wann geht’s los? Ab Mittwoch, dem 18. März (6:00 Uhr), bis voraussichtlich Donnerstagabend.
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Der Wind: Wir reden hier von westlichen Winden, die vor allem El Paso, das östliche Mittelgebirge und die Hochlagen unsicher machen. Die Wahrscheinlichkeit für Böen bis 80 km/h liegt bei satten 40–70 %.
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Der Regen: Bei mir hier im Osten hat es heute Morgen (Dienstag) schon angefangen zu plätschern. Bis Donnerstag werden Niederschlagsmengen von über 36 l/m² in 12 Stunden erwartet. Über den gesamten Zeitraum können es bis zu 300 l/m² werden.
Achtung am Flughafen: Durch die spezielle Wetterkonstellation müssen wir auf der Ostseite mit heftigen Fallwinden rechnen. Wer also einen Flug von oder nach Mazo geplant hat: Checkt regelmäßig euren Flugstatus, bevor ihr umsonst zum Flughafen fahrt!
5-Meter-Wellen und Blitzlichtgewitter
Nicht nur von oben kommt’s dick, auch das Meer zeigt Muskeln. Es werden Wellen von bis zu 5 Metern Höhe erwartet – beeindruckend anzusehen, aber bitte nur aus sicherer Entfernung! Garniert wird das Ganze laut Prognose noch mit örtlichen Gewittern.
Die Natur auf La Palma macht gerade Freudensprünge (endlich Wasser!), aber für dich als Urlauber ist das natürlich erst mal… nun ja, „suboptimal“.
Und jetzt? Kopf in den Sand?
Bloß nicht! Auch wenn die Schlechtwetterperiode wohl bis Montag anhält, ist das kein Grund für Trübsal. Während es im Osten schüttet, lohnt sich oft der Blick über den Berg.
Falls du dich fragst, was du außer Pfützenhüpfen jetzt unternehmen kannst: Ich habe dir vor ein paar Tagen schon eine Liste mit Alternativen bei Schmuddelwetter zusammengestellt. Von Kultur bis hin zu den (meist) sonnigeren Ecken im Westen ist alles dabei.
Bleib trocken, pass auf dich auf und nimm es wie die Insel: Einfach mal ordentlich durchatmen und die Erfrischung genießen! Auf der Wetterseite immer die Entwicklung beobachten.
UPDATE:
18.03.2026 | 08:30 Uhr
Temperatur: Tazacorte 16,8° – Santa Cruz 15,5° – Fuencaliente 10,1° – Roque -0,1° C –
Regen: Garafia 37,6 l – Los Llanos 3,7 l – Fuencaliente 6,6 l – Santa Cruz 3,0 l/m². Der Wind ist noch mässig. Keine Beeinträchtigung auf dem Flughafen Mazo zu beobachten.

11.30 Uhr
Die Schlucht Las Angustias, ein natürlicher Abflusskanal der Caldera de Taburiente, führt seit den ersten Regenfällen des Sturms „Therese“ Wasser. Am Mittwochmorgen war auch die Taburiente-Schlucht im Nationalpark Caldera de Taburiente bereits überflutet, wobei der Wasserstand aufgrund der angekündigten starken Regenfälle im Laufe des Tages voraussichtlich noch zunehmen wird.
Die Sturmböen aus den Bergen haben inzwischen zugenommen und erreichen bei mir in Mazo 38,5 km/h.
Die erwartete raue See birgt laut Warnung die Gefahr von Küstenüberschwemmungen in einigen Gebieten der Inseln, da die Wellen auf Badebereiche, Promenaden und Straßen schlagen. Durch den Durchzug einer Kaltfront im Zusammenhang mit Sturm Therese besteht zudem die Gefahr von Sturzfluten. Es besteht die Gefahr lokaler Überschwemmungen in Städten sowie von Überschwemmungen durch plötzliche Wasseranstiege in Schluchten und kleinen Wasserläufen.
15.00 Uhr – Der Flughafen Mazo steht still. Aufgrund der starken Fallwinde mussten bereits mehrere Flugzeuge durchstarten. Auch drei am Boden befindliche Maschinen (darunter eine Condor) können nicht abheben.
15.30 Uhr – Temperatursturz: Nachdem bei mir in Mazo gegen 11.00 Uhr 19° C zu messen waren, ist jetzt das Thermometer auf 14,1° C gefallen. Auf dem Roque minus 2° C bei Hagel und leichtem Schneefall.
16.10 Uhr – In der aktuellen Situation werden Präventivmaßnahmen umgesetzt, die die Nutzung der Natur und bestimmter Infrastrukturen der Insel unmittelbar betreffen. Dazu gehören die Sperrung oder Einschränkung von Wanderwegen, Waldwegen und Erholungsgebieten sowie die Aussetzung oder Verschiebung von Sport- und Freizeitaktivitäten im Freien. Je nach Risikograd können auch Straßen gesperrt oder eingeschränkt werden, insbesondere in Gebieten, die anfällig für Erdrutsche, Überschwemmungen oder starke Winde sind.
Tatsächlich wurden bereits mehrere Straßen auf der Insel vorsorglich gesperrt, darunter LP-214 Los Brecitos, LP-4 Roque de Los Muchachos, LP-109 Las Mimbreras und LP-210 Mendo, aufgrund von Erdrutschen, Eis oder widrigen Bedingungen.



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