Hauskauf auf den Kanaren: 10 Jahre Wartezeit geplant?

Hauskauf Kanaren 10 Jahre Residenz Immobilien Vorschlag Gesetz/ Hauskauf Kanaren 10 Jahre Residenz

💬 2 Kommentare

⚠️ Bewölkt und leichter Regen - auch für die nächsten Tage !
🌦️ Mazo (10.00 Uhr)
☁️Temp. 21,4°C
💧 0,0 l/m²
💨 0,2 km/h NO
Abenteuer-Tipp: »Der Steinmasken-Fund auf La Palma: Ein Zyklop aus der Urzeit« Entdecken

Erst mal zehn Jahre Picon in die Schuhe: Wollen die Kanaren jetzt den Hauskauf verbieten?

Kurz & knapp: Wer auf den Kanarischen Inseln ein Häuschen erwerben möchte, braucht künftig offenbar nicht nur das nötige Kleingeld, sondern vor allem eins: Geduld. Die Regionalregierung hat einen Vorschlag vorgelegt, der es in sich hat. Zehn Jahre als gemeldeter Resident oder 15 Jahre ununterbrochener Aufenthalt sollen die Voraussetzung sein, um hier Beton zu erwerben. Da kann man als langjähriger Insel-Fan eigentlich nur noch mit dem Liegestuhl wackeln und sich fragen: Geht’s noch, oder ist das schon Realsatire?

Der politische Vorstoß: 10 Jahre Wartezeit für die Traum-Finca

Man sitzt gemütlich auf der Terrasse, blickt auf den Atlantik und philosophiert über das nächste Immobilien-Schnäppchen auf La Palma oder den Nachbarinseln. Doch in den Chefetagen der Regionalregierung rauchen ganz andere Köpfe.

Der neueste Clou, der als Entwurf für ein königliches Dekretgesetz nach Madrid geschickt wurde, hat es faustdick hinter den Ohren: Wer auf den Kanarischen Inseln eine Immobilie kaufen will, soll künftig entweder mindestens zehn Jahre als registrierter Resident vor Ort gelebt oder stramme 15 Jahre ununterbrochen hier verweilt haben.

Einfach mal so im Vorbeigehen eine Finca im Grünen kaufen, um den grauen deutschen Wintern zu entfliehen? Pustekuchen! Bevor der Notar auch nur mit der Wimper zuckt, darf man erst mal eine Dekade lang beweisen, dass man den lokalen Passatwind und die kanarischen Kartoffeln mit Mojo dauerhaft überlebt hat.

Warum dieser Vorstoß (vielleicht) verständlich, aber völlig absurd ist

Verstehen wir uns nicht falsch: Der Wohnungsmarkt auf den Inseln steht unter Druck. Bezahlbarer Wohnraum für Einheimische ist ein echtes Problem. Wenn aber die Lösung darin besteht, den Immobilienmarkt komplett abzuriegeln und den Zuzug von Ruheständlern, Auswanderern und Langzeit-Residenten zu bürokratischen Staatsfeinden zu erklären, schießt man ein bisschen weit über das Ziel hinaus.

Mal ehrlich: Wenn ich mich erst mal 10 bis 15 Jahre lang qualifizieren muss, um ein Haus zu kaufen, stellt sich die Frage nach dem Sinn des Ruhestands. Mit 80 Jahren auf dem Bauamt zu stehen und zu sagen: „So, die Frist ist rum, ich hätte jetzt gerne die Schlüssel für die Garage“ – das hat maximal noch Comedyd-Potenzial.

Die Lösung: Warten, Tee trinken und das Richtige lesen

Ob dieser radikale Vorschlag in Madrid überhaupt eine Chance hat oder am Ende vom Tisch gewischt wird, steht in den Sternen. Gesetze in Spanien mahlen bekanntlich langsam – sehr langsam.

Bis dahin bleibt uns ohnehin nichts anderes übrig, als die Lage mit einer gewissen palmerischen Gelassenheit zu betrachten. Und wer die Wartezeit auf dem Liegestuhl überbrücken muss, braucht ohnehin gute Nerven (und vielleicht den passenden Lesestoff).

👉 Mein Buch-Tipp für die Wartezeit:

Falls du dich fragst, wie das Leben und Auswandern unter Palmen ohne ständige Gesetzes-Schocks wirklich funktioniert, schau dir unbedingt meinen Ratgeber Kanaren statt Heizdecke: Rentner-Glück unter Palmen an. Da erfährst du, wie man sich im Inseldschungel charmant und stressfrei einrichtet!

Unterm Strich

Die kanarische Politik sorgt mal wieder verlässlich für Gesprächsstoff beim Morgenkaffee. Ob Zehnjahresfrist oder nicht: Auf den Inseln bleibt es garantiert spannend. Bis das Dekret durch ist, genießen wir erst mal die Aussicht – denn die kostet (noch) keine zehn Jahre Residenzzeit!

Schluss mit Abzocke & Irrtümern im Ruhestand

Erfahre in meinem Ratgeber „Kanaren statt Heizdecke“ alle Fakten zu Lebenshaltungskosten, Krankenversicherung und Behördengängen für Auswanderer und Überwinterer.

👉 Jetzt Ratgeber auf Amazon ansehen
La Palma News per WhatsApp

Gratis Kanal abonnieren & Glocke an!

Abonnieren

☕️ Dem Jubi-Insider einen Kaffee spendieren?
Dir gefällt LaPalma1.net frei von nervigen Pop-up-Bannern? Ich stecke viel Herzblut und Zeit in diese unabhängigen Berichte. Wenn du meine tägliche Arbeit und die Serverkosten mit einer kleinen, freiwilligen Wertschätzung unterstützen möchtest, kannst du das ab sofort ganz unkompliziert über meine digitale Kaffeekasse via PayPal tun. Vielen Dank für deine Unterstützung!


💡 Meistgelesene Beiträge

Wetter La Palma

Manfreds Buchtipps: Alle La Palma Bücher entdecken

Hier geht es direkt zur Übersicht auf lapalma-angebote.com – Für Infos einfach ein Buch anklicken!

Über den Autor

Manfred Betzwieser
Manfred Betzwieser lebt seit 30 Jahren auf La Palma und dokumentiert als Autor und Newsman die Natur, Geologie und aktuellen Entwicklungen der Kanareninsel. Mit tiefem Fachwissen und jahrzehntelanger Erfahrung vor Ort bietet er verlässliche Berichterstattung abseits des Massentourismus. Entdecke seine Bücher und Projekte auf der Autorenseite. - Mein Link

2 Kommentare zu "Hauskauf auf den Kanaren: 10 Jahre Wartezeit geplant?"

  1. Da ich studierter Ökonom bin und der spanische Immobilienmarkt aus fachlicher Sicht extrem interessant ist, beobachte ich diesen Markt schon seit bald 30 Jahren. Durch den fachlichen Austausch mit spanischen Kollegen kann ich sagen, dass den spanischen Ökonomen ganz klar ist was die 2 wichtigsten Probleme sind, weswegen die akute Krise nicht gelöst wird und leider wohl auch nicht gelöst werden wird.
    Problem 1: Es gibt keinen funktionierenden Mietwohnimmobilienmarkt. Wegen der bestehenden Gesetze werden viele leerstehende Immobilien nicht vermietet, da die Eigentümer Angst vor einer Okkupation haben. Diese Gesetze können in Spanien leider nicht geändert werden, da die linke Reichshälfte dagegen ist.
    Problem 2: Zum Beispiel in Frankreich wurde in „zonas tensionadas“ eine Strafsteuer für leerstehende Wohnimmobilien eingeführt. Dies wäre ebenfalls eine sehr wirksame Maßnahme. Das wird es in Spanien aber nicht geben, weil die rechte Reichshälfte dagegen ist.

    Was die Politiker auf den Kanaren so von sich geben sind nur politische Nebelkerzen. Zuerst kein Immobilienkauf durch nicht residente Ausländer. Nun die Geschichte mit der Wartezeit. Die Politiker wissen genau, dass sie Vorschläge machen, die EU-rechtswidrig sind. Aber sie müssen halt irgendeine Show machen. Auch die aktuelle Krise durch Neubau zu lösen würde Jahrzehnte dauern.

    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass jemand über 50 die Lösung des Viviendaproblems noch erleben wird. Dazu müssten in Spanien Veränderungen gemacht werden, zu denen die Spanier politisch einfach nicht bereit sind.

    • Hallo Ivo,

      danke für die messerscharfe ökonomische Punktlandung!

      Du hast das spannede spanische Politik-Ping-Pong perfekt zusammengefasst: Die einen verhindern die Vermietung aus Angst vor Okkupation, die anderen verhindern die Leerstands-Steuer – und am Ende zünden die Kanaren-Politiker einfach ein schönes bürokratisches Nebelkerzen-Feuerwerk für das Volk!

      Dein Fazit zur Altersgrenze ist natürlich der absolute Brüller (wenn es nicht so wahr wäre): Wer mit über 50 auf die finale Lösung des Vivienda-Problems wartet, sollte sich wohl besser gleich für ein betreutes Wohnen im Jahr 2060 anmelden.

      Bis dahin trinken wir weiter gelassen unseren Barraquito und schauen dem politischem Schauspiel gemütlich von der Terrasse aus zu!

      Herzliche Grüße,

      Manfred

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*