Meuterei auf der Queen Elizabeth

Queen ElizabethCunard-Liner im Hafen von Santa Cruz de La Palma

Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth auf Irrfahrt.

Queen Elizabeth

Cunard-Lin­er im Hafen von San­ta Cruz de La Pal­ma

Nach ein­er 4-tägi­gen Irrfahrt durch den Ärmelka­nal platzte den Gästen des Luxu­slin­er Queen Eliz­a­beth der Kra­gen. Gebucht hat­ten sie eine Kreuz­fahrt von South­hamp­ton in Eng­land zum europäis­chen Fes­t­land. Das Ziel Ams­ter­dam kon­nte jedoch nur aus der Ferne erah­nt wer­den. Schlechte und widrige Wet­ter­ver­hält­nisse ließen die Queen Eliz­a­beth in keinen Hafen Ein­laufen. Nur die hol­ländis­che Küsten­lin­ie war zu sehen — wie Dai­ly Mail berichtet. Zu hoher See­gang zwang den Kapitän der Queen Eliz­a­beth vier Tage im Ärmelka­nal zu kreuzen um dann schließlich wieder zum Aus­gang­shafen South­hamp­ton zurück­zukehren.

Ein Wei­h­nachtvergnü­gen der beson­deren Art mit ein­er Irrfahrt durch den Ärmelka­nal verärg­erte die 2050 Kreuz­fahrt­gäste der Queen Eliz­a­beth. Wütend und ent­täuscht stürmten viele Gäste die Rezep­tion und ver­langtem nach dem Kapitän. Die Reed­erei Cunard hat­te jedem Gast als Entschädi­gung einen Gutschein von 75 Dol­lar zuge­sagt. Dieser kon­nte aber nur in den bor­deige­nen Läden und Restau­rants ein­gelöst wer­den. Das war wohl der let­zte Tropfen, der das Fass schließlich zum Über­laufen brachte.

Es war vielle­icht nicht der geschick­teste Schachzug der Reed­erei. Etwas mehr Diplo­matie hätte sich­er die son­st eher fried­fer­ti­gen älteren Englän­der nicht so erzürnt.

Für son­niges Wet­ter kann auch Cunard keine Garantie abgeben. Auch ein Luxu­slin­er wie die Queen Eliz­a­beth muss sich den Naturge­wal­ten unterord­nen. In den entsprechen­den Geschäfts­be­din­gun­gen sind diese Risiken auch aus­geschlossen. Allerd­ings ist die Reed­erei immer bestrebt die Gäste auch bei schlechtem Wet­ter, bei Laune zu hal­ten und ein Neg­a­tiv- Image zu ver­mei­den.

Ähn­liche Wet­terun­bilden erleben wir auch jährlich immer wieder auf den Kanarischen Inseln. 2 bis 3 Mal in der Win­ter­sai­son muss auch hier wegen Sturm oder zu hohem See­gang die Route geän­dert wer­den. Allerd­ings haben wir hier 7 Inseln als Auswe­ich­punk­te. Zur Not kann auch auf die 500 km nördlich liegende por­tugiesis­che Insel Madeira noch aus­gewichen wer­den. Das hat bish­er bei der AIDA- oder Mein Schiff Flotte auch immer ganz gut geklappt. Ein wenig Aben­teuer und eine nicht alltägliche Route und vor allem die Gewis­sheit, dass der Kapitän sich nicht dem Druck der Gäste oder sein­er Reed­erei beugt, bringt Sicher­heit und Ver­trauen. Geschick­tes und überzeu­gen­des Tak­tieren des Bor­d­per­son­al sollte dann auch die Gäste von dieser Maß­nahme überzeu­gen.



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