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Das Wunder am Lavarand: Wo der Vulkan Tajogaite das Leben verschonte –
Wenn du heute, im Jahr 2026, an den Rändern des erstarrten Lavastroms auf La Palma stehst, wird dir eines sofort auffallen: Die Grenze zwischen totaler Zerstörung und unversehrtem Leben ist oft nur wenige Meter breit. Der Ausbruch des Tajogaite im Jahr 2021 hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen, doch inmitten der schwarzen Asche und des harten Basalts gibt es Orte, die wie durch ein Wunder überlebt haben.
Es sind Häuser, die heute als Symbole der Hoffnung gelten.
Nur Meter vom Abgrund entfernt
Stell dir vor, du kehrst nach der Evakuierung zurück und findest dein Haus genau so vor, wie du es verlassen hast – während das Grundstück deines Nachbarn unter einer bis zu 20 Meter dicken Schicht aus 1000° C heißer Lava begraben liegt.

Keine 30 Meter vom glühend heißen Lavastrom entfernt und überlebt
An vielen Stellen im Aridane-Tal floss die glutrote Masse direkt an Hauswänden vorbei, umspülte Mauern und stoppte dann abrupt. Diese Gebäude standen damals am Rande des Infernos. Die Hitze muss unvorstellbar gewesen sein, doch die Bausubstanz hielt stand. Heute, fünf Jahre nach der Katastrophe, wirken diese Häuser wie kleine Oasen in einer urzeitlich anmutenden Landschaft.
Die Rückkehr der Farben: Palmen und Gärten
Was viele Besucher im Jahr 2026 am meisten erstaunt, ist die Kraft der Natur. Du siehst Gärten, in denen Palmen und Büsche direkt neben dem schwarzen Gestein stehen.
Während des Ausbruchs waren diese Pflanzen von einer dicken Schicht aus feiner, schwarzer Asche bedeckt. Die extreme Hitze der nahen Lavaströme hatte viele Blätter versengt. Doch die kanarische Flora ist zäh. Die Palmen haben sich regeneriert und zeigen heute wieder ihre volle, grüne Pracht. Es ist ein faszinierender Kontrast: Das tiefe Schwarz der Lava direkt neben dem leuchtenden Grün der Blätter und dem bunten Hibiskus, der wieder blüht.
Ein Leben mit der Lava
Für dich als Betrachter ist es ein beeindruckendes Fotomotiv, doch für die Besitzer bedeutet es eine tägliche Erinnerung an das Erlebte. Viele dieser „verschonten“ Häuser waren lange Zeit nicht zugänglich, da die Straßenverbindungen gekappt waren oder die Gase eine Rückkehr unmöglich machten.
Heute ist die Infrastruktur weitestgehend wiederhergestellt. Wenn du an diesen Grundstücken vorbeiläufst, spürst du die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrem Land. Sie haben ihre Gärten gesäubert, die Asche aus den Winkeln der Terrassen gefegt und den Pflanzen geholfen, wieder Fuß zu fassen.
Widerstandsfähigkeit auf der Isla Bonita
Die Geschichte dieser Häuser lehrt uns viel über Glück und Resilienz. La Palma hat sich im Jahr 2026 verändert, ist aber schöner und beeindruckender denn je. Dass diese Gebäude und ihre Gärten heute noch existieren, zeigt uns, dass das Leben selbst unter den extremsten Bedingungen einen Weg findet.
Wenn du das nächste Mal auf der Insel bist, nimm dir einen Moment Zeit für diese Orte am Rand des Lavastroms. Sie erzählen die Geschichte eines Wunders, das direkt neben der Katastrophe stattfand.
Warst du seit dem Ausbruch schon wieder auf La Palma? Welche Orte haben dich bei deinem Besuch besonders bewegt? Schreib uns deine Erfahrungen in die Kommentare.


Wir waren gerade das 3. Mal nach dem Vulkanausbruch wieder da. Beim ersten Besuch danach waren wir total schockiert und fühlten sehr mit den Menschen. Eine unserer Unterkünfte nahe Todoque ist leider auch fast ganz begraben und das Nachbarhaus steht noch. Das ist schon sehr erschreckend und gibt zu Denken. Es ist unglaublich wieviel sich jedes Jahr im Lavastrom tut. Wichtig war sicher auch die neue Strasse von La Laguna Richtung Las Manchas für die Bewohner. Wir haben schon auch das Gefühl, dass die Einheimischen mit der Situation leben. La Palma ist immer noch wunderschön und unsere 2. Heimat.
Wir waren im Februar 22 wieder da. Kurz hinter El Paso standen wir das erste Mal direkt vor der schwarzen Fläche und waren so erschrocken, dass wir kein Wort sagen konnten. Ein paar Tage später dann vor einer ca 4 m hohen Mauer aus Lava auf der Straße nach Puerto Naos. Die furchtbaren Zerstörungen in La Laguna.
Aber ein Jahr danach war schon soviel positives passiert. Letztes Jahr dann wieder in La Bombilla und Puerto Naos gewesen. In drei Wochen sind wir wieder da und lassen uns überraschen was es wieder Altes oder Neues gibt.