Ausflüge La Palma Regen – Na toll. Du hast den Koffer voll mit Flip-Flops und Sonnencreme gepackt, aber draußen sieht die Ostküste aus wie ein schottisches Hochmoor im November. Der Passatwind peitscht den Regen gegen die Fenster und der Atlantik hat so schlechte Laune, dass die Wellen gefühlt bis nach Tenriffa spritzen.
Bevor du jetzt frustriert im Hotelzimmer Tapas aus der Plastikpackung isst: Kopf hoch! Auf La Palma gibt es ein magisches Wetter-Phänomen und eine Museumslandschaft, die dich garantiert trocken hält. Ich verrate dir, wie du den Tag rettest.
Inhalt
1. Die goldene Regel: Ab durch den Tunnel in die Sonne!
Wenn es in Santa Cruz oder Los Cancajos ungemütlich ist, heißt die Lösung: Flucht in den Westen. Dank der hohen Bergkette in der Mitte (der Cumbre) bleiben die Regenwolken oft im Osten hängen. Fahr durch den großen Tunnel und erlebe das Wunder: Du fährst im grauen Nieselregen rein und kommst in El Paso oder Los Llanos bei strahlendem Sonnenschein und 22°C wieder raus (fast immer).
Hotspot Tazacorte: Die Sonnen-Garantie
In Puerto de Tazacorte scheint die Sonne fast immer. Während der Rest der Insel die Regenjacken zippt, kannst du hier im T-Shirt an der Promenade sitzen.
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Der Kick: Bei hohem Seegang ist die Hafenmauer ein Spektakel. Die Gischtfontänen sind gigantisch – aber bitte bleib hinter den Absperrungen! Der Atlantik versteht heute keinen Spaß.
2. Kultur statt Küste: Die besten Museen der Insel
Wenn die Sonne im Westen mal Pause macht oder du genug UV-Strahlen getankt hast, bietet La Palma fantastische Indoor-Alternativen. Hier ist mein persönlicher Museums-Fahrplan:
Im sonnigen Westen (Region Los Llanos & El Paso):
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MAB – Archäologisches Museum (Los Llanos): Tauch ab in die Welt der Ureinwohner. Es ist modern, informativ und perfekt, um ein paar Stunden im Kühlen (oder Trockenen) zu verbringen.
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Seidenmuseum (El Paso): Schau zu, wie aus kleinen Kokons edle Stoffe werden. Ein echtes Handwerkserlebnis, bei dem man die Zeit vergisst.
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Weinmuseum (Las Manchas): Lerne alles über den Vulkanwein – eine Verkostung am Ende ist quasi „medizinisch notwendig“, um den Seegang zu verdauen.
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Bananenmuseum (Tazacorte): Erfahre alles über die krummen Dinger, die hier überall wachsen. Kurzweilig und direkt in der Sonnenzone!
Im (vielleicht) regnerischen Osten & Norden:
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Inselmuseum (Santa Cruz): Ein altes Kloster mit prachtvollem Innenhof. Von Naturkunde bis Kunst ist alles dabei. Hier ist es so friedlich, dass man den Regen draußen völlig vergisst.
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Schifffahrtsmuseum (Santa Cruz): Geh an Bord des Betonschiffs Barco de la Virgen. Wer braucht schon echtes Segeln bei dem Seegang, wenn man hier trocken den Kapitän spielen kann?
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Casa Roja (Mazo): Ein rotes Prachtstück von einem Haus, das die feine Kunst der Inselfrauen (Stickereien) präsentiert. Sehr gemütlich!
- El Museo del Puro Palmero (San Pedro/ Brena Alta): Einblicke in ein Traditionshandwerk mit Schautafeln, Multimedia-Präsentationen und Ausstellungsstücken historischer Werkzeuge und Geräte.
3. Über den Wolken: Das ultimative Wetter-Update
Wenn es unten überall ungemütlich ist, gibt es noch eine Chance: Der Roque de los Muchachos. Oft liegt die Wolkendecke bei 1.200 Metern. Wenn du auf 2.400 Meter hochfährst, stehst du über einem weißen Watte-Meer im gleißenden Sonnenlicht. Schau dir aber vorher die Wetterseite und die Webcams an, ob sich die Fahrt lohnt.
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Tipp: Das neue Besucherzentrum am Gipfel ist absolute Weltklasse und erklärt dir das Universum – ganz ohne nasse Füße.
La Palma lässt dich nicht im Regen stehen
Egal wie wild der Atlantik tobt oder wie grau der Osten ist – La Palma hat immer einen Plan B. Pack die Sonnenbrille und den leichten Pulli ein, schnapp dir deinen Mietwagen und wechsle einfach die Seite oder die Flughöhe. Mehr Hintergrundinfos findest du in meinem La Palma Insider Guide.


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