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Warum Kanarier am liebsten bei Tante Mayka Urlaub machen
Man sollte ja meinen, wer das ganze Jahr über dort lebt, wo andere für teures Geld Urlaub machen, träumt im Sommer von den norwegischen Fjorden, den Alpen oder zumindest von einer Städtereise nach Paris.
Falsch gedacht! Eine aktuelle Studie der Marketingagentur „22 Grados“ hat das Reiseverhalten der Inselbewohner unter die Lupe genommen. Das verblüffende Ergebnis: 57 Prozent der Kanarier verbringen ihren Sommerurlaub am liebsten auf dem eigenen Archipel.
Man verlässt also die eigene Insel… um auf der Nachbarinsel genau dasselbe Meer anzuschauen. Das ist wahre Heimatliebe!
Das Sparmodell: „Hotel Mama“ auf der Nachbarinsel
Jetzt könnte man annehmen, die Inselbewohner buchen sich schicke All-Inclusive-Resorts auf Teneriffa oder Gran Canaria. Aber weit gefehlt: Der absolute Spitzenreiter unter den Unterkünften ist das „Hotel Verwandtschaft“.
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38 Prozent der Befragten geben an, ihren Urlaub bei Familie oder Freunden zu verbringen.
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Die Logistik dahinter: Man schüttelt auf der Fähre kurz die Hände, quetscht das Auto voll mit Mitbringseln (Hauptsache ein Karton Kuchen oder lokaler Wein aus Mazo) und nistet sich für zwei Wochen auf der Auszieh-Couch der Verwandtschaft ein.
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Der Vorteil: Es kostet nix, und das Essen bei Tante Mayka ist ohnehin besser als jedes Hotelbuffet!
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Steigende Preise? Der Urlaubs-Trieb ist stärker!
Natürlich geht die Inflation auch an den Kanaren nicht spurlos vorbei. Die Ticketpreise für Fähren und Insel-Flieger steigen trotz Subvention, und ein Restaurantbesuch schlägt tiefere Kerben ins Portemonnaie als noch vor ein paar Jahren. Für viele schluckt der Sommerurlaub mittlerweile einen beachtlichen Teil des Monatsgehalts.
Aber hält das den Kanarier vom Reisen ab? Auf keinen Fall!
Der Urlaub außerhalb der eigenen vier Wände gehört auf den Inseln schlichtweg zu den unantastbaren Grundrechten. Wenn das Geld knapp wird, verzichtet man lieber auf das neue Smartphone oder das schicke Auto – aber die zwei Wochen Insel-Hopping im Sommer lässt sich hier niemand nehmen. Und wenn man am Ende doch wieder bei der Schwiegermutter auf Fuerteventura landet, Hauptsache „aus dem Haus“!
Mein Fazit
Wir können von den Einheimischen noch eine Menge lernen: Urlaub ist keine Frage von exotischen Fernreisen oder Zehn-Stunden-Flügen. Urlaub ist eine Einstellung.
Wenn du also das nächste Mal auf der BaleàriaCanarias– oder Fred-Olsen-Fähre sitzt und von fröhlichen Familien mit riesigen Kühlboxen und Haustieren umringt bist: Das sind keine Auswanderer – das sind ganz normale Kanarier auf dem Weg zum Jahresurlaub bei der Verwandtschaft.
Wie sieht es bei dir aus: Verreist du im Sommer lieber weit weg, oder genießt du einfach das Feeling direkt vor der Haustür? Schreib es mir gerne in die Kommentare!
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