Walhai mit knapp 16 Meter vor La Palma gesichtet

Walhai

Walhai zwei Meilen vor der Küste von Tazacorte entdeckt -

WalhaiEin Wal­hai von geschätzten knapp 16 Meter Länge wurde am Son­ntag vor der Küste von Puer­to Taza­corte beobachtet.

Es ist der weltweit größte Fisch und seit 20 Jahren nicht mehr in den Gewässern um La Pal­ma gesichtet wor­den. Beobachtet und gefilmt wurde er vom Aus­flugs­boot Fan­cy II das täglich vom Hafen Puer­to Taza­corte Rich­tung Cue­va Boni­ta mit Gästen startet um nach Delfinen Auss­chau zu hal­ten.

Am Son­ntag-Nach­mit­tag ca. 2 Seemeilen vor den Höhlen von Tijarafe wurde durch den Glas­bo­den des Schiffes dieser riesige Fisch beobachtet. Auch wenn der Wal­hai (Rhin­codon typus/ Foto: Christoph Schützen­hofer) zur Gat­tung der Haie gezählt wird, ist er harm­los.  Er ernährt sich von Plank­ton und anderen Kle­in­stle­be­we­sen, die er durch Ansaugen des Wassers  fil­tri­ert. Wal­haie saugen bis zu 6000 Liter Wass­er in der Stunde und pressen es durch ihre Kiemen. Aber auch Makre­len und kleine Thun­fis­che bis zu einem Meter wer­den nicht ver­schmäht. Zu Unfällen kann es jedoch durch die Größe und Kraft der Tiere kom­men, so dass ein Min­destab­stand einzuhal­ten ist.

Immer mehr Wale, Haie und Thunfische

WalhaiDas läng­ste bish­er ver­messene Wal­hai brachte es auf 13,7 Meter. Es gibt aber auch Sich­tun­gen und Berichte die von bis zu 18 oder 20 m lan­gen Wal­haien sprechen. Die Fis­che kön­nen ein Gewicht von über 12 Ton­nen erre­ichen. Die etwa 3600 kleinen Zähne ste­hen in mehr als 300 dicht­en Rei­hen ange­ord­net. Auf dem Bild das unge­fähre Größen­ver­hält­nis eines Tauch­ers zu einem Wal­hai.

Ob der beobachtete Wal­hai tat­säch­lich knapp 16 Meter lang war oder die Wasser­spiegelung in größer erscheinen lies bleibt dahin gestellt. Es waren erfahrene Skip­per aus Taza­corte die die Länge des Fis­ches so ein­schätzten.

Der Wal­hai gilt als stark gefährdet und befind­en sich deshalb auf der roten Liste. In let­zter Zeit gab es auf den Kanaren immer wieder Hai- und Wal­beobach­tun­gen. Auch wur­den in der ver­gan­genen Woche tote Wale an der Küste von Lan­zarote und Fuerteven­tu­ra ange­spült. Es ist schon ungewöhn­lich, dass in den Som­mer­monat­en so viele Beobach­tun­gen gemeldet wer­den. Auch die riesi­gen Thun­fisch-Schwärme Ende März 2017 vor der Ostküste von La Pal­ma waren außergewöhn­lich.

Ich komme immer mehr zur Ansicht, dass vielle­icht die starke Überdün­gung während des Unter­wass­er Vulka­naus­bruch 2011 vor El Hier­ro etwas mit der jet­zi­gen Pop­u­la­tion und dem ver­stärk­ten Auftreten der großen Meeres­be­wohn­er zu tun hat. Riesige Men­gen an Min­er­alien und Spurenele­mente wur­den bei der Erup­tion aus­ge­wor­fen. Durch die Meer­esströ­mung wur­den diese Bausteine des Lebens weiträu­mig verteilt, das für das erhöhte Wach­s­tum der Flo­ra und Fau­na beiträgt. Wo kleine Fis­che sind, kom­men auch irgend­wann die größeren Fress­feinde.

Und das von Fan­cy II aufgenommene Video:



1 Kommentar zu "Walhai mit knapp 16 Meter vor La Palma gesichtet"

  1. Der Vulka­naus­bruch zum Einen, zum Anderen die ständi­ge Ein­leitung von ungek­lärtem Schmutzwass­er rund um die Inseln. Die Blaual­gen­pest — bzw. Cyanobak­te­rien sind eine direk­te Auswirkung durch die Ver­schmutzung. Dann fol­gen eben Fress­feinde der Blaual­gen, die wiederum größere Fis­che anlock­en. Der Wal­hai hat “Fresstreck­en”, ist nur in wärmeren Gewässern zu find­en. Hier denke ich eher an eine Verän­derung der Wassertem­per­atur, dass man wieder einen Wal­hai gesichtet hat. Wrten wir ab … 🙂 Schön — trotz der Umstände — auf jeden Fall!

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .