Geheimbund Loge Abora 87 reaktiviert

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Großes Freimaurer-Treffen auf La Palma -

GeheimbundDer Geheim­bund der Loge Abo­ra 87 in San­ta Cruz de la Pal­ma wur­de heu­te fest­lich und öffent­lich wie­der mit neu­em Leben gefüllt.

Über 180 Frei­mau­rer aus ganz Spa­ni­en waren in der Haupt­stadt anwe­send. Ob die #Frei­mau­rer ein Geheim­bund oder ein ganz nor­ma­ler Ver­ein sind, bleibt dahin gestellt.

Es konn­te auf jeden Fall nach 80 Jah­ren Abwe­sen­heit, haut­nah in #San­ta Cruz de La Pal­ma ihr öffent­li­ches Auf­tre­ten und ein Teil ihrer Zere­mo­nie beob­ach­tet wer­den. Ein sicher nicht all­täg­li­ches Schau­spiel, der sonst mehr ver­schwie­ge­nen und hin­ter dunk­len Mau­ern agie­ren­den Loge. Über die Ritua­le, Pflich­ten und Absich­ten herrscht Stillschweigen.

Ange­führt durch den Groß­meis­ter Jeró­ni­mo Saa­ve­dra – dem ehe­ma­li­gen Kana­ren Prä­si­den­ten und mehr­fa­chen Minis­ter im Madri­der Kabi­nett, führ­te die Para­de vom „Frei­mau­rer-Tem­pel“ in der Cal­le Ansel­mo Bri­to auf die Pla­za de España.

Die #Masonería, wie die Frei­mau­rer hier genannt wer­den, leg­ten am Denk­mal des ehe­ma­li­gen Bru­der Pad­re Díaz vor der Kir­che El Sal­va­dor Blu­men­ge­bin­de nie­der. Über das gestör­te Ver­hält­nis zur katho­li­schen Kir­che hat­te ich bereits berich­tet.

Die Frei­mau­rer #Loge Abo­ra 87 auf La Pal­ma ist nach der kana­ri­schen Gott­heit Abo­ra benannt. Der Ober­gott der eins­ti­gen Urbe­völ­ke­rung der Guanchen.

Geheimbund mit vielen Mythen und langer Tradition

GeheimbundBerühm­te Frei­mau­rer waren etwa Fried­rich der Gro­ße, sein Brief­freund Vol­taire, Geor­ge Washing­ton und Kurt Tucholsky.

Zu groß sind die Gegen­sät­ze, so schrieb bereits Papst Leo XIII. in sei­ner Enzy­kli­ka vom 20. April 1884.

„In unse­ren Tagen schei­nen alle die­je­ni­gen, die die­ser zwei­ten Fah­ne fol­gen, mit­ein­an­der ver­schwo­ren zu sein in einem über­aus erbit­ter­ten Kampf unter der Lei­tung und Hil­fe des Geheim­bund der soge­nann­ten Frei­mau­rer“ und als Abge­sand­te Satans als Kon­kur­renz zur Kir­che zu wirken.

Vie­le Mythen und Legen­den und noch mehr Ver­schwö­rungs­theo­rien ran­ken um die Logen.

In isla­misch refor­mier­ten Län­dern wie Iran, Syri­en, Sau­di Ara­bi­en und Sudan ist die Mit­glied­schaft in der Frei­mau­re­rei heu­te unter Todes­stra­fe ver­bo­ten. In Alge­ri­en, Mau­re­ta­ni­en und in den Emi­ra­ten wird sie mit Gefäng­nis geahndet.

GeheimbundIn ihren Tem­peln wer­den bei Ker­zen­schein die alten Ritua­le, Kult und Gesprächs­run­den zelebriert. 

Das All­se­hen­de Auge stammt oder fin­det auch Ver­wen­dung bei der Frei­mau­re­rei um den „All­mäch­ti­gen Bau­meis­ter aller Wel­ten“ darzustellen.

In ihrer Anschau­ung stellt es eine Hul­di­gung Got­tes (Auge im Drei­eck –> Drei­fal­tig­keit) als Bau­meis­ter der Welt (Pyra­mi­de) dar und hat nichts mit der welt­li­chen Kir­che gemeinsam.

Oft wird das Auge mit einem „G“ ersetzt (engl.: Grand Archi­tect)). Es ist meist in Logen im Osten über dem Platz des Logen­meis­ters angebracht.

Freimaurer – Macht und Einflussnahme?

Ein Sym­bol das auch in Pyra­mi­den­form auf dem US-Dol­lar­schein und der Rück­sei­te des USA-Sie­gel zu fin­den ist. Was natür­lich viel Spe­ku­la­ti­on und Mut­ma­ßung über die Macht und den Ein­fluss der Frei­mau­rer zulässt. Wenn die reichs­ten und mäch­tigs­ten Men­schen der Welt zusam­men­sit­zen, wird sicher nicht nur über die Fami­lie und das Wet­ter gesprochen.

Ähn­li­che Orga­ni­sa­tio­nen und Geheim­bün­de sind die Bil­der­berg-Kon­fe­ren­zen – Bohe­mi­an Club – Schwar­zer Adel – Round Table und der Club of Rome. Aber auch wei­te­re nament­lich unbe­kann­te und nicht weni­ger ein­fluss­rei­che Logen oder Ver­bin­dun­gen, wird es sicher geben.

GeheimbundDer Mythos eines Geheim­bund bei den Frei­mau­rer wird gestärkt, da über ihre Ziel­set­zung, den Inhalt oder den Ablauf nur wenig bekannt ist. Alle Mit­glie­der haben vor Auf­nah­me in den Geheim­bund ein Schwei­ge­ge­lüb­de abgelegt.

Es gibt wohl eine öffent­li­che Sat­zung, die aber nicht die tat­säch­li­chen Zie­le wider­spie­geln muss. So bleibt es auch wei­ter­hin eine rät­sel­haf­te und ver­schlos­se­ne Gesellschaft.

Bei mei­nen Recher­chen und in den Büchern habe ich immer wie­der ver­sucht etwas Licht in die unbe­kann­ten Schat­ten­welt der kana­ri­schen Inseln und beson­ders #La Pal­ma zu brin­gen. Oft sind mir in der Ver­gan­gen­heit Sym­bo­le der Frei­mau­rer aus der Früh­zeit an den unmög­lichs­ten Orten aufgefallen.

Gera­de in unse­rer his­to­ri­schen Alt­stadt von San­ta Cruz de La Pal­ma sto­ße ich andau­ernd auf merk­wür­di­ge und im Moment noch nicht erklär­ba­re Din­ge und Sachen. Viel Geheim­nis und genü­gend Stoff für zukünf­ti­ge Bei­trä­ge und Bücher.

 

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