Naturgewalt Atlantik live zu erleben

Atlantik

Aufbrausendes Meer und haushohe Wellen -

AtlantikDirekt am Atlan­tik soll­te sich heu­te nie­mand auf­hal­ten. 4 bis 6 Meter hoher Wel­len­gang schlägt mit aller Kraft auf die Küs­ten von La Pal­ma ein.

Die Warn­stu­fe “Oran­ge” wur­de bereits ges­tern vom staat­li­chen Wet­ter­dienst fest­ge­setzt. Die tosen­den Wel­len des Atlan­tik ken­nen kein Gren­zen und über­rol­len die Strand- und Küs­ten­ab­schnit­te der Insel. Wie hier auf dem Foto direkt nörd­lich des Flug­ha­fen von Mazo.

Erst jetzt wird so rich­tig die Kraft des Atlan­tik sicht­bar. Noch gibt es kei­ne bekann­ten Schä­den. Es ist auch erst der Anfang. Das Spek­ta­kel soll noch bis zum Diens­tag andau­ern.

Aus­lö­ser ist ein Tief­druck­ge­bie­te auf dem Nord­at­lan­tik, das lang­sam auf die Kana­ren vor­rückt. Gro­ße Luft­druck­ge­gen­sät­ze erzeu­gen Sturm, der den Atlan­tik auf­peitscht. Noch sind es nur die Aus­läu­fer oder Vor­bo­ten. In der kom­men­den Nacht dürf­te La Pal­ma und die kana­ri­schen West­in­seln den Höhe­punkt erle­ben.

Die Gefahren des Atlantik

Das Fel­sen­bad Char­co Azul im Nord­os­ten von La Pal­ma heu­te. Sonst ein begehr­ter ruhi­ger Platz bei San And­res. Meter­ho­he Wel­len schla­gen bis zur Brüs­tung des Restau­rants.

So schön und ein­drucks­voll der Wel­len­gang aus der Fer­ne zu betrach­ten ist, soviel Gefahr steckt aber auch in der Bran­dung. Gegen die­se Strö­mung hat der Mensch kei­ne Chan­ce. Ein­mal erfasst wird er mit zurück auf den Atlan­tik und das offe­ne Meer geris­sen. Eine Ret­tung ist dann nicht mehr mög­lich.

So wie ges­tern im Natur­bad Pozo de Las Cal­co­sas im Nor­den von El Hier­ro. Trotz Hub­schrau­ber-Ein­satz konn­te nur noch ein leb­lo­ser Kör­per gebor­gen wer­den.

Auch ein Spa­zier­gang oder eine Wan­de­run­gen in fla­cher Küs­ten­re­gi­on stellt eine Gefahr dar. Auf vie­le klei­nen Wel­len folgt meist ein beson­ders hoher Bre­cher. Sicher geglaub­te Pfa­de wer­den dann plötz­lich zum Risi­ko. Der Kraft einer grö­ße­ren Wel­le hat kein Mensch etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Lei­der gibt es immer wie­der Tou­ris­ten die die­se Gefahr unter­schät­zen, den beson­de­ren Kick suchen oder viel­leicht auch Lebens­mü­de sind. An die Ret­ter – die ihr Leben aufs Spiel set­zen, den­ken dabei die wenigs­ten.



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