Das Leben unter einem tobenden Vulkan

Lavastrom - tobenden Vulkan

Ich dachte, wir seien im Paradies -

Für die Men­schen ist es nicht ein­fach unter einem toben­den Vul­kan zu leben. Auch wenn eine Sperr­zo­ne von 2 Kilo­me­ter um den Vul­kan Cabe­za gezo­gen und alle Bewoh­ner eva­ku­iert wur­den, ist der toben­de Vul­kan greif­bar, sicht­bar, hör­bar und wird gespürt. 24 Stun­den am Tag wird das Ari­dane­tal um El Paso, Los Lla­nos de Ari­da­ne, Taza­cor­te der Natur­ge­walt aus­ge­setzt und seit über 3 Wochen bestimmt er den Tagesablauf.

Vie­le hal­ten die Angst nicht mehr aus und sind nach Nor­den oder Osten von La Pal­ma zu Ver­wand­ten und Freun­den geflo­hen. Wer kann hat die Insel auch ver­las­sen. Täg­lich kom­men die Fred Olsen und Navie­ra Armas Fäh­ren und brin­gen fri­sche Hilfs­kräf­te und Mate­ri­al, für die Rück­fahrt ste­hen die Men­schen in Schlan­gen um schnell die Insel zu verlassen.

Bis zu 3000 Per­so­nen pro Tag wur­den schon gezählt, da der Flug­ha­fen wegen Asche­re­gen oft geschlos­sen ist und dies die ein­zi­ge Mög­lich­keit ist zu ent­kom­men.  Es ist fast ein vor­über­ge­hen­der Exo­dus von La Pal­ma, ange­sichts der Angst, die die Bevöl­ke­rung trotz der PEVOLCA Beteue­rung  alles sei „nor­mal und ruhig“ nicht glau­ben will. Nor­mal mag es für die Wis­sen­schaft­ler sein … vie­le Bewoh­ner sehen es lie­ber aus der Ferne.

Es ist nicht ein­fach, nachts mit einem stän­di­gen Dröh­nen im Trom­mel­fell zu schla­fen, mit minu­ten­lan­gen Explo­sio­nen, die alles im Haus erzit­tern lassen.

Es ist nicht ein­fach, tags­über zu arbei­ten, wäh­rend die Asche fällt und Ihr Auto, die Stra­ßen oder die gesam­te Nach­bar­schaft bedeckt. Es ist nicht ein­fach, auf La Pal­ma ein Geschäft zu füh­ren, wenn Men­schen eva­ku­iert, ein­ge­engt oder ver­ängs­tigt sind.

Es ist nicht leicht, den Schall­wel­len oder den Gerü­chen eines bestimm­ten gas­för­mi­gen Gestanks zu wider­ste­hen, der nicht, laut PEVOLCA, gesund­heits­schäd­lich ist. Oder einem klei­nen Kind zu erklä­ren, dass es auf einer Insel mit der sau­bers­ten Luft der Welt lebt.

Es ist trau­rig, wie plötz­lich aus unse­rem klei­nen Para­dies eine Höl­le wird. Der Trost, der uns bleibt und uns hält – alles ist ver­gäng­lich und es kom­men auch wie­der bes­se­re Zei­ten. Viel­leicht noch 3 oder 4 Wochen und dann wird auch die Son­ne wie­der sicht­bar und der Vul­kan Cabe­za wird zur Geschichte.

Noch haben wir aber einen tobenden Vulkan

Vie­le Beben in der ver­gan­ge­nen Nacht. Das stärks­te Beben von ML4,1 aus 37 km Tie­fe unter Mazo am Mor­gen um 8.25 Uhr.

Vulkan

Kräf­ti­ge Lava­strö­me die der Schwer­kraft fol­gend ihren Weg zum Meer suchen. Der Nach­schub am Vul­kan Cabe­za bleibt nicht aus und wird immer mehr. Wenn die Strö­me so wei­ter flie­ßen, ste­hen heu­te neue Eva­ku­ie­run­gen an.

Der Flug­ha­fen kann wei­ter ange­flo­gen wer­den. Wenn auch unre­gel­mä­ßig und mit Ver­spä­tung und aus Nor­den. Es sind nur Bin­ter Flie­ger die mit dem Wind lan­den müs­sen. Die Schwe­fel- und Asche­wol­ke hängt im süd­li­chen Bereich und den gilt es zu meiden.

10.00 Uhr - Die Pevol­ca hat das Ende der Aus­gangs­sper­re ange­ord­net, da das Risi­ko gif­ti­ger Dämp­fe im Bereich des Gewer­be­ge­biets Cal­le­jón de la Gata in Los Lla­nos nicht mehr vorliegt.

11.00 Uhr - Vor 10 Jah­ren begann die Erup­ti­on des Eldis­cre­to vor El Hier­ro. Die Tago­ro (Neubenennung)-Eruption (2011−2012) dau­er­te 145 Tage, die zweit­längs­te der his­to­ri­schen Erup­tio­nen auf den Kana­ri­schen Inseln, und das Gesamt­vo­lu­men des bei die­ser Unter­was­sere­rup­ti­on frei­ge­setz­ten Mate­ri­als betrug 329 Mil­lio­nen Kubik­me­ter. Zum Nach­le­sen

11.30 Uhr - Heu­te ist spa­ni­scher Natio­nal­fei­er­tag und Tag der Guar­dia Civil. Wie das „Fei­ern“ im Vul­kan­ge­biet La Pal­ma am Cen­tro de Visi­tan­te in El Paso aus­sieht ein Video:

 

14.00 UhrPevol­ca hat die Eva­ku­ie­rung von etwa 700 Bewoh­nern ver­schie­de­ner Ker­ne des Vier­tels La Lagu­na in Los Lla­nos ange­ord­net, da der Lava­strom wei­ter nord­west­lich vor­dringt und die Nähe zu der bereits eva­ku­ier­ten Grenz­zo­ne des Peri­me­ters liegt. Das hat sich schon ges­tern abge­zeich­net (Dan­ke an Neil).

Das zu eva­ku­ie­ren­de Gebiet umfasst gemäß der von Pevol­ca erlas­se­nen Anord­nung „zwi­schen dem Cami­no de Cruz Chi­ca an der Kreu­zung mit dem Cami­no Nicolás Bri­to Pais und von die­sem Punkt bis zur Kreu­zung mit der LP-213 (Las Mar­telas – Kiko Haus). Abstieg bis zur Kreu­zung mit der Haupt­stra­ße von Los Lla­nos de Ari­da­ne nach Puer­to Naos. Die Stra­ßen sind ent­hal­ten: Cami­no los Bre­ñus­cos, Cami­no del Mon­te bis Num­mer 21 (inklu­si­ve), Cami­no las Casi­tas und Cami­no los Barretos“.

Von 13:00 bis 19:00 Uhr müs­sen die von die­ser Eva­ku­ie­rungs­an­ord­nung betrof­fe­nen Per­so­nen ihre Häu­ser mit ihren Hab­se­lig­kei­ten und Haus­tie­ren räu­men und sich zum Treff­punkt auf dem Cam­po de Lucha Cami­no León de los Lla­nos de Ari­da­ne bege­ben. Das von der Eva­ku­ie­rung betrof­fe­ne Gebiet:

 

15.30 UhrTie­re, meist ehe­ma­li­ge Haus­tie­re, sind in den Enkla­ven zwi­schen den Lava­strö­men bei Todo­que ein­ge­schlos­sen. Es wird ver­sucht mit­tels Droh­nen Was­ser und Nah­rungs­mit­tel dort abzusetzen.

17.00 Uhr – Die in La Lagu­na eva­ku­ier­ten Per­so­nen mit Mobi­li­täts­pro­ble­men wer­den in die El-Fuer­te-Kaser­ne nach Bre­na Baja gebracht, der Rest kommt in die Sport­hal­le Cami­lo León in Los Lla­nos de Ari­da­ne, um eine Tria­ge durch­zu­füh­ren. Spä­ter wer­den sie im Hotel Princess in Fuen­ca­li­en­te, in dem sich noch 237 wei­te­re eva­ku­ier­te Men­schen auf­hal­ten, untergebracht.

Ins­ge­samt wur­den mehr als 6.200 Men­schen durch die Erup­ti­on des Vul­kans aus ihrer Hei­mat vertrieben.

17.30 Uhr - Fast alle Beben heu­te kom­men aus 10 und 13 km Tie­fe. Dem ver­mu­te­ten Stand­ort der klei­ne­ren Mag­ma­kam­mer oder Magmab­la­se. Der stärks­te Erd­stoß um 16.52 Uhr mit ML3,8 aus dem eigent­li­chen Zen­trum in 36 km Tiefe.

18.00 Uhr - Die von der Lava des Vul­kans Cabe­za betrof­fe­ne Flä­che über­schrei­tet an die­sem Diens­tag 612 Hekt­ar, das sind 21 mehr als am gest­ri­gen Mon­tag, berich­tet der Len­kungs­aus­schuss des Son­der­plans für Bevöl­ke­rungs­schutz und Not­fall­hil­fe für das Vul­kan­ri­si­ko der Kana­ri­schen Inseln (Pevol­ca).

18.45 Uhr – Blan­co von der IGN erklär­te, dass sich in den letz­ten Stun­den das Signal des vul­ka­ni­schen Tre­mors ver­stärkt hat, was im Prin­zip auf einen höhe­ren Gas­ge­halt in dem aus dem Erup­ti­ons­zen­trum aus­tre­ten­den Mag­ma hin­weist. Eben­so beton­te sie, dass die vom Aschefall am stärks­ten betrof­fe­nen Gebie­te die Ost- und West­hän­ge von La Pal­ma sein wer­den. Aus die­sem Grund dürf­te der Betrieb des Flug­ha­fens beein­träch­tigt werden.

Tat­säch­lich erreicht die Höhe der Asche- und Gas­säu­le heu­te 3.500 Meter und obwohl die Bri­sen für die Luft­qua­li­tät güns­tig sind, wer­den sie mor­gen die Asche nach Wes­ten und Osten von La Pal­ma und haupt­säch­lich nach Süden tra­gen, und Asche wird auch im Süden von Tene­rif­fa fal­len. Der Vul­kan hat ges­tern 21.868 Ton­nen Schwe­fel­di­oxid und 1.848 Ton­nen Koh­len­di­oxid ausgestoßen.

 

  • Fort­set­zung folgt

 

Wetteraussichten für La Palma



32 Kommentare zu "Das Leben unter einem tobenden Vulkan"

  1. Lie­ber Manfred,
    das hast du mit pas­sen­den Wor­ten sehr gut zusam­men­ge­fasst, was mir Freun­de auf der Insel auch so berich­ten und im Inter­net von Pal­me­ros geschil­dert wird. Vie­len Dank! Möge der Spuk bald auf­hö­ren – so fas­zi­nie­rend Vul­ka­ne auch sind.

  2. Mir fiel heu­te auf, dass seit ges­tern Abend meh­re­re schwä­che­re Beben um 0,8 bis 1,4 an der stei­len West­flan­ke Tene­rif­fas dazu gekom­men sind. Ich fand das einer­seits nicht unge­wöhn­lich, aller­dings war die Tie­fe bei einem 1,1er Beben nur 4 km – und das auch noch direkt bei Guia de Isora. 

    http://www.ign.es/web/resources/volcanologia/tproximos/canarias.html

    • Ich gebe auch zu beden­ken, wel­che Ton­nen von Lava jetzt zusätz­lich auf dem Land lie­gen. Schon sich fül­len­de Stau­dam­me oder Erd­wärme­boh­run­gen haben zu Erd­be­ben geführt, es wäre also sehr gut denk­bar, dass das klei­ne Ent­las­tungs­be­ben sind, mit denen sich der Unter­grund „zurecht­ru­ckelt“. Und so sehr es alle Bewoh­ner auch nervt: Bes­ser vie­le klei­ne Beben als dass sich die Span­nun­gen auf­bau­en und es dann ein gro­ßes Zer­stö­re­ri­sches gibt. Beben auch um 4 sind unan­ge­nehm, aber nicht gefähr­lich. Hof­fen wir alle, dass nicht ein 5er oder 6er wie gera­de in Japan kommt. Die Ska­la ist loga­rith­misch! Wir hat­ten in Deutsch­land die­ses Jahr auch schon ein 3,7‑Beben, und das Beben in Aachen 1992 hat­te 5,9 – auch hier kei­ne Toten und nur ein paar Ver­letz­te. Soll nicht die Sor­ge vor Ort klein­re­den, aber durch­aus beruhigen.

      • Dan­ke für die aus­führ­li­chen Gedan­ken, bei La Pal­ma ist das Lava­för­der­band bis­her offen­bar nicht ver­stopft, ja, also bis­her sieht es auch in mei­nen Augen nicht nach einem wirk­lich explo­si­ve­ren strom­bo­lia­ni­schen Ver­lauf aus.

        Ich bezog mich auf die aktu­el­len leich­ten Beben auf Tene­rif­fa, weil ich bei der West­flan­ke, bzw dem Nord­west­be­reich am Tei­de weiß, dass dort tat­säch­lich die letz­ten his­to­ri­schen Aus­brü­che stattfanden. 

        Magnitu­de 1.2 mbLg NE ADEJE.ITF   2021/10/12 08:13:19   Tie­fe 11 km

        Magnitu­de 0.8 mbLg NE GUÍA DE ISORA.ITF   2021/10/12 03:09:42 Tie­fe 13 km

        Magnitu­de 0.8 mbLg N VILAFLOR DE CHASNA.ITF   2021/10/11 07:02:03   Tie­fe k.A.

        Magnitu­de 1.1 mbLg E GUÍA DE ISORA.ITF   2021/10/10 23:49:31   Tie­fe 4 km (!)

        Magnitu­de 1.4 mbLg SE SANTIAGO DEL TEIDE.ITF   2021/10/10 21:08:06   Tie­fe 15 km

        Ich ver­fol­ge das dort des­halb so genau, weil Bekann­te von mir dort woh­nen. (Bei pas­sen­dem Wet­ter sehen sie übri­gens den Vul­kan auf La Pal­ma auch von dort aus.)
        Und ich gehe davon aus, dass die Vul­ka­ne der Kana­ren zumin­dest in grö­ße­rer Tie­fe auf ein gemein­sa­mes Mag­ma­sys­tem zurück­zu­füh­ren sind.

        • Hal­lo Arno,

          schau Dir mal die 90-Tage-Ansicht bei der IGN an. Da ist gut erkenn­bar, dass es in dem betref­fen­den Bereich regel­mä­ßig zu klei­ne­ren Beben, auch in nicht ganz so tie­fen Regio­nen, gibt. Und bestimmt gibt es irgend­wo auch ne Sta­tis­tik über einen län­ge­ren Zeitraum. 

          Ich als Lai­in den­ke mal, dass das der­zeit ganz nor­ma­le Akti­vi­tä­ten unter­halb von Tene­rif­fa sind, die jetzt kei­nen Anlass zur Besorg­nis geben soll­ten, auch wenn die­se Insel seit gerau­mer Zeit eben­falls unter beson­de­rer Beob­ach­tung steht. Die gesam­ten Kana­ren sind halt ein akti­ves Gebiet, in dem es immer wie­der irgend­wo tief unten rumpelt. 

          Gruß, Bir­git

        • Ja, das stimmt. Der „Hot­spot“, also wo die Mag­ma aus gro­ßer Tier­fe her­auf­kommt, liegt im Wes­ten bei La Pal­ma und Hier­ro, und er wan­dert west­wärts. Des­halb sind die öst­li­chen Inseln die ältes­ten und am flachs­ten = ero­diert. Aber die Mag­ma­kam­mer erstreckt sich nach neu­es­ten Ergeb­nis­sen bis unter den Atlas (vor Tagen gabs mal einen Link dazu), und daher kann auch wei­ter öst­lich noch Vul­ka­nis­mus auf­tre­ten, in his­to­ri­schen Zei­ten am Tei­de und ja auch auf Lan­za­ro­te. Den­noch dürf­te dort kei­ne aku­te Gefahr bestehen.

        • Dan­ke für die Hin­wei­se. Ich bin zwar Natur­wis­sen­schaft­ler aber kein Geo­lo­ge. Die Schwarm­be­ben auf Tene­rif­fa sind immer wie­der vor­han­den, aber dass sie dort in ein­zel­nen Fäl­len in so gerin­ger Tie­fe auf­tre­ten, das war mir tat­säch­lich nicht klar und es ist wirk­lich beru­hi­gend, zu wissen. 

          Den Arti­kel zu der Theo­rie, dass es einen Lava­tun­nel bis unter Nord­afri­ka geben könn­te, habe ich gele­sen. Mir schien es aber eher so zu ver­ste­hen, dass nicht der Hot­spot nach Wes­ten wan­dert, son­dern die Schich­ten dar­über nach Osten, wodurch dann immer neue Inseln am Ort des Hot­spots ent­ste­hen. Bei Hawaii ist es jeden­falls auch so, der Hot­spot liegt vor Big Island und die Inseln wan­dern auf die Kuri­len zu (in dem Fall nach Nordwesten).

          • Stefan Körner | 12. Oktober 2021 um 20:24 |

            Na ja, ob der Hot­spot wan­dert oder die Erdkruste/Kontinentalplatten, oder bei­des, ist schlicht eine Fra­ge des frei defi­nier­ten „Null­punkts“. Es gibt nun­mal kei­nen Fix­punkt auf der Erde, den man Jahr­mil­lio­nen lang fest­le­gen kann; auch die Pole ver­schie­ben sich bzw. die Erd­krus­te dar­über. Bei über 100.000 km/h, die die Erde um die Son­ne rast, ist ein fixer Punkt auch schwer vorstellbar…

          • Ein Bezug zur Erd­ach­se in Abhän­gig­keit zu ihrer Eigen­ro­ta­ti­on (=Prä­zes­si­on) ist schon mög­lich. Die Lage der Kon­ti­nen­te bis ein paar hun­dert Mil­lio­nen Jah­re in der Ver­gan­gen­heit lässt sich ja auch bestim­men. Ich den­ke eine sinn­vol­le Bezugs­grö­ße dafür wäre die Erd­ach­se und der Äquator.

          • stefan körner | 13. Oktober 2021 um 9:33 |

            Der Äqua­tor defi­niert sich aus der Erd­ach­se, also haben wir nur eine Ach­se eines Koor­di­na­ten­sys­tems, damit lässt sich kein Punkt der Erd­ober­flä­che fixie­ren. Zudem, wie Du selbst schreibst, sorgt die Prä­zes­si­on dafür, dass sich auch die­se Bezugs­grö­ße stän­dig ändert, ein­mal im Kreis alle ca. 26.000 Jah­re. In geo­lo­gi­schen Maß­stä­ben ist das ein wil­des Gekrei­sel und zudem auch nicht kon­stant: die Prä­zes­si­on nimmt über Jahr­mil­lio­nen ab auf­grund der Gezei­ten­wir­kun­gen. Nichts ist kon­stant… Nun aber genug des Off-Topic-Technobabble 🙂

          • Ich mag sol­che Gesprä­che ja auch nicht so, aber ich sehe es eben den­noch anders, und habe Argu­men­te. Sowas ist schnell behaup­tet, dass man „nichts fest­le­gen“ könn­te. Es stimmt aber so ein­fach nicht.
            Die Lage der Erd­ach­se und ihre Prä­zes­si­on ist doch bekannt, der Äqua­tor ist dadurch auch fix und sämt­li­che Punk­te las­sen sich mit die­sem Bezugs­sys­tem abglei­chen. (Dabei spielt es natür­lich auch kei­ne Rol­le, ob die Erde um die Son­ne kreist, usw. weil das ja ein ande­res Bezugs­sys­tem ist, das man hier­bei gar nicht wählt.)
            Zudem wür­de die tota­le Rela­ti­vi­tät als Aus­gangs­ba­sis für Über­le­gun­gen ja bedeu­ten, dass sämt­li­che Dar­stel­lun­gen der Geo­lo­gen sinn­frei wären, die bis über 500 Mil­lio­nen Jah­re zurück die Form und die Lage der Kon­ti­nen­te auf der Erde betreffen.
            Und das ist offen­sicht­lich ja auch wie­der nicht der Fall.

            Hier übri­gens der Arti­kel zur Hot­spot / Edge Dri­ven Hypo­the­se, Zitat: „Der Kana­ri­sche Hot­spot ist eine vul­ka­ni­sche Erschei­nungs­form von hei­ßem plas­ti­schem Gesteins­ma­te­ri­al, das in einer eng begrenz­ten Zone aus den Tie­fen des Erd­man­tels als so genann­ter orts­fes­ter Man­tel­plu­me auf­steigt.“ Und: „Durch die plat­ten­tek­to­ni­sche Bewe­gung der ozea­ni­schen Krus­te über den Hot­spot hin­weg ent­stand die Insel­ket­te, wobei die der­zei­ti­ge Posi­ti­on des Hot­spots durch den akti­ven Vul­ka­nis­mus auf La Pal­ma und Hier­ro gekenn­zeich­net ist. Der Vul­ka­nis­mus erlischt jedoch, wenn sich die Plat­te vom Hot­spot hin­weg bewegt.“

            Für mich sind das rela­tiv kla­re Aus­sa­gen, die übri­gens auch bezüg­lich der Hawaii-Inseln und der Mid­way-Inseln genau­so in der Lite­ra­tur zu fin­den sind. Wes­halb soll­ten die­se Leu­te Unrecht haben? Zumin­dest star­ke Bele­ge und dar­auf auf­ge­bau­te Argu­men­te wären da schon gut, wenn man so eine star­ke Behaup­tung in die Welt setzt.

          • stefan körner | 13. Oktober 2021 um 17:29 |

            Eigent­lich woll­te ich ja nichts mehr dazu schrei­ben, aber als Natur­wis­sen­schaft­ler kann ich das so ein­fach nicht ste­hen las­sen. Es geht um Fak­ten, nicht um „ich sehe das so und so“. Noch­mals: Fest­ge­legt sind Erd­mit­tel­punkt und – zumin­dest in nicht-geo­lo­gi­schen Zeit­räu­men – Erd­ach­se. Damit kann man den Brei­ten­grad bestim­men. Den Län­gen­grad nicht, grund­sätz­lich, und damit auch kei­nen Punkt auf der Erde fest­le­gen. Dar­an sind die See­fah­rer bis ins 18. Jd. ver­zwei­felt und der 0‑Längengrad wur­de dann von Men­schen will­kür­lich fest­ge­legt, erst auf den Kana­ren(!), dann Green­wich. Rein will­kür­lich. Die genann­te Quel­le ist ein Blog (nichts gegen Blogs, dies ist auch einer, aber eben kein Beleg für wis­sen­schaftl­che Fak­ten), und zudem gibt es dann auch hier wie­der will­kür­lich fest­ge­leg­te Fix­punk­te: Ein Geo­graf auf La Pal­ma setzt den Fix­punkt z.B. auf eine Metall­pla­ket­te im Boden, wohl wis­send, dass die­ser auf sei­ner Kon­ti­nen­tal­plat­te wan­dert. Ein Geo­lo­ge betrach­tet die Erd­krus­te als mobil in geo­lo­gi­schen Zeit­räu­men. Ein Astro­nom fixiert wie­der einen ande­ren Bezugs­punkt, immer je nach Bedarf. Damit haben alle „Recht“, die das in ihrem Bezugs­sys­tem sagen, wie anders soll ein Geo­lo­ge arbei­ten. Aber letzt­lich ist es will­kür­lich. Dass es in der Natur kei­nen „ewi­gen Bezugs­punkt“ gibt, hat Ein­stein end­gül­tig klar gemacht und damit die Äther-Theo­rie ver­wor­fen. Die Raum­zeit hat kein uni­ver­sel­les Koor­di­na­ten­sys­tem. Oder, wie es für Lai­en immer heißt: „Alles ist rela­tiv“ und damit eben nichts fix und nur im Ver­hält­nis zuein­an­der defi­niert. Mag abs­trakt klin­gen, ist aber eine fun­da­men­ta­le Erkennt­nis und damit ist es müßig zu strei­ten, ob sich La Pal­ma über den Hot­spot bewegt oder die­ser sich drun­ter hin­weg. Kann auch bei­des stim­men, je nach will­kür­li­cher Betrach­tung und künst­li­chem Koor­di­na­ten­sys­tem. Und damit für mich: EOD – Man­fred hat bes­se­res zu tun, als the­men­frem­de Dis­kus­sio­nen zu lesen, zu mode­rie­ren und auf sei­nem Blog zu veröffentlichen.

          • Es wäre bes­ser Sie wür­den inhalt­lich sau­be­rer argu­men­tie­ren. Oben ste­hen die Gegen­ar­gu­men­te. Der wun­de Punkt ist, dass die Erd­ach­se unab­hän­gig von der Prä­zes­si­on den Äqua­tor defi­niert und damit in Zusam­men­hang mit Gesteins­pro­ben Zuord­nun­gen mög­lich sind, wie sie welt­weit unter Geo­lo­gen üblich sind.

  3. Hal­lo Manfred,
    möch­te mich wie vie­le vor mir auch erst ein­mal bedan­ken – ich kann­te dei­ne Sei­te vor­her nicht, lese jetzt aber mehr­mals täg­lich mit, um mich über die Gescheh­nis­se auf mei­ner Lieb­lings­in­sel auf dem Lau­fen­den zu hal­ten. Wirk­lich sehr gut gemacht, und für mich als abso­lu­ten Vul­kan-Lai­en auch sehr interessant.
    Was mich schon seit Beginn des Aus­bruchs beschäf­tigt – wie heißt der Vul­kan denn nun? In grö­ße­ren Medi­en ist häu­fi­ger von „dem Vul­kan Cumbre Vie­ja“ die Rede, was ja nicht stim­men kann. Du nennst den Vul­kan Cabe­za – das macht schon deut­lich mehr Sinn, aber ist das auch die offi­zi­el­le Bezeichnung?
    Ansons­ten hof­fe ich im Sin­ne der Pal­me­ras und Pal­me­ros, dass das Schau­spiel bald ein Ende hat (so fas­zi­nie­rend und beein­dru­ckend das Gan­ze auch ist). Ich kann mir über­haupt nicht vor­stel­len, wie im Anschluss sicher­ge­stellt wer­den kann, dass der Bereich süd­lich der Lava­f­lüs­se nicht län­ger abge­schnit­ten (bzw. nur über den Osten erreich­bar) bleibt – sol­che Mas­sen Gestein, das wahr­schein­lich erst ein­mal aus­küh­len muss, sind doch wahr­schein­lich nicht „mal eben“ weg­ge­räumt, oder?

    • Manfred Betzwieser | 12. Oktober 2021 um 13:39 | Antworten

      Hal­lo Karsten,

      noch hat der Vul­kan kei­nen offi­zi­el­len Namen. Ich habe ihm nur einen Namen ver­passt, damit jeder weiß was gemeint ist. So habe ich das vor 10 Jah­ren auch mit dem Eldis­cre­to von El Hier­ro schon gemacht. 

      Bis die Stra­ßen pas­sier­bar sind, das wird eine Wei­le dau­ern. Erst muß die Lava aus­küh­len was sicher 6 bis 12 Mona­te not­wen­dig macht. Die Stra­ßen­füh­rung wird dann eine ande­re sein. An man­chen Stel­len lie­gen die Lava­strö­me 50 Meter hoch. Aber noch sind wir mit­ten in der Eruption.

      Gruß
      Manfred

      • Hal­lo Manfred,
        dan­ke für die schnel­le Rückmeldung!
        Schon klar, das war 1–3 Schrit­te im Vor­aus gedacht…da es ja nach wie vor nicht danach aus­sieht, als wäre ein Ende in Sicht, ist wohl noch eini­ges an Geduld gefragt.
        Grü­ße nach La Palma
        Karsten

      • Hal­lo Manfred,
        da geis­tert doch auch der Name Vol­can Tajo­gai­te rum.
        Ich konn­te aber kei­ne sinn­vol­le Über­set­zung finden.
        So wird er Kuh­kopf, Cabre­za, Olaf und so mit einigen
        Schimpf­wort­na­men belegt.
        Gruß Helmut

        • Das ist der Guan­chen­na­me von die­sem Gebiet. Ein Vor­schlag von Invol­can aus Tene­ri­fe. Letzt­end­lich wird La Pal­ma selbst ent­schei­den, wie der neue Vul­kan hei­ßen soll. Das wird dau­ern. Noch sind wir in der Entwicklungsphase.

          • Ich fin­de die Idee Cabe­za in jedem Fall gut! Wenn man sich den Stra­ßen­na­men dort im Gebiet ansieht, sieht man ja auch den Namen: „Cami­no Cabe­za de Vaca“ = „Kuh­kopf-Weg“.
            Der Name ist also natür­lich kei­nes­wegs ein­fach aus der Luft gegrif­fen, das fiel mir auch gleich auf.

          • Mich wür­de nur mal die Moti­va­ti­on dahin­ter inter­es­sie­ren, für Aus­sa­gen wie mei­ne oben einen Dau­men run­ter zu geben.
            Ich ver­stehs ehr­lich nicht so ganz.

          • Laudenberg | 12. Oktober 2021 um 18:22 |

            Das dürf­te eine ganz natür­li­che Erklä­rung haben, da hier wohl viel­fach älte­re ‚Semes­ter‘ kom­men­tie­ren. Also ent­we­der liegt es an der Seh­schär­fe oder der ‚ruhi­gen‘ Hand. 

          • Stefan Körner | 12. Oktober 2021 um 20:15 |

            Ja, nervt mich auch schon eini­ge Tage. War anfangs nicht so. Offen­bar lesen hier jetzt Leu­te mit, die ein Abwer­tungs­touret­te haben. Habe auch mehr­fach ein­fach „dage­gen­ge­vo­tet“, um völ­lig sinn­freie Abwer­tun­gen aus­zu­glei­chen. Aber bes­ser so ein Troll als gan­ze Troll­bei­trä­ge (oder, Man­fred, ver­wirfst Du Trollbeiträge?)

          • Manfred Betzwieser | 12. Oktober 2021 um 20:24 |

            Natür­lich sor­tie­re ich aus. Sonst wäre dies schon längst kei­ne Dis­kus­si­ons­platt­form, son­dern ein Tollhaus.
            Mei­ne Erfah­run­gen von El Hier­ro wir­ken sich jetzt aus.
            Bei 50.000 täg­li­chen Besu­chern gibt es mas­sen­haft Trol­le und Pro­vo­ka­teu­re. Ich ken­ne mei­ne Kame­ra­den. Sinn­vol­le Kom­men­ta­re wer­den ver­öf­fent­licht, unnüt­zer Mist gelöscht.

    • Das Vul­kan-Insti­tut der Cana­ren (INVOLCAN Insti­tu­to Vol­ca­noló­gi­co de Cana­ri­as) hat heu­te den Namen Tajo­gai­te vor­ge­schla­gen: https://rtvc.es/el-involcan-sugiere-el-nombre-de-tajogaite-para-la-erupcion-de-la-palma/

  4. Heu­te 12.10.2021 um 13h15 neu­er Eva­ku­ie­rungs­be­fehl für Tei­le La Lagunas .…

    • Hal­lo,
      lei­der zei­gen die ers­ten Droh­nen­auf­nah­men von heu­te, dass die­ser Eva­ku­ie­rungs­be­fehl eine direk­te Fol­ge der Ent­wick­lung vor Ort seit ges­tern ist:
      Wir wis­sen, dass die Lava bis ges­tern Abend an meh­re­ren Stel­len in die Mul­de von El Ped­re­gal geschwappt war, und dort immer­hin zunächst eine star­ke Ten­denz zum Abfluss direkt Rich­tung Wes­ten zeig­te. Außer­dem schien das Volu­men des Nach­schubs aller nörd­li­chen Lava-Aus­läu­fer nach dem ers­ten gro­ßen Schub wie­der deut­lich nachzulassen.

      Der Nach­schub scheint jedoch zu rei­chen, dass die Lava sich nicht nur Rich­tung Wes­ten fließt, son­dern zusätz­lich und sogar kräf­ti­ger in die Flä­che geht. Kon­kret wei­ter Rich­tung Nord­wes­ten – und kon­kret gera­de die Lie­gen­schaf­ten am Cami­no el Ped­re­gal zerstört.
      Die Ent­fer­nung zum SPAR Lagu­na beträgt noch ca. 300m.
      Den­sel­ben Weg nimmt wei­ter oben der Strom aus dem nahe­zu in Gän­ze zer­stör­ten Indus­trie­park – Rich­tung Nord­wes­ten Rich­tung Cami­no Cum­pli­do und den dor­ti­gen Fußballplatz.
      Der Zustrom in den Indus­trie­park ist als rote Strö­mung gut zu erken­nen, also recht aktiv.

      Nicht zu erken­nen ist, ob im Hin­ter­grund der nörd­li­che Strom nun mittlwer­wei­le das Meer erreicht hat.

      Sinn­voll wäre die­se Eva­ku­ie­rung außer­dem aus hypo­the­ti­schen Gründen:
      1.) Die Vor­be­rei­tung auf eine nächs­te, zukünf­ti­ge Wel­le der nörd­li­chen Strö­me, wel­che wie bis­her auch jeweils für eine wei­te­re Ver­brei­te­rung der Lava­strö­me sor­gen wür­de und somit noch näher an La Lagu­na her­an­füh­ren könn­te, selbst falls die Haupt­strö­mungs­rich­tung kal­ku­lier­bar der Wes­ten wäre.
      2.) Die Ver­än­de­run­gen am Kra­ter selbst, bei dem nun auch alle älte­ren Schlo­te wie­der offen und aktiv sind (die obe­ren wie bis­her meist mit Gas und Asche), aber zusätz­lich und neu der öst­lichs­te, obers­te Kegel zwi­schen­zei­tig stark rauch­te – was im Moment noch nicht genau ein­zu­ord­nen ist. Ein poten­ti­el­ler neu­er Schlot (oder ein frei­ge­leg­ter ganz alter Spalt), und damit even­tu­ell ein neu­er Lava-Aus­fluss an der Ost­flan­ke. Ein sol­cher Strom ist aus heu­ti­ger Sicht extrem sehr schwer abzuschätzen.

      • Und hier noch die „kartenfreak’sche“ Ergänzung:
        OSM und auch die arcgis-„mapa com­pa­ra­tivo“ sind nicht up-to-date.
        Die IGME-Kar­te bil­det zumin­dest im oben bespro­che­nen Gebiet die aktu­el­len Bil­der mit ab.
        Unten am Meer scheint der Nord­strom seit ges­tern nur eine sehr klei­ne 33m-Nase wei­ter­ge­kom­men zu sein, es feh­len noch 366m zum Meer. Das „Fluss­bett“ (sofern vor­han­den) ver­fes­tigt sich also, sodass auch in die­sem Bereich mit den nächs­ten Wel­len mit Ver­brei­te­run­gen des Stroms und Auf­tür­mun­gen zu rech­nen wäre.

  5. Wie kann man sei­ne Tie­re zurück­las­sen, wenn men eva­ku­iert wird? Es wird doch vor­her ange­kün­digt, da ist doch genug Zeit die­se mit­zu­neh­men.…. kann ich nicht verstehen

    • In man­chen Gebie­ten waren es 15 Minu­ten. Wenn da die Kat­ze gera­de unter­wegs ist…
      Wir hat­ten auf El Pilar ein deut­sches Paar getrof­fen, die aus­ser Papie­ren und Geld nichts mehr hat­ten, sie wur­den nicht mehr zu ihrem Haus gelassen.

    • Sind ja auch vie­le frei­lau­fen­de Tie­re, Kat­zen, Hun­de, Zie­gen usw. Vor allem am Beginn des Aus­bruchs, als es schnell gehen muss­te, war das schwie­rig. Im Blog von Simon Märk­le schreibt er auch, dass eine sei­ner Kat­zen bis­her nicht auf­ge­taucht ist (die ande­ren haben Haus­ar­rest), dabei ist er bis­her nicht eva­ku­iert. Um so tol­ler, dass Leu­te unter eige­ner Gefahr Tie­re im Gebiet einsammeln.

    • Ergän­zung: das Cabil­do hat ges­tern bekannt gege­ben, dass zwei Fir­men seit vier Tagen meh­re­re Hun­de, die auf einer die­ser „Inseln“ gefan­gen sind, mit­tels Droh­nen mit Was­ser und Fut­ter ver­sor­gen. Auf dem Land­weg sind die Tie­re noch nicht erreich­bar und für Hub­schrau­ber­flü­ge ist es noch nicht sicher genug, da der Vul­kan ja immer noch mit Stei­nen schmeisst.

      https://www.cabildodelapalma.es/es/el-cabildo-agradece-la-colaboracion-de-dos-empresas-de-la-palma-para-garantizar-agua-y-comida-los‑0

  6. Aktu­ell, 18:35 h Orts­zeit, bil­det sich auf der Nord­sei­te ein wei­te­rer Fin­ger (sie­he Pfeil).

    Ent­we­der stoppt der Strom irgend­wo, kommt zurück zum bis­he­ri­gen Strom, oder er bil­det einen noch etwas wei­ter nörd­lich gele­ge­nen Able­ger. Die ers­ten bei­den Mög­lich­kei­ten wären natür­lich die wünschenswerten.

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