Was war das mit dem Mega Tsunami von La Palma?

Cumbre - Mega Tsunami

Mega Tsunami doch nur eine vage These -

Der eng­li­sche Geo­lo­ge Dr. Simon Day stell­te im Jah­re 1998 die The­se auf, dass bei einem der nächs­ten Vul­kan­aus­brü­che auf La Pal­ma ein Mega Tsu­na­mi ent­steht. Die­ser Mega Tsu­na­mi soll­te die Ost­küs­te der USA zerstören.

Die gesam­te West­flan­ke der Insel mit ca. 3 bis 4 Kubik­ki­lo­me­ter Gestein könn­te abbre­chen und in den Atlan­tik abrut­schen. Eine fan­tas­ti­sche Geschich­te und Hor­ror­vor­stel­lung, die damals die welt­wei­te Pres­se und das Fern­se­hen bewegt hat. Film­be­rich­te der BBC und ande­rer Anstal­ten mal­ten sich das Schre­ckens­sze­na­rio in düs­te­ren Bei­trä­gen und ani­mier­ten Gra­fi­ken aus.

Vulkan - Mega Tsunami

 

Kein Katastrophenszenario nach Dr. Simon Day

Jetzt hat­ten wir den Aus­bruch des Vul­kans Cabe­za an der West­flan­ke von La Pal­ma und nichts ist pas­siert. Kein Berg­rutsch und kein Tsu­na­mi. Dr. Simon Day hat­te damals auch an einem Gut­ach­ten für einen ame­ri­ka­ni­schen Ver­si­che­rungs­kon­zern gear­bei­tet und da soll­te ein Ergeb­nis her­aus­kom­men, das Küs­ten­be­woh­ner der USA zum Abschluss einer Tsu­na­mi-Ver­si­che­rung bewe­gen soll­te. Täu­schung und Mani­pu­la­ti­on der Mas­sen, ein Geschäfts­mo­dell, das vie­le Ver­si­che­rungs­kon­zer­ne anwen­den. Mit der Angst lässt sich noch immer ein gutes Geschäft machen.

Ich hat­te damals in vie­len Berich­ten und ört­li­chen Bege­hun­gen die ver­meint­li­che Spal­te auf­ge­sucht, um mir ein eige­nes Bild zu ver­schaf­fen. Als beruf­li­cher Nicht­geo­lo­ge konn­te ich die Day-The­se nie­mals nach­voll­zie­hen und bestä­ti­gen. Zum Nach­le­sen nur als Bei­spiel ein Bei­trag von 2013.

Eine Spal­te, die vom Vul­kan San Juan nach Süden ver­läuft, ist vor­han­den. Absen­kun­gen von bis zu 2 Meter Brei­te, wei­ter süd­lich aber nur noch weni­ge Zen­ti­me­ter breit. Wie tief die­se Spal­te ist, wur­de jedoch nie gemes­sen. Ich schät­ze höchs­tens 4 oder 5 Meter tief. Simon Day und dar­auf begrün­det sich sei­ne Theo­rie geht von einer Spal­tung bis zum Mee­res­grund aus.

Nor­mal hät­te es beim jet­zi­gen Vul­kan­aus­bruch – die Mag­ma­ka­nä­le ver­lie­fen durch die­ses Spal­ten­ge­biet – ganz ande­re Reak­tio­nen geben müs­sen. Das ein­ge­drun­ge­ne Meer­was­ser hät­te die Spal­te explo­si­ons­ar­tig erwei­tern und zumin­dest zu einem Teil­ab­bruch der West­küs­te geführt. Statt­des­sen ist das wahr­schein­lich ein­ge­drun­ge­ne Meer­was­ser über den Schlot ver­dampft und hat nicht zu der pro­phe­zei­ten Apo­ka­lyp­se geführt.

Sind wir mal wie­der froh, dass auf­ge­stell­te Theo­rien sich nicht bewahr­hei­ten und auch Fach­leu­te wie Geo­lo­gen falsch lie­gen kön­nen. Nie­mand ist unfehl­bar, auch wenn sie sich Exper­ten nennen.

11.40 Uhr - Cabil­do La Pal­ma: Wir wer­den kei­ne Opfer aus den Hotels ver­trei­ben, solan­ge sie kei­ne Unter­an­kunfts­lö­sung haben. Noch leben 430 Men­schen in Hotels und Urlaubsunterkünften.

11.50 Uhr - Taza­cor­te bie­tet städ­ti­sches Land für den Bau von 168 neu­en Häu­sern. Woh­nungs­not ist seit Jah­ren ein Pro­blem in der Gemein­de Taza­cor­te, aber es wur­de durch den Vul­kan­aus­bruch ver­schlim­mert, bei dem Lava zahl­rei­che Häu­ser weg­s­pül­te. Um die­se Situa­ti­on abzu­mil­dern, hat der Stadt­rat der Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln ein städ­ti­sches Grund­stück zur Ver­fü­gung gestellt, auf dem 168 neue Woh­nun­gen gebaut wer­den könnten.

13.20 Uhr - Rund täg­lich 6000 Leser auf die­ser Sei­te. Mel­det Euch mal wie­der auf der Kom­men­tar­sei­te, sonst ver­lie­re ich die Lust wei­ter zu berichten.

17.00 Uhr – Ja, das ist wie Bal­sam oder Öl in das Getrie­be, das den Betrieb am Lau­fen hält. Dan­ke viel­mals für die Zusprüche.

18.00 Uhr

Freitag, der 25. März 2022

8.50 Uhr - Seit der ver­gan­ge­nen Nacht wer­den wie­der ver­stärkt seis­mi­sche Erschüt­te­run­gen regis­triert. Laut Invol­can „Die­se lang­an­dau­ern­den seis­mi­schen Ereig­nis­se spie­geln kei­nen Pro­zess mag­ma­ti­schen Ein­drin­gens wider, son­dern eine Frei­set­zung hydro­ther­ma­ler Flüs­sig­kei­ten, die durch die Abküh­lung der mag­ma­ti­schen Kam­mer ver­ur­sacht wird. Bis­her wur­den mehr als 60 klei­ne Ereig­nis­se in Tie­fen von etwa 10–13 km aufgezeichnet“.

Um 7.53 Uhr ein Beben der Stär­ke ML2.6 aus 10 km Tie­fe unter Fuen­ca­li­en­te. Dann hof­fen wir mal, dass die Invol­can mit ihrer Pro­gno­se rich­tig liegt und uns nicht wie­der die Lava­bro­cken um die Ohren fliegen.

14.20 Uhr - Der Erd­be­ben­schwarm der wei­ter anhält, ist nicht genau zu deu­ten. Es spielt sich alles in 10 bis 16 km Tie­fe ab. Aber schon sehr unge­wöhn­lich. An der Ober­flä­che oder am Kra­ter des Cabe­za sind kei­ne Beson­der­hei­ten zu beobachten.

Samstag, der 26. März 2022

8.45 Uhr - Das ist die Lage der leich­ten Erd­be­ben, die in den letz­ten Tagen unter dem süd­li­chen Teil von La Pal­ma von der IGN auf­ge­zeich­net wur­den. Alle Beben stam­men aus 5 – 13 km Tiefe.

10.15 UhrWet­ter­war­nung der AEMET vor Sturm und Stark­re­gen. Ab Sams­tag­abend und für den Sonntag.

10.30 Uhr - Mehr als 10 Aktio­nen „gegen Lava“ sind auf La Pal­ma im Gan­ge, um zu ver­su­chen, die Ver­bin­dun­gen wie­der­her­zu­stel­len, die der Vul­kan zer­stört hat. Dar­un­ter die Stre­cke in La Lagu­na; ers­ter Punkt, an dem die Maschi­ne­rie schon 48 Stun­den nach Ende der Erup­ti­on zu arbei­ten begann; und die danach strebt, eine direk­te Ver­bin­dung mit dem Süden der Insel zu errei­chen. Nach wochen­lan­gem War­ten wird das tech­ni­sche Komi­tee von PEINPAL an die­sem Mon­tag die Rou­te bekannt geben, die die Insel­insti­tu­ti­on durch­füh­ren wird, um La Lagu­na und Las Nori­as zu verbinden.

Es ist die Alter­na­ti­ve des Cabil­do zur Küs­ten­stra­ße, die der Staat als Not­fall­rou­te aus­füh­ren wird. Eine Akti­on, die ver­sucht, eine Rou­te wie­der­her­zu­stel­len, die der­je­ni­gen, die Los Lla­nos mit Puer­to Naos vor dem 19. Sep­tem­ber 2021 ver­band, so ähn­lich wie mög­lich ist. „Es wird nicht ein­fach sein“, sagt Infra­struk­tur­mi­nis­ter Bor­ja Per­do­mo und fügt hin­zu, dass „die Tem­pe­ra­tur ziem­lich hoch in die­sem Bereich ist, aber wir wer­den nicht auf­hö­ren und frü­her oder spä­ter ankom­men“.

11.00 Uhr Die wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter des IGN mes­sen wei­ter­hin die Kon­zen­tra­ti­on und den Fluss von CO2 in der Nach­bar­schaft von La Bom­bil­la auf der Insel La Pal­ma und neh­men dabei an ver­schie­de­nen Stel­len gesund­heits­schäd­li­che Wer­te auf.

12.00 Uhr - Ein­bruchs­se­rie in der Vul­kan Sperr­zo­ne – Die vom Vul­kan Las Man­chas betrof­fe­nen Nach­bar­schafts­ver­bän­de, La Lagu­na, Todo­que, El Remo und La Bom­bil­la, zei­gen die Besorg­nis der Bewoh­ner der noch eva­ku­ier­ten Gebie­te auf­grund der Raub­über­fall­wel­le, die in ihnen ver­übt wird  man­geln­de Wach­sam­keit der zustän­di­gen Behör­den, wie sie anprangern.

Sie for­dern die Behör­den auch auf, die Kri­te­ri­en für den Zugang zu den ange­ge­be­nen Berei­chen zu klä­ren, da „wir nicht ver­ste­hen, wie die Eigen­tü­mer, die ihre Häu­ser betre­ten haben, vor Ort Kennt­nis davon haben konn­ten, wenn der Zugang zu ihnen voll­stän­dig ein­ge­schränkt ist „. „Wir ver­ste­hen nicht, war­um man­che Men­schen Zugang haben und ande­re mit lebens­wich­ti­gen Bedürf­nis­sen nicht“, bekla­gen sie sich.

13.00 Uhr – Es begann mit einem Pro­test klei­ner Trans­port­un­ter­neh­men gegen die ange­stie­ge­nen Die­sel­prei­se in Spa­ni­en. Doch rela­tiv schnell wur­de dar­aus ein grö­ße­rer Streik, dem sich immer mehr Lkw-Fah­rer anschlossen.

Auf­ge­ru­fen zu der Akti­on hat eine Platt­form der Waren­trans­por­teu­re, die nur einen klei­nen Teil des spa­ni­schen Trans­port­we­sens ver­tritt. Aber eini­ge der Akteu­re gehen Medi­en­be­rich­ten zufol­ge recht rabi­at vor, blo­ckie­ren Zugän­ge zu Betrie­ben und Groß­han­dels­la­gern, zer­ste­chen Rei­fen und wer­fen Stei­ne auf Last­wa­gen, die sich nicht an den Pro­tes­ten betei­li­gen. Vie­le Men­schen in Spa­ni­en lei­den unter den Fol­gen der Infla­ti­on, die mit den stei­gen­den Ener­gie­prei­sen zusam­men­hängt und sich nach dem Ein­marsch Russ­lands in der Ukrai­ne ver­schlim­mert hat. Man­che Lie­fer­ket­ten sind wegen des Streiks bereits unter­bro­chen, in den Super­märk­ten wer­den fri­sche Pro­duk­te knapp.

Pal­me­ri­sche Bana­nen stau­en sich in Cadiz und Valen­cia und wur­den nicht mehr wei­ter trans­por­tiert. Schif­fahrts­li­ni­en wol­len man­gels Nach­fra­ge ihren Fähr­be­trieb aus­set­zen. Inzwi­schen scheint man aber mit dem spa­ni­schen Staat eine Eini­gung gefun­den zu haben. Sub­ven­tio­nen sol­len das Pro­blem lindern.

Sonntag, der 27. März 2022

10.00 Uhr – Die Seis­mo­gra­fen zei­gen auch am Sonn­tag­mor­gen unge­wöhn­li­che Akti­vi­tä­ten im Unter­grund. Die Tie­fe lässt sich nicht genau bestim­men, müss­te aber aus dem Bereich der obere­ren Mag­ma­kam­mer in 10 bis 13 km Tie­fe kom­men. Es sind Tre­mor ähn­li­che Erschüt­te­run­gen, die auf einen Mag­ma- oder Gas­fluss hin­deu­ten. Es kann natür­lich ein­ge­drun­ge­nes Grund- oder Mee­res­was­ser sein, das bei der gro­ßen Hit­ze von 1200 Grad C sofort ver­dampft und sich erwei­tert. Aus 1 Liter Was­ser ent­ste­hen 1673 Liter Was­ser­dampf, der Platz benö­tigt und die­se Zit­ter­be­we­gun­gen ver­ur­sacht. Beson­ders auf­fäl­lig war die Akti­vi­tät in der ver­gan­ge­nen Nacht zwi­schen 2 und 4 Uhr.

 

11.30 Uhr - Schnee und Hagel, zum drit­ten Mal im Jahr 2022, haben an die­sem Sonn­tag­mor­gen erneut die Gip­fel von La Pal­ma heim­ge­sucht und in den ers­ten Früh­lings­ta­gen die Umge­bung des Roque de Roque bei minus 2 Grad erneut mit einer eisi­gen Schicht bedeckt. Auch der Rest der Insel bekommt viel Regen ab. Es stürmt im Moment aus west­li­cher Rich­tung, am Abend dann wie­der aus Süden. Wie sich der vie­le Regen im Wes­ten auf die Lavaa­sche aus­wirkt, wird man noch sehen.

Montag, der 28. März 2022

9.10 Uhr - Heu­te gibt es nur Sturm und Stark­re­gen. Die kom­plet­te Insel wird damit ein­ge­deckt. Der Flug­ver­kehr ist teil­wei­se aus­ge­setzt. Schä­den oder Erd­rut­sche (Lavaa­sche) wur­den bis­her noch nicht gemeldet.

Regen in den ver­gan­ge­nen 7 Tagen in Liter/m²

14.00 Uhr – Cabil­do La Pal­ma –  Wir mel­den die vor­über­ge­hen­de Sper­rung der Stra­ße LP‑4 Roque de Los Much­achos von Pico de la Nie­ve nach Hoya Gran­de auf­grund von Erdrutschen.

16.40 Uhr  – Das Cabil­do de La Pal­ma hat heu­te im Pein­pal-Bera­tungs­aus­schuss unter dem Vor­sitz des Lei­ters der Pal­ma-Insti­tu­ti­on, Maria­no Zapa­ta, die Schaf­fung einer Rou­te geneh­migt, die das Vier­tel La Lagu­na mit Las Nori­as ver­bin­det, eine Akti­on, die am kom­men­den Mon­tag, dem 4. April, begin­nen wird. „Die Akti­on wird jeder­zeit unter Berück­sich­ti­gung der Höhe der Strö­me, mög­li­cher Lava­r­öh­ren und Kon­vek­ti­ons­tem­pe­ra­tu­ren durch­ge­führt“, füg­te Bor­ja Per­do­mo hin­zu. Per­do­mo führt aus, dass das Lay­out die­ser Stra­ße „eine Län­ge von 3.287 Metern mit einer maxi­ma­len Längs­nei­gung von 10,77 % und einer mini­ma­len Nei­gung von 0,93 % haben wird“.

17.45 Uhr - Alle Fah­rer erhal­ten einen Rabatt von 20 Cent pro Liter Kraft­stoff. Die Haupt­maß­nah­me wird laut Sán­chez vor den Geschäfts­leu­ten auf dem Euro­pa Press Forum in Zusam­men­ar­beit mit McK­in­sey & Com­pa­ny sein, den Kraft­stoff­preis ab dem 1. April um min­des­tens 20 Cent pro Liter für alle Fah­rer zu sen­ken. Der Staat über­nimmt 15 Cent und die rest­li­chen 5 wer­den von den Ölge­sell­schaf­ten über­nom­men, obwohl eini­ge bereits höhe­re Kür­zun­gen ange­kün­digt haben. Die Ermä­ßi­gung erfolgt direkt beim Tan­ken an der Tankstelle.

18.00 Uhr – Trotz der wid­ri­gen Wet­ter­be­din­gun­gen auf der Insel ist heu­te die ers­te Ryan­air in der Geschich­te von La Pal­ma aus Sant­ia­go de Com­pos­te­la gelan­det. Nach­dem das iri­sche Unter­neh­men heu­te Mor­gen einen sei­ner bei­den geplan­ten Flü­ge umge­lei­tet hat, konn­te es sei­ne neue Rei­se­li­nie zur Isla Boni­ta ein­wei­hen. Ob das eine Berei­che­rung für La Pal­ma ist, muss ich ernst­haft bezweifeln.

  • Fort­set­zung folgt

 

Wetteraussichten für La Palma



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