Trump greift Iran an: Zwischen „Epic Fury“, Ölpreis-Schock und dem Ende der Diplomatie

Trump am längeren Hebel/ Trump Iran Angriff Auswirkungen

Operation „Epic Fury“: Wenn Trump den roten Knopf drückt und die Welt den Atem anhält –

Trump Iran Angriff Auswirkungen: Manche Menschen kaufen sich im Alter ein Boot oder fangen an zu gärtnern. Donald Trump hingegen scheint im März 2026 eine neue Freizeitbeschäftigung für sich entdeckt zu haben: Regime-Change per Fernbedienung. Unter dem martialischen Namen „Operation Epic Fury“ lassen die USA und Israel derzeit Bomben auf den Iran regnen.

Die offizielle Begründung? „Unmittelbare Bedrohung“. Die inoffizielle Vermutung? Irgendjemand musste wohl von den sinkenden Umfragewerten und den Schlagzeilen zu Hause ablenken. Doch während in Mar-a-Lago das Video-Statement im Kasten ist, fragt sich der Rest der Welt: Was hat er sich dabei eigentlich gedacht?

1. Flugverkehr: „Please fasten your seatbelts – it’s going to be a bumpy decade“

Wer gehofft hatte, 2026 entspannt in den Urlaub zu fliegen, sollte sich vielleicht schon mal mit dem Thema „Schienenersatzverkehr über Kontinente“ vertraut machen.

  • No-Fly-Zones: Der Luftraum über dem Mittleren Osten ist aktuell so attraktiv wie ein Minenfeld. Airlines streichen Flüge im Minutentakt.

  • Umwege: Wer von Europa nach Asien will, darf jetzt Sightseeing über der Arktis oder den südlichen Zipfel Afrikas machen. Das verbraucht mehr Kerosin, als Trump Haarspray benötigt.

  • Preise: Die Ticketpreise steigen schneller als Trumps Puls bei einer kritischen Pressekonferenz.

2. Der Ölpreis: 100 Dollar pro Barrel sind das neue „Günstig“

Nichts sagt so sehr „Wirtschaftsgenie“ wie ein militärischer Konflikt in der Nähe der Straße von Hormus. Hier fließen – oder eben nicht – rund 20 % des weltweiten Öls durch.

Die Märkte reagieren nervös. Analysten prognostizieren bereits einen Sprung auf 100 Dollar pro Barrel. Das bedeutet für uns an der Zapfsäule: Den Kleinwagen gegen ein Lastenfahrrad einzutauschen, wird plötzlich zu einer ernsthaften finanziellen Überlegung. Trump verspricht zwar „Frieden durch Stärke“, aber an der Tankstelle fühlt sich das eher nach „Pleite durch Geopolitik“ an.

3. Auswirkungen auf La Palma: Wenn das Kerosin den Tourismus grillt

Man fragt sich: Was hat die beschauliche Kanareninsel La Palma mit Teheran zu tun? Mehr, als man denkt.

  • Abhängigkeit vom Flugverkehr: La Palma lebt vom Tourismus. Wenn die Kerosinpreise explodieren und Airlines ihre Flotten aufgrund von Treibstoffmangel oder Sicherheitsrisiken reduzieren, wird der Flug auf die Isla Bonita zum Luxusgut.

  • Lieferketten: Als Insel ist La Palma auf Importe angewiesen. Höhere Transportkosten durch Ölpreis-Schocks landen am Ende direkt auf dem Preisschild der Papas Arrugadas im Supermarkt.

Gilt nur noch das Recht des Stärkeren?

Die große philosophische Frage hinter den Explosionen: Haben wir das Völkerrecht eigentlich offiziell bei eBay Kleinanzeigen verkauft?

Trumps Vorgehen ohne Zustimmung des Kongresses und ohne völkerrechtliches Mandat sendet eine klare Botschaft: Wer die dicksten Raketen hat, schreibt die Regeln. Diplomatie scheint im Jahr 2026 ein Relikt aus einer Zeit zu sein, in der man noch miteinander redete, statt sich gegenseitig „viciously“ (O-Ton Trump) wegzubomben.

„Ich habe den Iranern die Chance gegeben, ihr Land zurückzuerobern“, sagt Trump. Dass „zurückerobern“ in Trumps Welt oft „in Schutt und Asche legen“ bedeutet, hat er im Kleingedruckten wohl vergessen.

Ein riskantes Spiel mit dem Feuer

Ob die „Operation Epic Fury“ als strategischer Geniestreich oder als Beginn eines globalen Flächenbrands in die Geschichte eingehen wird, wissen wir wohl erst, wenn sich der Rauch über Teheran verzogen hat. Bis dahin bleibt uns nur: Tanken, solange es noch dreistellig ist, und hoffen, dass der „Dealmaker“ nicht versehentlich die gesamte Weltwirtschaft „ge-dealt“ hat.

Was denkst du? Ist dieser harte Kurs notwendig oder steuern wir sehenden Auges in die Katastrophe?

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Über den Autor

Manfred Betzwieser
Buchautor und begeisterter Naturliebhaber. Lebe seit 25 Jahren mit meiner Familie auf der Kanareninsel La Palma. Mehr auf meiner Autorenseite - Mein Link

6 Kommentare zu "Trump greift Iran an: Zwischen „Epic Fury“, Ölpreis-Schock und dem Ende der Diplomatie"

  1. Einen Krieg zu beginnen geht relativ leicht. Ihn zu beenden ist deutlich schwieriger wie wir alle in der Ukraine sehen können. Als vor Wochen das iranische Volk rebelliert hat, was zu30000 Toten geführt hat, gab es warme Worte. Mal sehen wie Donald da wieder rauskommt. Israel verfolgt seine eigenen Ziele und setzt sie auch durch. In dem Fall hat wohl der Schwanz mit dem Hund gewackelt.

  2. Das die USA und Israel irgendwann einmal das Mullah-Regime plattmachen werden, war denjenigen, die die politische Entwicklungen in jener Region beobachten, schon länger klar. Nun ist es halt jetzt passiert.
    Der La Palma Urlaub war allerdings auch schon vorher ein Luxusgut. Kein Vergleich zu den Preisen von früher (Inflation berücksichtigt). Aber den wirklich wohlhabenden La Palma Fans aus unseren Breiten ist eine neuerliche Preissteigerung auch schon egal. Das größere Problem scheint mir das neuerdings kalte und schlechte Winterwetter auf La Palma zu sein. Da überlege ich mir auch meinen Winterurlaub lieber auf den Kapverden zu verbringen. Die sind von Deutschland aus fast noch besser erreichbar als La Palma.

    • Hallo Ivo,
      Spannende Einschätzung! Was die Preise angeht, hat sich die Insel tatsächlich gewandelt, aber für viele bleibt sie eben ein Sehnsuchtsort, den man nicht nur am Preis misst.
      Bezüglich der Kapverden: Die Beständigkeit dort ist ein Argument, aber landschaftlich ist La Palma eine ganz andere Hausnummer. Diese enorme Vielfalt auf so engem Raum – vom dichten, prähistorischen Lorbeerwald von Los Tilos bis hin zu den bizarren Vulkanlandschaften und der gewaltigen Caldera de Taburiente – findet man so nirgendwo sonst. Für Naturliebhaber ist dieses ‚Grün‘ der Insel und das Netz an Wanderwegen ein Luxus, den kein Hotelresort der Welt ersetzen kann. Selbst wenn das Wetter im Winter mal Kapriolen schlägt, ist es genau diese Feuchtigkeit, die die Insel zu diesem einzigartigen Naturparadies macht.
      Am Ende ist es wohl die Entscheidung zwischen Strandgarantie und einer der spektakulärsten Naturkulissen des Atlantiks!

  3. Na da haben Sie ja mal ganz tief in die Bildzeitungs-Rhetorik Kiste gegriffen. Wenn bei den eigenen Büchern eben soviel Sachverstand vorkommt, dann bin ich doch froh, noch keines gekauft zu haben.
    „it’s going to be a bumpy decade“ – tja, dass fing sicherlich nicht mit diesem Angriff an.
    Der dann folgende, fluffige Ritt auf den Resten der zivilisierten Touri-Welt ist da schon erschreckender. Warum zum Teufel hat uns Trump nicht gefragt, ob er die Benzinpreise erhöhen darf? Unverschämtheit!
    Das wirklich dumme an der aktuellen Situation ist, dass es Trump gemacht hat. Zwar nach fast 50 Jahren versuchter Diplomatie gegen ein Regime, das sowohl Israel als auch den USA den Tot an den Hals wünsch. Aber eben doch der Unsymp vom Dienst.
    „Gilt nur noch das Recht des Stärkeren?“ Naja das sollte in der Zwischenzeit wohl der Letzte begriffen haben. Spätestens seit es diplomatische Verhandlungen zwischen Russland, Ukraine und den USA gegeben hat und weder Deutschland noch die EU eingeladen waren musste doch klar sein, dass hier nur derjenige was zu sagen hat, der auch die Power hat.
    Und nein, dass ist kein Versuch diesen völkerrechtswidrigen Angriff klein zu reden. Allerdings sollten speziell wir Deutschen auch mal den Kontext berücksichtigen und nicht nach unserer Erbsen-Zähler-Natur ohne Ansehen der Situation den Buchstaben nachlaufen.

    • Vielen Dank für die scharfsinnige Analyse und das Lob zu meiner ‚Rhetorik-Kiste‘. Es ist beruhigend zu wissen, dass Sie sich durch den Verzicht auf meine Bücher vor allzu viel Sachverstand schützen. Dass Geopolitik kein Ponyhof ist und Macht oft vor Recht geht, haben Sie treffend erkannt – schön, dass wir uns beim ‚Recht des Stärkeren‘ so einig sind. Bleiben Sie weiterhin so wachsam beim Kontext-Sortieren, damit uns die deutsche ‚Erbsenzähler-Natur‘ nicht doch noch den Blick auf die ganz großen Wahrheiten verstellt.

      • Man kann über alle Themen unterschiedliche Meinungen haben. Aber wenn es so persönlich wird hilft nur Wiener Schmäh: „ net emol ignorieren „. Mach dir nichts draus.

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