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Fakten zum neuen Jahresplan und den Risikozonen –
Zwischen Regenpfützen und Feuerfurcht: Warum ich heute schon an den Sommer 2026 denke.
Draußen trommelt der Regen gegen die Scheibe, Jakob weigert sich beharrlich, auch nur eine Pfote vor die Tür zu setzen, und ich sitze hier und starre auf die graue Wand aus Wolken. Eigentlich das perfekte Wetter, um es sich so richtig gemütlich zu machen, oder?
Aber während ich den Regen genieße, wandern meine Gedanken schon ein paar Monate weiter. Denn so paradox es klingt: Genau jetzt, wo alles klatschnass ist, ist die beste Zeit, über das Thema zu sprechen, das uns auf La Palma jeden Sommer den Puls in die Höhe treibt: die Waldbrandsaison.
Ich habe mir mal den frisch gebackenen Jahrespräventionsplan 2026 angeschaut, der gerade zur öffentlichen Kommentierung ausliegt. Und ich sage es mal so: Die Zahlen sind beeindruckender als mein Versuch, bei Windstärke 8 einen Regenschirm zu halten.
La Palma: Die „heißeste“ Insel der Kanaren?
Wusstest du, dass La Palma im Verhältnis zu seiner Waldfläche die Insel mit den meisten Waldbrandgefahrenzonen ist? Wir sind quasi der Streichholzkopf der Kanaren. Laut dem neuen Plan fallen stolze 27.430 Hektar in die höchste Warnstufe. Das sind fast 40 % unserer wunderschönen Insel!
Besonders „beliebt“ (im Sinne von: hier brennt es theoretisch am liebsten) sind:
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El Paso: Mit 7.682 Hektar der unangefochtene Spitzenreiter.
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Garafía: 5.281 Hektar Wildnis pur.
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Mazo: 2.690 Hektar.
Wenn die Orographie zum Brandbeschleuniger wird
Ich liebe unsere Schluchten, aber technisch gesehen sind sie im Sommer echte „Brandherde“. Der Bericht identifiziert Orte wie den Barranco de las Mejeras und den Barranco de Briestas als kritische Punkte, über die sich Feuer rasend schnell in den Norden ausbreiten kann. Auch die Laderas del Bejenado und Jedey stehen unter genauer Beobachtung.
In Mazo machen mir vor allem Montes de Luna und Pinar de Tiguerote Sorgen. Da liegt so viel „Brennstoff“ (sprich: trockene Nadeln und Gestrüpp) herum, dass ein kleiner Funke ausreichen könnte, um das Feuer Richtung Osten und Süden zu schicken.
Die gute Nachricht: Wir werden besser (oder vorsichtiger!)
Jetzt mal ein kleiner Lichtblick zwischen den Regenwolken: Trotz der Gefahr werden die großen Katastrophen seltener. Im Jahr 2025 hatten wir zwar acht Brände, aber das waren alles „Mini-Feuer“ – keines davon war größer als ein Hektar.
Seit 1983 wurden insgesamt 654 Brände registriert. Aber schau dir mal die Statistik an: In den 80ern hatten wir im Schnitt fast sieben Brände pro Jahr. Seit 2010 ist dieser Schnitt auf unter zwei gesunken. In manchen Jahren passierte sogar gar nichts. Ein dickes Lob an alle, die ihre Zigarettenkippen im Auto lassen und beim Grillen nicht den Helden spielen!
Ups, das war ich nicht… (Oder doch?)
Die Statistik zur Brandursache ist allerdings ein bisschen peinlich für uns Menschen. Von den 654 Vorfällen gehen 350 auf Fahrlässigkeit und Unfälle zurück. Das ist mehr als die Hälfte! Vorsatz (ja, leider gibt es diese Idioten auch) liegt bei 113 Fällen, und der Blitz hat nur 13-mal zugeschlagen.
Vor allem in Garafía, El Paso, Tijarafe und Mazo scheint „Hoppla, das wollte ich nicht“ die Hauptursache zu sein. Also: Augen auf beim Verbrennen von Gartenabfällen – oder noch besser: Lass es einfach, wenn der Wind pfeift.
Brandschneisen: 100 Hektar Sicherheit
Damit wir im Sommer ruhig schlafen können, gibt es derzeit etwa 26 Kilometer Brandschutzstreifen. Das entspricht einer Fläche von etwas über 100 Hektar. Das klingt viel, wird aber im Bericht als „unverändert“ beschrieben. Da ist also noch Luft nach oben!
Immerhin: Die sechs permanenten Überwachungsposten sind im Sommer voll besetzt, und in El Paso wird sogar das ganze Jahr über aufgepasst.
Mein Fazit zum Regentag
Während ich also dem Regen lausche, bin ich dankbar für jeden Tropfen, der jetzt fällt. Er gibt der Insel eine kleine Atempause. Aber der Bericht macht klar: Prävention ist kein Saisongeschäft. Wir müssen die kritischen Punkte – diese engen Schluchten und dichten Wälder – im Auge behalten und unsere Brandschneisen pflegen.
Genieß den Regen, aber vergiss nicht: Der nächste Sommer kommt bestimmt. Und dann wollen wir lieber über das kühle Meer reden als über heiße Flammen.
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