La Palma — Die Milchstraße in ihrem ganzen Ausmass

Milchstraße

Hochwertiges Panorama ohne Teleskop -

MilchstraßeNicht mit dem weltweit größten Teleskop auf La Pal­ma, son­dern mit ein­fach­sten Mit­teln haben JC Casa­do und D. Padrón (Foto oben) die Milch­straße abge­bildet.

Natür­lich sind mit dem riesi­gen Teleskop Grante­can und seinem 10,40 Meter­spiegel auf dem Roque de Los Mucha­chos (Foto IAC BIA_0269 Pablo Bonet) viel genauere und detail­ge­treuere Him­mel­sauss­chnitte zu erfassen.

Nötig war aber nur eine dig­i­tale Spiegel­re­flexkam­era, ein Teleob­jek­tiv und ein Nachthim­mel, der weltweit für seine Qual­ität und Dunkel­heit bekan­nt ist. Dies sind die Zutat­en, aus denen GALÁCTICA, ein Pro­jekt der IAC her­vorge­ht. Das Ziel ist ein Giga­pan , ein riesiges Mosaik der Milch­straße, für infor­ma­tive Zwecke zu erhal­ten.

Dank der außergewöhn­lichen atmo­sphärischen Bedin­gun­gen des Tei­de-Obser­va­to­ri­ums haben wir qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Bilder erhal­ten”, sagt Dr. Miquel Ser­ra Ricart , Pro­jek­tko­or­di­na­tor, sowie der Obser­va­to­ry Admin­is­tra­tor und IAC-Forsch­er. “Wir analysieren immer noch das let­zte Mosaik auf der Suche nach kleinen Objek­ten, die wir bish­er noch nicht bes­timmt haben”, fügt er hinzu.

Milchstraße

Grante­can auf La Pal­ma — Pablo Bonet

Instrumentierung und Realisierung

Um das Panora­ma zu kom­ponieren, ver­wen­de­ten wir eine Voll­for­mat-DSLR- Kam­era (SONY A7S mod­i­fiziert) mit einem sehr hellen Teleob­jek­tiv (Canon 200mm f / 1.8). Zur gle­ichen Zeit wurde eine zweite mod­i­fizierte SONY A7S Kam­era (mit einem 400mm f / 2.8 Objek­tiv) für die Beobach­tung von 50 Objek­ten, in hoher Auflö­sung ver­wen­det .

Mon­tiert waren die bei­den Kam­eras auf dem Open Dis­clo­sure Tele­scope (TAD). Dieses Robot­er-Teleskop ist mit ein­er äqua­to­ri­alen Mon­tierung (Los­man­dy Titan) aus­ges­tat­tet, die die Bewe­gung der ter­restrischen Rota­tion kom­pen­siert und sich im Tei­de Obser­va­to­ri­um Iza­ña auf Tener­if­fa befind­et.

Ins­ge­samt waren es 7 Monate Arbeit, an denen nur in Nächt­en mit Neu­mond beobachtet wurde. Rund 50 Beobach­tungsnächte mit ins­ge­samt 186 Stun­den für das Panora­ma und 50 Stun­den für die galak­tis­chen Objek­te. Mit den erhal­te­nen Bildern wur­den 70% der Milch­straße vom Molekül­wolkenkom­plex Ori­on bis Antares im Stern­bild des Sko­r­pi­ons abgelichtet. In der zweit­en Hälfte des Jahres 2018 wer­den die restlichen 30% unseres Galaxy fer­tiggestellt.

Es soll dann das größte Panoram­a­bild unser­er Galax­ie ohne pro­fes­sionelle Teleskope wer­den.

Auch Ama­teuren und Fotografen gelin­gen immer wieder beein­druck­ende Auf­nah­men mit der Milch­straße. Wie das Siegerfo­to von ALEXIS JAVIER ACOSTA SIMÓN beim 9. Astro­fo­tografia Wet­tbe­werb 2017 ver­anstal­tet vom Cabil­do Insu­lar La Pal­ma zeigt.

MilchstraßeAufgenom­men auf der Hochebene von El Paso mit dem Titel “PINO DE LA VIRGEN



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