Wiederaufbau La Palma LP-2: Ein heißer Tanz auf dem Vulkan

Bagger fressen sich in die noch heiße Lava

Hightech gegen Lavahitze: So sichern Drohnen den Wiederaufbau der LP-2 –

Heißer als die Polizei erlaubt: Straßenbau auf dem Vulkan von La Palma 🌋🛣️

Wer dachte, Straßenbau sei eine staubige, langweilige Angelegenheit, bei der man höchstens mal ins Schwitzen kommt, wenn die Kaffeemaschine im Bauwagen streikt, der war noch nie auf La Palma.

Seit dem Vulkanausbruch 2021 ist auf der „Isla Bonita“ nichts mehr wie vorher. Während wir uns im Rest Europas über Schlaglöcher beschweren, stehen die Ingenieure auf La Palma vor einem Problem der feurigen Art: Die Erde unter der neuen LP-2 ist immer noch verdammt heiß!

Ein Arbeitsplatz mit eingebauter Fußbodenheizung

Die Wiederherstellung der Verbindung zwischen San Simón und Tajuya ist kein normaler Job. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan – und das wortwörtlich. Über zwei Kilometer Strecke verlaufen über frisches Lavagestein, das scheinbar vergessen hat, dass der Ausbruch schon eine Weile her ist.

Stelle dir vor, du willst asphaltieren, aber der Untergrund hat noch die Betriebstemperatur eines Pizzaofens. Das sorgt für „außergewöhnliche Bedingungen“, wie es das technische Team am Montag diplomatisch ausdrückte. Wir nennen es: Extrem-Grillen für Tiefbau-Profis.

Drohnen: Die coolen Spione in der Hitze

Sicherheit geht vor – schließlich möchte niemand, dass die Reifen der Walze schmelzen wie ein Eis in der Mittagssonne von Santa Cruz de La Palma. Deshalb kommen hier keine klassischen Vermesser mit Maßband zum Einsatz, sondern High-Tech-Equipment:

  • Thermografie-Drohnen: Bevor auch nur ein Bagger einen Reifen auf das Gelände setzt, schwirren Drohnen mit Wärmebildkameras über die Piste. Sie liefern ein buntes Bild der „Hotspots“. Wenn es auf dem Bildschirm rot leuchtet, heißt es: „Finger weg (und Füße auch)!“

  • Tomografie des Untergrunds: Es reicht nicht, zu wissen, wie heiß es oben ist. Die Techniker schauen mit Tomografie-Verfahren tief in die Lavatunnel hinein. Man will ja nicht, dass die Straße plötzlich eine Etage tiefer rutscht, nur weil eine hohle Gasblase unter dem Asphalt schlummert.

Blick über das Lavafeld

Zwei Straßen führen bereits über das breite Lavafeld. Die LP-2 soll ganz oben (Rauchfahne) durch besonders dicke Lavaschichten gebaut werden.

Warum das Ganze so „langsam“ geht

Falls du dich fragst, warum die Strecke nicht über Nacht fertig ist: Jede Phase des Projekts muss an die Temperaturen angepasst werden. Man kann Beton nicht einfach auf glühende Kohlen gießen – außer man möchte eine experimentelle Kunstinstallation schaffen.

Die Arbeiter müssen Pausen machen, die Maschinen brauchen Kühlung, und das Tempo wird ständig nachjustiert. Es ist ein Marathon, kein Sprint – und das auf einer Laufbahn, die zurückbeißt.

Respekt vor den Lavabändigern !

Der Wiederaufbau der LP-2 ist ein Meisterwerk der modernen Technik. Während wir uns auf die neue Straße freuen, ziehen wir den Hut vor den Männern und Frauen, die bei diesen Temperaturen die Ruhe bewahren. Die Bauzeit ist auf 14 Monate kalkuliert. Nur dieser 2,3 Kilometer lange Abschnitt soll 24 Millionen Euro kosten.

La Palma baut Zukunft – und zwar auf einem Fundament, das buchstäblich brennt!


Hat dir dieser Einblick in das „heißeste“ Bauprojekt der Welt gefallen? Möchtest du mehr über die technischen Details der thermischen Vermessung erfahren oder soll ich dir ein Update geben, sobald der erste Asphalt auf der LP-2 glänzt? Schreib es in die Kommentare! Gib mir eine Beurteilung 

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