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Warum der Preisanstieg an unseren Tankstellen keine Überraschung ist –
Iran-Krieg Auswirkungen La Palma: Wenn wir hier auf La Palma morgens auf den Atlantik schauen, fühlt sich der Rest der Welt oft meilenweit entfernt an. Krieg im Nahen Osten? Straße von Hormus? Das klingt nach Fernsehnachrichten, während man eigentlich nur wissen will, ob die Fähre heute wegen Seegang Verspätung hat. Doch gestern passierte es: Ich stand an der Plenergy in Santa Cruz – Du weist schon, die Tankstelle, bei der wir uns alle wie die Könige fühlen, weil sie meist die günstigsten Preise von La Palma hat.
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit. Wer die Nachrichten verfolgt, hat es kommen sehen: Die Spannungen im Nahen Osten schlagen sich nun auch bei uns auf La Palma schwarz auf weiß an den Preistafeln nieder.
Es war keine Überraschung. 1,015 Euro für den Liter Normalbenzin. Ein Preissprung von satten 5 Cent über Nacht. Hier der Link zum Benzin-Preischecker für La Palma und die restliche Welt.
Die 20-Cent-Rettungsweste
Ich weiß, meine Freunde in Deutschland lachen (oder weinen) jetzt. Dort werden inzwischen Preise aufgerufen, die eher an edlen Wein als an brennbares Destillat erinnern. Dank der Spritsubvention des Gobierno Canaria von 0,20 Euro pro Liter ist das Leben hier im Vergleich noch „bezahlbar“. Aber wir wissen alle, wie das auf der Insel läuft: Wenn der Sprit teurer wird, dauert es nicht lange, bis die Lebensmittel im Supermarkt mit den Flugpreisen von Condor um die Wette steigen. Auch die Strompreise werden steigen.
Wenn Brent die 100-Dollar-Marke knackt
Reden wir Tacheles: Die Sorte Brent wird aktuell bei über 80 Dollar gehandelt – ein Plus von 12 % seit dem Wochenende. Wenn der Konflikt eskaliert und die Straße von Hormus weiter dicht bleibt, sind 100 Dollar pro Fass keine Utopie mehr, sondern traurige Realität.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) malt bereits düstere Bilder:
- Ein Einbruch des deutschen BIP um 0,3 % bis 0,6 % in den nächsten zwei Jahren.
- Ein Kaufkraftverlust, der sich gewaschen hat.
Aber was bedeutet das für uns auf der „Isla Bonita“?
Die Kettenreaktion: Vom Tankstutzen zum Teller
Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um die „La Palma-Taktik“ zu verstehen:
- Flug- und Fährpreise: Die Airlines werden die Kerosinzuschläge schneller erhöhen, als man „Vulkan-Tourismus“ sagen kann.
- Logistik-Albtraum: Fast alles, was wir essen (außer Bananen und Avocados), kommt per Schiff. Steigen die Transportkosten, kostet die Packung Milch bald so viel wie eine kleine Eigentumswohnung in Santa Cruz de La Palma (na gut, fast).
- Inflation im Euroraum: Experten rechnen mit einem Anstieg von 1,7 % auf knapp 3 %. Das ist kein Pappenstiel.
Gelassenheit mit leerem Portemonnaie?
Natürlich können wir uns glücklich schätzen, dass wir hier mehr Sonne als Heizöl brauchen. Aber die globale Unsicherheit erreicht uns auch im entlegensten Winkel der Kanaren. Wenn die Stimmungsindikatoren sinken, merken wir das an den ausbleibenden Urlaubern und den steigenden Preisen beim Handwerker.
Was ich daraus lerne? Vielleicht sollte ich mir doch ein E-Bike für die Steigungen auf La Palma zulegen – oder ich gewöhne mich daran, dass mein kleiner Roadtrip zum Roque de los Muchachos bald ein echtes Luxus-Event ist.
Bleibt tapfer Leute, das ist vielleicht erst der Anfang.


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