Tajogaite-Grummeln: Warum die Erde bei Tazacorte heute Morgen kurz zuckte

Karte der Erdbebenaktivität auf La Palma
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Der Tajogaite gibt keine Ruhe: Wenn die Erde beim Frühstück grummelt –

Hast du heute Morgen um 7:35 Uhr auch kurz innegehalten und dich gefragt, ob der Nachbar mal wieder die Waschmaschine im Schleudergang überladen hat? Wer im Aridanetal oder in der Nähe von Tazacorte lebt, weiß: Das war nicht die Siemens-Vanguard, das war unser „feuriger Nachbar“.

Der Vulkan Tajogaite hat mal wieder ein kleines Lebenszeichen von sich gegeben. Ein leichtes Erdbeben der Stärke ML2,1. Nichts, was uns direkt aus dem Bett wirft, aber genug, um daran zu erinnern, dass La Palma eben eine Insel ist, die „lebt“.

29 Kilometer Tiefe – Keine Panik auf der Titanic (oder in Tazacorte)

Bevor jetzt jemand anfängt, die Koffer zu packen: Das Ganze fand in einer Tiefe von 29 Kilometern statt. Zum Vergleich: Das ist so tief, dass selbst der eifrigste Maulwurf kapitulieren würde. Dass die Erde auch fünf Jahre nach der großen Eruption von 2021 noch ab und zu „seufzt“, ist völlig normal.

Was da unten eigentlich los ist? Vulkanologen vermuten zwei Hauptgründe für solche Mini-Beben:

  • Magmaverschiebungen: Tief unten im Keller sortiert die Natur vielleicht gerade ein bisschen flüssiges Gestein um.

  • Einsturz von Magmahöhlen: Stell dir vor, eine alte unterirdische „Blase“, die beim Ausbruch leergeräumt wurde, gibt unter dem enormen Druck der Erdschichten nach. Ein kleiner Rums, und die Sache hat sich.

Normalität auf einer Vulkaninsel

Man könnte fast sagen, der Tajogaite ist wie ein Haustier, das im Schlaf bellt. Es passiert ab und zu, es gehört dazu, und es ist kein Grund zur Sorge. Dass wir fünf Jahre nach dem Ausbruch noch solche Aktivitäten messen, ist wissenschaftlich gesehen eher ein Standardprogramm als eine Sensation.

Wer es ganz genau wissen will (oder einfach gerne auf bunte Punkte auf Karten starrt), sollte unbedingt einen Blick auf die Seiten meines neuen Erdbeben-Monitorings werfen. Dort sieht man wunderbar visualisiert, dass sich das Ganze in einer Tiefe abspielt, die für uns oberirdische Kaffeetrinker absolut sicher ist.

Mein Fazit

Wir leben auf einer der aktivsten und schönsten Vulkaninseln der Welt. Ein bisschen Herzklopfen gehört zum Handwerk. Also: Tief durchatmen und den Tajogaite einfach Tajogaite sein lassen. Er grummelt halt gern ein bisschen.

Wie hast du das Beben heute Morgen erlebt? Gar nicht gemerkt oder hat die Kaffeetasse gewackelt? Schreib es mir in die Kommentare!

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Über den Autor

Manfred Betzwieser
Buchautor und begeisterter Naturliebhaber. Lebe seit 25 Jahren mit meiner Familie auf der Kanareninsel La Palma. Mehr auf meiner Autorenseite - Mein Link

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