Zigarren-Tradition auf La Palma

Zigarren-Traditionin Reih und Glied hängen die Tabakblätter zum Trocknen

Das Aushängeschild für die Insel -

Was wäre La Pal­ma ohne sei­ne Tabak und Zigar­ren-Tra­di­ti­on. Es macht wohl in Zah­len in der jähr­li­chen Wirt­schafts­sta­tis­tik nur weni­ge Pro­zent­punk­te aus, ist aber über die Lan­des­gren­zen hin­aus, ein syn­onym für ein typi­sches Pro­dukt die­ser Insel. Wenn von “Kana­ri­schen Zigar­ren” die Rede ist, wer­den meist die Puros aus La Pal­ma wirk­lich gemeint.

Hecho a Mano – alles von Hand gefer­tigt, so wie es schon die aus Kuba zurück­keh­ren­den Emi­gran­ten vor zwei Jahr­hun­der­ten auf La Pal­ma ein­führ­ten. Kei­ne Maschi­nen- oder Mas­sen­an­fer­ti­gung – die alte Zigar­ren-Tra­di­ti­on eben.

Zigarren-Tradition

in Reih und Glied hän­gen die Tabak­blät­ter zum Trock­nen

Mei­ne Puros wer­den heu­te genau so gedreht, wie das schon mein Vater und Groß­va­ter mir bei­gebracht haben. Es geht nicht um Men­ge, son­dern um eine gute Qua­li­tät” – so mein alter über 80-jäh­ri­ger Freund Anto­nio Gon­za­les von der Fin­ca El Sitio.

Selbst die jun­ge Genera­ti­on, in den über ein Dut­zend Manu­fak­tu­ren auf La Pal­ma, fer­tigt wei­ter nach alter Zigar­ren-Tra­di­ti­on. Noch sind sie nicht dem Reiz des Mam­mons mit sei­nen stän­dig jähr­li­chen Pro­duk­ti­ons­stei­ge­rung ver­fal­len. Klas­se statt Mas­se spricht sich in Fach­krei­sen her­um und bewirkt auch eine höhe­re Nach­fra­ge. Auch sie haben ver­stan­den, dass nur eine gute Zigar­re die in Güte und Qua­li­tät her­vor sticht, in die­ser glo­ba­len Welt Zukunft hat.

Zigarren-Tradition zum Anfassen

Zigarren-TraditionZeit wie­der ein­mal für mich mit Freun­den eini­ge Manu­fak­tu­ren auf­zu­su­chen. Die ers­ten Tabak­ern­ten hän­gen bereits zum Trock­nen und Rei­fen. 2015 ist ein gutes Tabak­jahr – nicht zu tro­cken und nicht zu heiß – ide­al für den ers­ten Schnitt im August. Der Rest wächst wei­ter und wird erst Mit­te Sep­tem­ber geern­tet. Nach dem Trock­nungs­pro­zess kommt dann im Novem­ber das Fer­men­tie­ren, das den Blät­tern erst rich­tig ein Aro­ma und die Far­be ver­leiht.

Auch wenn es nicht so bekann­te Namen wie Cohi­ba oder Mon­te­cris­to sind, haben die Pyra­mi­des El Sitio, die Cam­peo­nes der Manu­fak­tur Julio oder die Espe­cia­les von Richard einen fes­ten und sich stän­dig erwei­tern­den Lieb­ha­ber­kreis.

Wie ein Schluck Rum oder ein Gläs­chen Wein, gehört eine gute Zigar­re als Genuss zum Ambi­en­te eines Genie­ßer. Die Anti-Tabak­kam­pa­gnen der EU haben bei den Puros von La Pal­ma kei­ne gro­ßen Ein­bus­sen ver­ur­sacht. Trotz der jetzt wenig schö­nen Auf­kle­ber mit Warn­hin­weis auf den Zedern­holz­kis­ten … oder wür­den Sie auf eine gute Fla­sche Wein ver­zich­ten, nur weil zusätz­lich ein Eti­kett mit Alko­hol War­nung auf­ge­klebt ist.

Die Men­ge macht‘s wie in vie­len Din­gen des Lebens – noch kann jeder selbst ent­schei­den, was er unter Genuss ver­steht und auf was er ver­zich­ten möch­te. Wer mit mir auch ein­mal eine Puro-Tour machen möch­te, schickt eine Mail.

 



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