Die Seismographen schlagen wieder an

Erdbeben - Seismographen

La Palma erlebt Bebenschwarm mit 25 Erdstößen -

In der ver­gan­ge­nen Nacht haben die Seis­mo­gra­fen auf La Pal­ma wie­der eine Rei­he von schwa­chen Erd­be­ben auf­ge­zeich­net. In der Zeit von 1.30 Uhr bis 4.26 Uhr wur­den über 25 Erd­stö­ße bis ML2,0 auf­ge­zeich­net. Das Akti­ons­ge­biet lag im Süden der Insel um Fuen­ca­li­en­te auf der Ost­west­li­nie Mazo – Todo­que.

Erbeben - Seismographen

Erd­stö­ße in der ver­gan­ge­nen Nacht

Es ist in den ver­gan­gen 2 Jah­ren nun die 4. Erd­be­ben­wel­le die die Seis­mo­gra­phen auf­zei­chen. Nach über 40 Jah­ren Ruhe (der letz­te Vul­kan Tene­guia brach 1971 aus) erwacht so lang­sam der Vul­kan wie­der. Begon­nen hat­te die neue Aktiv­ät am 14. Febru­ar 2018 ( sie­he „Neue Erd­be­ben­wel­le im Süden von La Pal­ma“).

Dem Netz von Seismographen entgeht kein Rülpser

Erdbebengrafik - Seismographen

Erbe­ben in den ver­gan­ge­nen 90 Tagen

Die Aus­gangs­be­ben lie­gen alle in gro­ßer Tie­fe zwi­schen 29 und 37 Kilo­me­ter Tie­fe und sind an der Ober­flä­che nicht zu spü­ren. Nur die emp­find­li­chen Seis­mo­gra­phen kön­nen jede Erschüt­te­rung regis­triert und auf­zeich­nen.

Eine unmit­tel­ba­re Gefahr geht von der vul­ka­ni­schen Seis­mik im Moment nicht aus. Es zeigt aber, dass die­ser Vul­kan wie­der mit Leben gefüllt wird und in Zukunft auch bis zur Insel­ober­flä­che auf­stei­gen kann.

Es dürf­ten in der ver­gan­ge­nen Nacht neue Mag­ma­zu­flüs­se oder Mag­ma­ver­schie­bun­gen in der Mag­ma­kam­mer erfolgt sein. Es sind untrüg­li­che Vor­bo­ten für ein Anstei­gen des Innen­drucks und eine Aus­wei­tung der Kam­mer. Der Süden von La Pal­ma bleibt Erd­be­ben und Vul­kan­ge­biet.

Ver­wun­der­lich, dass vor Jah­ren der Princess-Grup­pe die Erlaub­nis erteilt wur­de, genau in die­sem gefähr­de­ten Gebiet einen Hotel­kom­plex zu errich­ten. Die Zukunft wird noch zei­gen wie klug die­se Ent­schei­dung damals war.

Ähn­li­che vul­ka­ni­sche Akti­vi­tä­ten erle­ben wir seit gerau­mer Zeit im Atlan­tik­gra­ben zwi­schen Tene­rif­fa und Gran Cana­ria und im Süden der Insel Hier­ro.

Die Vulkan Geschichte kann sich wiederholen

Es sind nun genau 9 Jah­re her als der Unter­was­ser­vul­kan Eldis­cre­to (heu­te Vul­kan Tago­ro) auf El Hier­ro rund 1,5 Kilo­me­ter vor dem Fischer- und Tou­ris­ten­ort La Res­tin­ga aus­brach. Wei­te Tei­le der Atlan­tik­küs­te haben sich durch die aus­tre­ten­den Vul­kan­dämp­fe in den schil­lernds­ten Far­ben ein­ge­färbt. Bis dann im Janu­ar 2012 Schluss war.

Vulkan

Wer mei­ne dama­li­gen Bei­trä­ge gele­sen hat, weiß wie dra­ma­tisch so man­che Situa­ti­on war. Zum Nach­le­sen lohnt sich ein Blick ins El Hier­ro Vul­kan­ar­chiv vom 9. Okto­ber 2011.

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