Première: Schwimmendes „Offshore“-Solarenergiesystem auf La Palma

Plattform

Größtes schwimmendes „Offshore“-Solarenergiesystem Europas auf La Palma

Der Pro­to­typ des schwim­men­den Pho­to­vol­ta­ik-Solar­ener­gie­sys­tems des BOOST-Pro­jekts (Brin­ging the sun from Oce­an Waters to the Glo­bal Mar­ket) wur­de in den ver­gan­ge­nen Tagen in den Gewäs­sern des Hafens von Taza­cor­te, west­lich der Insel, vor­ge­stellt. Es soll das größ­te schwim­men­de Solar­ener­gie­sys­tem sein, das in ganz Euro­pa erfolg­reich im Meer ein­ge­setzt wird – so der Direk­tor der Cana­ry Islands Oce­an Plat­form (PLOCAN).

Am fast unge­nutz­ten zwei­ten Hafen von Taza­cor­te soll es als Pilot­pro­jekt dazu die­nen, der Beginn des Weges zur Neu­tra­li­sie­rung des Fuß­ab­drucks zum Abbau des Koh­len­stoffs dank der Nut­zung von Ener­gie aus erneu­er­ba­ren Quel­len wie Solar­ener­gie dienen.

In die­sem Sin­ne stellt BOOST einen grund­le­gen­den Schritt auf dem Weg zur Ener­gie­nach­hal­tig­keit dar. „Die­ses Pro­jekt ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung, um die erneu­er­ba­re Ener­gien auf dem Archi­pel vor­an­zu­trei­ben. Inves­ti­tio­nen in wis­sen­schaft­li­che Fort­schrit­te und die Umset­zung inno­va­ti­ver Pro­jek­te ermög­li­chen, um den Über­gang zum Nach­hal­tig­keits­mo­dell vor­an­zu­trei­ben, das wir für die Kana­ri­schen Inseln anstre­ben“, sag­te Maria­no H. Zapa­ta, der ehe­ma­li­ge Inselpräsident.

Tat­säch­lich bie­tet die­se Platt­form Vor­tei­le wie kein Lärm, eine gerin­ge­re visu­el­le Beein­träch­ti­gung und eine sehr kos­ten­güns­ti­ge Herstellung.

Technische Daten

Kon­kret erzeugt die Platt­form rund 440.000 Kilo­watt­stun­den (kWh) pro Jahr, was fast einer hal­ben Giga­watt­stun­de (GWh) pro Jahr ent­spricht. Rund 100 Fami­li­en kön­nen damit das gan­ze Jahr mit Strom ver­sorgt wer­den und ihre Elek­tro­au­tos auf­la­den. Es sei eine ein­zig­ar­ti­ge Gele­gen­heit in Euro­pa, ein Pro­jekt die­ser Grö­ßen­ord­nung zu sehen, das die Ener­gie­ver­sor­gung ver­bes­sert und ergänzt und eine Ener­gie­rück­füh­rungs­ra­te auf­weist, die für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung opti­mal ist.

Im Ver­gleich erzeugt ein Wind­rad unter guten Bedin­gun­gen – also an einem wind­rei­chen Stand­ort, zum Bei­spiel auf einem Hügel oder an der Küs­te durch­schnitt­lich 15 Mio. kWh Strom jähr­lich. Damit kön­nen 4.000 Haus­hal­te ein gan­zes Jahr lang mit grü­nem Strom ver­sorgt werden.

Da es ein Pilot­pro­jekt zum Tes­ten ist, muss erst ein­mal die Zukunft zei­gen, wie ein schwim­men­des „Offshore“-Solarenergiesystem sich auf dem Meer ver­hält. Es soll durch die spe­zi­el­le Mem­bran­lö­sung, die Stür­men und Wel­len von meh­re­ren Metern Höhe in die­sem Gewäs­ser standhalten.

Wir wis­sen, dass gera­de im Bereich von Puer­to de Taza­cor­te in den Win­ter­mo­na­ten Stür­me und gewal­ti­gen Wel­len mit gro­ßer Kraft an die Küs­te schla­gen. Eini­ge schwim­men­de Fisch­zucht Anla­gen in der Nähe haben das nicht über­lebt. Es wird sich her­aus­stel­len, ob wir im Früh­jahr noch etwas von dem Pilot­pro­jekt vorfinden.

Das euro­päi­sche BOOST-Pro­jekt hat stra­te­gi­sche Part­ner im Ver­ei­nig­ten König­reich, Frank­reich, Nor­we­gen und Spa­ni­en. Das von der nor­we­gi­schen Fir­ma Oce­an Sun koor­di­nier­te euro­päi­sche Kon­sor­ti­um hat stra­te­gi­sche Part­ner. Ins­be­son­de­re auf den Kana­ri­schen Inseln ver­fügt das Kon­sor­ti­um über Schlüs­sel­ein­hei­ten wie PLOCAN oder das Kana­ri­sche Tech­no­lo­gie­in­sti­tut (ITC).

Solarphotovoltaik, die am schnellsten wachsende Technologie der Welt

Solar-PV hat sich zur welt­weit am schnells­ten wach­sen­den Ener­gie­tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt, wobei der jähr­li­che Welt­markt 2018 erst­mals die 100-Giga­watt-Mar­ke (GW) über­schritt und die kumu­lier­te Kapa­zi­tät 2019 583,5 GW erreich­te. Schwim­men­de Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf See befin­den sich noch im Anfangs­sta­di­um auf die Her­aus­for­de­run­gen, die die Bedin­gun­gen auf offe­ner See mit sich bringen.

BOOST begeg­net die­sen Her­aus­for­de­run­gen mit einem neu­en schwim­men­den PV-Anla­gen­sys­tem, das teil­wei­se von der Float-and-Moor-Tech­no­lo­gie inspi­riert ist, die seit 20 Jah­ren in nor­we­gi­schen Gewäs­sern von der Fisch­zucht­in­dus­trie ein­ge­setzt wird. Die­se Flo­ta­ti­ons- und Fest­ma­cher­tech­no­lo­gie wird mit einer paten­tier­ten  hydro­elas­ti­schen Schwimm­mem­bran kom­bi­niert, die an einem Außen­um­fang eines Schwimm­schlauchs befes­tigt ist, sodass der Schwimm­kör­per auch bei star­ken Strö­mun­gen, Win­den und Wel­len nicht von der Fest­ma­che­rei los­ge­ris­sen wird.

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2 Kommentare zu "Première: Schwimmendes „Offshore“-Solarenergiesystem auf La Palma"

  1. Lie­ber Man­fred, Dir und dei­ner Fami­lie Fro­he Weih­nach­ten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auch allen hier vor­bei­schau­en­den La Pal­ma Fans ent­spann­te Fei­er­ta­ge und alles Gute für das neue Jahr. Vor allem blei­ben Sie alle gesund. Frank

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