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Papstbesuch auf Kanaren: Großer Wirbel um Papst Leo XIV.
Die Kanarischen Inseln stehen Kopf: Der bevorstehende Besuch von Papst Leo XIV. am 11. und 12. Juni sorgt nicht nur für den größten Sicherheitsapparat in der jüngeren Geschichte Spaniens, sondern auch für eine historische Sensation und eine kurzfristige Planänderung im spanischen Königshaus. Hinter den Kulissen brodelt die Gerüchteküche – und im Zentrum des Interesses steht eine kleine Insel: La Palma.
Die Gesellschaft für Genealogische und Heraldik der Kanarischen Inseln (SEGEHEC) hat spektakuläre Nachforschungen veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche kanarische Vorfahren besitzt. Und diese Entdeckung wird nun auf aller höchster politischer Ebene überreicht!
Offizielle Übergabe: Präsident Clavijo überreicht die Papst-Genealogie
Was bisher als spannende Nachricht unter Historikern galt, wird nun zu einem offiziellen Höhepunkt des Papstbesuchs. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, wird Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. während seines Aufenthalts auf den Inseln eine Ausfertigung dieser genealogischen Studie über seine kanarischen Vorfahren persönlich überreichen.
Damit bekommt die historische Spurensuche die ganz große Bühne. Für die Forscher ist es die Bestätigung einer monatelangen, akribischen Arbeit.
Die Spurensuche: Vom 17. Jahrhundert über Kuba im Vatikan
Wie kam es zu dieser Entdeckung? María Carrillo de Alburnoz Santana, die Sekretärin der genealogischen Gesellschaft, erklärte den Medien, dass die Ermittlungen direkt nach der Proklamation des Papstes begannen. Erste Hinweise deuteten auf historische Migrationsströme von den Kanaren nach Louisiana und später nach Kuba hin.
Das entscheidende Taufregister aus dem Jahr 1619
Der Schlüssel zur Rekonstruktion des päpstlichen Stammbaums liegt in einer Ehe zwischen Juan González Vázquez und Clara González de Silva. Nach fast einem Jahr intensiver Archivarbeit stießen die Forscher in der Pfarrei El Salvador auf La Palma auf ein Taufregister aus dem Jahr 1619.
Historischer Fund: Dieses Dokument ordnet einen direkten Vorfahren des Papstes dem familiären Umfeld auf La Palma zu.
Die Ermittlungen zeichnen ein klares Bild der Familiengeschichte:
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Herkunft: Die Familie war im Fischereisektor im Viertel Asomada in Santa Cruz de La Palma aktiv.
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Auswanderung: Teile der Familie emigrierten später nach Kuba.
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Aufstieg: In späteren Dokumenten wird Juan González Vázquez bereits als „Hauptbürger von Havanna“ aufgeführt.
Die Arbeit der Genealogen ist damit aber noch nicht beendet. Aktuell wird mit Hochdruck an der Erstellung des vollständigen Stammbaums gearbeitet, um herauszufinden, ob heute noch lebende, ahnungslose Verwandte des Papstes auf La Palma wohnen.
Überraschung aus dem Königshaus: König Felipe VI. reist nach Teneriffa
Die Tragweite dieses Besuchs und die neuen Entdeckungen wirbeln auch die Pläne im Palast durcheinander. In der Zarzuela-Residenz gab es eine kurzfristige Programmänderung: König Felipe VI. wird persönlich nach Teneriffa reisen, um sich vom Papst zu verabschieden.
Diese hochrangige Geste unterstreicht die enorme Bedeutung, die dem zweitägigen Aufenthalt des Kirchenoberhaupts auf den Inseln beigemessen wird. Ursprünglich stand dieser Termin so nicht im royalen Kalender.
Der Papstbesuch in Zahlen: Eine logistische Meisterleistung
Während der Papst am 11. und 12. Juni Gran Canaria und Teneriffa besucht, läuft im Hintergrund die größte Sicherheitsoperation, die Spanien je für einen Staatsgast organisiert hat. Die spanische Nationalpolizei steht vor einer Mammutaufgabe.
Hier ist der beeindruckende Sicherheitsapparat im Überblick:
| Sicherheitskräfte & Fahrzeuge | Technische Ausrüstung |
| Über 15.000 Polizisten | 16 Metallerkennungsbögen |
| 600 Einsatzfahrzeuge | 162 Sicherheitsscanner |
| 1 Flugzeug & 7 Hubschrauber | 302 manuelle Detektoren |
| 16 Drohnen zur Luftüberwachung | Modernste Kommunikationssysteme |
Fazit: Ein Besuch, der Geschichte schreibt
Der Papstbesuch auf den Kanaren ist schon jetzt weit mehr als ein rein religiöses Ereignis. Er verbindet modernste Sicherheitslogistik und königliche Protokolle mit einer jahrhundertealten Auswanderergeschichte, die die Insel La Palma plötzlich ins weltweite Rampenlicht rückt. Wenn Fernando Clavijo dem Papst die Dokumente seiner Ahnen übergibt, schließt sich ein Kreis, der im Jahr 1619 in der Pfarrei El Salvador auf La Palma begann.
Und wer weiß: Wenn demnächst ein unauffälliger Herr im weißen Gewand beim Fischen in Asomada gesichtet wird, wissen wir jedenfalls, dass die Genealogen ganze Arbeit geleistet haben!
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