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Wenn La Palma am Inselfeiertag den Atem anhält!
Heute am Mittwoch sollte eigentlich gefeiert werden. Es ist der Inselfeiertag zu Ehren unserer Schutzpatronin Virgen de Las Nieves. Normalerweise bedeutet das: entspannte Stunden im Kreis der Familie, gutes Essen und ein freier Tag. Doch heute steht La Palma aus ganz anderen Gründen still – die Insel schwitzt, bangt und hält kollektiv den Atem an.
Schon beim ersten Blick auf die Wetterkarten um 9:00 Uhr morgens wird klar, woher der Wind weht – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Ein Blick auf die Daten: Der Nordwesten glüht
Die Messwerte der Wetterstationen zeichnen um Punkt 9:00 Uhr ein deutliches Bild:
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Temperaturen: Auf der West- und Nordwestseite schießt das Thermometer bereits am frühen Morgen in die Höhe. Während es in den Höhenlagen der Cumbre noch angenehme 21 bis 22 °C hat, messen wir in den mittleren Lagen und im Westen verbreitet 30 bis 34 °C.
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Luftfeuchtigkeit: Im Inselinneren auf den Bergkämmen ist die Luftfeuchtigkeit stellenweise auf extrem trockene 14 % abgesackt. Im Westen kreisen die Werte um mickrige 27 bis 35 % – ideale Bedingungen für alles, was unglücklicherweise Funken schlagen könnte.
Als ob die Hitze nicht schon reicht, hat die staatliche Wetterbehörde AEMET für den heutigen Mittwoch ab 11:00 Uhr eine gelbe Warnung wegen extremer Höchsttemperaturen (bis 34 °C) für das westliche Mittelgebirge sowie eine gelbe Küsten- und Windwarnung herausgegeben. Nordostwind mit Spitzen von 50 bis 61 km/h (Windstärke 7) drückt über die Insel.
Hitze, Trockenheit und Böen – die gefürchtete Dreifach-Kombination, die jedem Inselbewohner kalten Schweiß auf die Stirn treibt.
Fünf Hubschrauber in Lauerstellung
Wer heute Morgen draußen steht, schaut unwillkürlich immer wieder nach oben oder in Richtung der Berge. Jedes entferntere Motorengeräusch lässt einen kurz zusammenzucken.
Die Einsatzkräfte sind in absoluter Höchstalarmbereitschaft. Insgesamt 5 Löschhubschrauber stehen startklar in Lauerstellung:
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Auf dem Flughafen in Mazo balancieren die Piloten in den Maschinen.
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Bei der BRIF-Station in Puntagorda stehen die Rotoren bereit, um bei der ersten Rauchwolke sofort abzuheben.
Diese stumme Warteposition der Helikopter hat etwas Beklemmendes. Man ist froh, dass die Profis da sind, aber man hofft von ganzem Herzen, dass kein einziger Rotor heute anspringen muss.
Was wir jetzt tun können: Ruhe bewahren und aufpassen
An Feiertagen wie diesem wünscht man sich nichts sehnlicher als eine frische Meeresbrise. Aber heute heißt es: Türen und Fenster zu, Schatten suchen und vor allem jede noch so kleine Zündquelle vermeiden.
Keine Gartenarbeiten mit Werkzeugen, kein offenes Feuer, nicht mal der Gedanken an eine Kippe im Freien. Lassen wir die Schutzpatronin heute ihren Job machen und sorgen wir am Boden dafür, dass die fünf Hubschrauber in Mazo und Puntagorda einen ruhigen Feiertag verbringen dürfen.
Bleibt im Schatten, trinkt ausreichend Wasser und passt heute ganz besonders gut auf euch und unsere Insel auf!
Ich behalte die Wetterdaten und die Lage vor Ort weiter genau im Auge – bei Bedarf werde ich sofort berichten!
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