Wandern – die Tücken und Gefahren

WandernKanalwanderung bei Botazo

Niemals alleine Wandern.

Wandern

Kanal­wan­de­rung bei Bota­zo

Wan­dern macht Spaß – beson­ders auf La Pal­ma. Es birgt aber auch Risi­ken und Gefah­ren. Vie­le Gäs­te kom­men extra zum Wan­dern nach La Pal­ma. Rund 1000 Kilo­me­ter Wan­der­we­ge und eine fan­tas­ti­sche Land­schaft ver­lo­cken gera­de dazu den Ruck­sack zu schul­tern und quer durch die Natur zu wan­dern. Es sind meist kei­ne Spa­zier­gän­ge auf ebe­ner Flä­che, son­dern Berg- und Gebirgs­tou­ren auf brö­se­li­gem und oft rut­schi­gem Unter­grund. Vie­le Flach­land­ti­ro­ler unter­schät­zen dabei den Schwie­rig­keits­grad und die Län­ge einer Tour. Auch Selbst­über­schät­zung und fal­sche Zeit­ein­tei­lung oder Igno­ranz der Wet­ter­an­zei­gen enden oft mit einer bösen Über­ra­schung. Im ver­gan­ge­nen Jahr für über ein Dut­zend Wan­de­rer töd­lich und für noch mehr im Insel­hos­pi­tal. Es genügt nicht nur einen gedruck­ten Wan­der­füh­rer im Gepäck dabei zu haben, son­dern auch sei­ne Leis­tungs­fä­hig­keit nicht zu über­schät­zen. Abstür­ze oder nur ein ver­stauch­tes Fuß­ge­lenk kann dann schon grö­ße­re Ret­tungs­ein­sät­ze mit dem Heli­ko­pter aus­lö­sen.

Individuelles Wandern – aber nur in einer kleinen Gruppe

Noch schlim­mer kommt es, wenn Ein­zel­wan­de­rer ver­misst wer­den. Oft dau­ert es Tage bis ein Wan­de­rer über­haupt ver­misst wird. Sich hier auf das Han­dy zu ver­las­sen – Fehl­an­zei­ge. In vie­len Bar­ran­cos und ber­gi­gen Gebie­ten gibt es kei­nen Emp­fang und man­che Wan­der­we­ge wer­den tage­lang nicht bewan­dert und die Näch­te kön­nen auch hier sehr kalt wer­den. Dann muss oft sehr lan­ge auf Hil­fe von Außen gewar­tet wer­den. So wie heu­te aktu­ell wie­der gesche­hen – sie­he Face­book oder hier bei einer Ret­tungs­ak­ti­on in El Time auf der West­sei­te.

Es sind dann auch die Such- und Ret­tungs­kräf­te die oft ihre eige­ne Gesund­heit und ihr Leben aufs Spiel setzen.Von den Kos­ten ganz zu schwei­gen.

Es ist mei­ne Pri­vat­sa­che wann und wohin ich wan­de­re” – eine oft gehör­te Aus­sa­ge. Natür­lich ist es Pri­vat­sa­che. Wenn aber nach­her die Gemein­schaft ein­ge­schal­tet wer­den muss um zu Suchen oder Hil­fe zu leis­ten, wird ganz schnell aus die­ser “Pri­vat­sa­che” eine öffent­li­che Sache. Gesucht und gehol­fen wird jedem, egal wie er sich in die­se Situa­ti­on auch gebracht hat.

Bei der Kos­ten­über­nah­me spä­ter wird dann aber schon über­legt, ob sich der Gast mit Vor­satz oder gro­ber Fahr­läs­sig­keit selbst in die­se Gefahr bege­ben hat.

Wenn ich das gewusst hät­te” … dann ist es aber in der Regel bereits zu spät.

Wan­de­re nie­mals allei­ne – eine alte pal­me­ri­sche Bin­sen­weis­heit. Es gibt immer ande­re Urlaubs­gäs­te die auch ger­ne Wan­dern. Ein­fach fra­gen und sich abspre­chen. Oft ergibt sich dann ein gemein­sa­mes Ziel. Ist dies nicht mög­lich, sich als Ein­zel­per­son ein­fach einer orga­ni­sier­ten Wan­der­grup­pe anschlie­ßen. In den Hotel­re­zep­tio­nen hat man Adres­sen von Wan­der-Ver­an­stal­tern.

Es ver­steht sich eigent­lich auch von selbst, dass beim Ver­mie­ter der Unter­kunft die vor­aus­sicht­li­che Wan­der­stre­cke und die Rück­kehr­zeit hin­ter­las­sen wird. Er kann dann, wenn kei­ne Rück­mel­dung erfolgt, die Such­kräf­te in die rich­ti­ge Gegend len­ken. Es sind nur klei­ne Vor­sichts­maß­nah­men, die aber ihr Leben ret­ten kön­nen.

Alle hier auf La Pal­ma wol­len, dass Sie ihren Urlaub genie­ßen und auch von einer anstren­gen­den Wan­de­rung wie­der gesund zurück kom­men. All­ge­mei­ne Tipps dazu, auch auf mei­ner Sei­te für Wan­de­rer.



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