Blauer Supermond eine einmalige Himmelserscheinung

Mond- Supermond

Der blaue Supermond: Ein himmlisches Spektakel, das uns in Staunen versetzt!

Am 31. August erwar­tet uns ein ganz beson­de­res Him­mels­phä­no­men – der blaue Super­mond. Die­ses sel­te­ne Ereig­nis tritt auf, wenn der Voll­mond in sei­ner Umlauf­bahn der Erde beson­ders nah kommt und gleich­zei­tig in einer bestimm­ten Posi­ti­on zur Son­ne steht. Der Begriff „blau­er Mond“ bezieht sich dabei nicht auf die tat­säch­li­che Far­be des Mon­des, son­dern auf die Sel­ten­heit des Ereignisses.

Ein Super­mond tritt auf, wenn der Mond in sei­ner ellip­ti­schen Umlauf­bahn der Erde am nächs­ten kommt. Dadurch erscheint er grö­ßer und hel­ler als bei einem nor­ma­len Voll­mond. In Kom­bi­na­ti­on mit der blau­en Far­be des Him­mels in der Däm­me­rung oder Mor­gen­däm­me­rung ergibt sich ein fas­zi­nie­ren­des Schau­spiel am Himmel.

Der blaue Super­mond ist ein wahr­haft magi­sches Ereig­nis, das die Men­schen seit jeher fas­zi­niert. Es gibt zahl­rei­che Mythen und Legen­den, die mit dem Mond ver­bun­den sind, und vie­le Kul­tu­ren betrach­ten ihn als Sym­bol für Lie­be, Roman­tik und spi­ri­tu­el­le Erleuchtung.

Mond

Bild­nach­weis: Mike Car­rol – @jerseyportraits

Nur ein­mal alle Jubel­jah­re fin­det das außer­ge­wöhn­li­che Him­mels­spek­ta­kel statt: Am 31. August um 03:35 Uhr MEZ ist einer die­ser beson­de­ren Tage, an dem sich ein blau­er Super­mond ereig­net. Dann steht zum zwei­ten Mal in die­sem Monat ein Super­mond am Him­mel, also ein beson­ders groß erschei­nen­der Voll­mond. Hin­zu­kommt das Phä­no­men des blau­en Mon­des. Skylum-Bot­schaf­ter Jack Fus­co, der schon lan­ge mit der preis­ge­krön­ten Soft­ware Lumi­nar Neo arbei­tet und sich in sei­nen foto­gra­fi­schen Arbei­ten beson­ders der Land­schafts- und Astro­fo­to­gra­fie wid­met, berich­tet in einem Listic­le über das zwei­fa­che Natur­phä­no­men im Nacht­him­mel und wie man es am bes­ten einfängt.

Für Foto­gra­fen und Hob­by­as­tro­no­men bie­tet der blaue Super­mond eine groß­ar­ti­ge Gele­gen­heit, atem­be­rau­ben­de Bil­der des Him­mels zu machen. Die Kom­bi­na­ti­on aus der Grö­ße des Mon­des und der blau­en Far­be des Him­mels kann zu beein­dru­cken­den Auf­nah­men füh­ren, die man so schnell nicht ver­ges­sen wird.

Aber auch für die­je­ni­gen, die nicht über pro­fes­sio­nel­le Kame­ras oder Tele­sko­pe ver­fü­gen, ist der blaue Super­mond ein Ereig­nis, das man nicht ver­pas­sen soll­te. Ein­fach nur den Blick gen Him­mel rich­ten und das majes­tä­ti­sche Schau­spiel genie­ßen – das ist etwas, das uns dem Uni­ver­sum ein Stück näher bringt und uns dar­an erin­nert, wie klein wir inmit­ten der unend­li­chen Wei­ten des Kos­mos sind.

Einen seltenen blauen Supermond mit der Kamera einfangen:

Exper­ten-Tipps von Skylum-Ambassa­dor Jack Fusco

Am 31. August ereig­net sich ein ganz beson­de­rer Voll­mond, es ist der zwei­te Voll­mond in die­sem Mond­zy­klus. Hin­zu­kommt, dass sich der Mond beson­ders nah an der Erde befin­det. Der soge­nann­te blaue Super­mond ver­eint also gleich zwei sehr sel­te­ne Natur­phä­no­me­ne. Der Skylum-Bot­schaf­ter Jack Fus­co, der schon lan­ge mit den Soft­wares von Skylum arbei­tet, weiß, was den blau­en Super­mond so spek­ta­ku­lär macht und wie du ihn mit dei­ner Kame­ra einfängst.

Nur einmal alle Jubeljahre: Was den blauen Supermond so besonders macht

Wahr­schein­lich hast du die eng­li­sche Rede­wen­dung „Once in a Blue Moon“ schon ein­mal gehört, die man auf Deutsch etwa mit „Nur ein­mal alle Jubel­jah­re“ über­set­zen kann und einen extrem sel­te­nen Zustand aus­drückt. Wie die eng­li­sche Rede­wen­dung andeu­tet, ist ein blau­er Mond ein extrem beson­de­res Natur­er­eig­nis – Doch wie kommt es eigent­lich zu die­sem unge­wöhn­li­chen Him­mels­spek­ta­kel? Wie du viel­leicht weißt, gibt es nor­ma­ler­wei­se einen Voll­mond pro Monat. Da der Mond­zy­klus jedoch mit 29,5 Tagen etwas kür­zer ist als unser Stan­dard­mo­nat, ereig­nen sich alle 33 Mona­te zwei Voll­mon­de im sel­ben Monat. Den zwei­ten Voll­mond in einem Monat nennt man Blau­er Mond.

Bei dem blau­en Mond, der die­sen Monat statt­fin­det, han­delt es sich gleich­zei­tig auch um einen Super­mond. Ein Super­mond ist ein Voll­mond, der sich näher an der Erde befin­det als üblich. Die Umlauf­bahn des Mon­des um die Erde ist näm­lich kein per­fek­ter Kreis. Das bedeu­tet, dass der Abstand zwi­schen Erde und Mond vari­iert. Des­halb ist ein Super­mond zwi­schen 7 und 8 Pro­zent grö­ßer als ein nor­ma­ler Voll­mond, wobei der Unter­schied mit dem blo­ßen Auge kaum zu erken­nen ist. Der Super­mond erscheint dir jedoch mög­li­cher­wei­se etwas hel­ler als ein nor­ma­ler Voll­mond. Der blaue Super­mond hat aller­dings kei­ne blaue Far­be, wie man auf­grund sei­nes Namens erwar­ten mag. Er leuch­tet in sei­ner übli­chen Far­be. Wenn dir beim Foto­gra­fie­ren also ein blau­er Mond auf der Kame­ra erscheint, dann liegt das an dei­nen Kame­ra­ein­stel­lun­gen und du soll­test Anpas­sun­gen an der Farb­ba­lan­ce vornehmen.

Planung ist alles: So bereitest du dich auf den Supermond vor

Wie bei jedem foto­gra­fi­schen Unter­fan­gen ist die rich­ti­ge und durch­dach­te Vor­be­rei­tung der Schlüs­sel zum Erfolg. Hier sind eini­ge Schrit­te, die du beach­ten soll­test, wenn du den blau­en Super­mond foto­gra­fisch fest­hal­ten möchtest:

Tipp 1: Ken­ne das Datum und die Uhr­zeit: Der blaue Mond erreicht sei­nen Höchst­stand am 31. August 2023 um 03:35 Uhr MESZ. Auf den Kana­ren und La Pal­ma frü­her um 2.14 Uhr (kor­ri­giert).

Tipp 2: Suche dir den per­fek­ten Ort aus: Der rich­ti­ge Ort gibt dei­nem Foto das gewis­se Etwas, an das sich die Leu­te erin­nern wer­den. Von die­sem spek­ta­ku­lä­ren Him­mels­schau­spiel wird es eine schier end­lo­se Flut an Fotos geben, auf denen nur der Mond und sonst nichts zu sehen ist. Fin­de etwas Ein­zig­ar­ti­ges, damit dein Foto aus der Mas­se her­aus­sticht. Beson­ders geeig­net wären dafür bei­spiels­wei­se iko­ni­sche Wahr­zei­chen wie die Frei­heits­sta­tue, Stadt­sil­hou­et­ten oder Leucht­tür­me direkt am Was­ser. Auch natür­li­che Ele­men­te, wie bei­spiels­wei­se impo­san­te Ber­ge oder abs­trak­te Fels­for­ma­tio­nen kön­nen dafür sor­gen, dass dein Foto aus der Mas­se heraussticht.

Tipp 3: Wäh­le die rich­ti­ge Aus­rüs­tung: Ein sta­bi­les Sta­tiv ist das A und O für ein gesto­chen schar­fes Bild. Am bes­ten ver­wen­dest du ein Tele­ob­jek­tiv, um den blau­en Super­mond in dei­nem Bild­aus­schnitt zu ver­grö­ßern. Wenn du schon ein­mal ver­sucht hast, den Voll­mond mit einem mobi­len Gerät oder einem Weit­win­kel­ob­jek­tiv zu foto­gra­fie­ren, hast du ver­mut­lich fest­ge­stellt, dass das Bild zwar gut gewor­den ist, dass der Voll­mond jedoch durch die klei­ne Grö­ße nicht voll­stän­dig zur Gel­tung kommt. Ein Objek­tiv, das einen gro­ßen Brenn­wei­ten­be­reich abdeckt, wie das SIGMA 150–600 f5‑6.3 DG DN | S oder ein ähn­li­ches Objek­tiv, ist daher die idea­le Wahl für dein Vorhaben.

Tipp 4: Wäh­le die rich­ti­gen Kame­ra­ein­stel­lun­gen:  Eben weil die Kame­ra­ein­stel­lun­gen je nach Kame­ra, Objek­tiv und Stand­ort vari­ie­ren kön­nen, soll­test du dich unbe­dingt vor­ab mit ihnen ver­traut machen. Zie­he schon ein­mal ein oder zwei Näch­te vor dem Voll­mond los, um eine Vor­stel­lung für die Kame­ra­ein­stel­lun­gen zu bekom­men, da der Mond dann schon fast voll und ähn­lich hell ist. Am bes­ten stellst du dei­ne Kame­ra auf den manu­el­len Modus ein, um die vol­le Kon­trol­le über die Belich­tung zu haben. Wäh­le einen nied­ri­gen ISO-Wert (zB. 100–400), um das Rau­schen zu mini­mie­ren, eine Blen­de von etwa f/8 bis f/11 und eine Ver­schluss­zeit von min­des­tens 115.

Von mir aus frei­er Hand aufgenommen

In der Nacht des blau­en Mon­des – So machst du ein Super Bild vom Supermond
Wenn du alles vor­be­rei­tet hast, kommt der Tag, an dem du den blau­en Super­mond foto­gra­fie­ren kannst. Wenn du dann bereit sein möch­test, im rich­ti­gen Moment auf den Aus­lö­ser zu drü­cken, soll­test du außer­dem die­se Tipps beachten:

Tipp 1: Der frü­he Vogel fängt den Super­mond:  Bege­be dich recht­zei­tig vor dem Mond­auf­gang an den Ort dei­ner Wahl, um dei­ne Aus­rüs­tung auf­zu­bau­en, ein paar Test­bil­der zu machen, dei­ne Bild­kom­po­si­ti­on fest­zu­le­gen und dei­ne Kame­ra­ein­stel­lun­gen anzu­pas­sen. Du kannst Apps wie Pho­to­Pills oder eine der vie­len Stern­be­ob­ach­tungs-Apps wie Star­Walk ver­wen­den, um sicher­zu­stel­len, dass du dann die rich­ti­ge Aus­rüs­tung für dein Vor­ha­ben dabei hast.

Tipp 2: Grei­fe nach dem auf­ge­hen­den Mond: Begin­ne damit, in regel­mä­ßi­gen Abstän­den Fotos zu machen, wenn der Mond auf­geht. Dadurch erhältst du eine Vor­stel­lung für die Bewe­gung des Mon­des und sei­ner Plat­zie­rung am Him­mel. Außer­dem hast du so die Mög­lich­keit, ein Bild des auf­ge­hen­den Mon­des zu erstellen.

Tipp 3:  Über­prü­fe und expe­ri­men­tie­re mit dei­nen Kame­ra­ein­stel­lun­gen: Da sich die­ses Ereig­nis in nächs­ter Zeit nicht wie­der­ho­len wird, soll­test du dei­ne Bil­der immer wie­der über­prü­fen und die Ein­stel­lun­gen ent­spre­chend ändern. Wenn du fest­stellst, dass der Mond zu hell ist, ver­su­che es mit einer kür­ze­ren Belich­tungs­zeit. Wenn dein Bild zu hell ist, kannst du ver­su­chen, eine grö­ße­re Blen­de zu verwenden.

Tipp 4: Bear­bei­te die Bil­der nach: Wenn du dei­ne Auf­nah­men gemacht hast, kann die Nach­be­ar­bei­tung dei­ner Fotos den letz­ten Schliff geben, der ihnen das gewis­se Etwas ver­leiht. Ver­wen­de zum Bear­bei­ten eine Soft­ware wie Lumi­nar Neo. Du kannst mit vor­han­de­ner Prä­senz expe­ri­men­tie­ren oder direkt mit der Enhan­ce-Funk­ti­on arbei­ten, um Details her­vor­zu­he­ben. Mit­hil­fe der Bild­be­ar­bei­tungs­soft­ware kannst du bei­spiels­wei­se Details wie bestimm­te Licht­ver­hält­nis­se, gewis­se Schat­tie­run­gen und Kon­tras­te her­vor­he­ben und High­lights betonen.

Also mar­kie­re dir den 31. August in dei­nem Kalen­der und machen dich bereit, den blau­en Super­mond zu bestau­nen. Es ist eine Gele­gen­heit, die nicht all­zu oft vor­kommt und die uns dar­an erin­nert, wie wun­der­bar und geheim­nis­voll unser Uni­ver­sum ist. Lass dich von der Schön­heit des Him­mels ver­zau­bern und genie­ßen die­ses ein­zig­ar­ti­ge Ereignis!

Die schönsten Mondaufnahmen werden veröffentlicht!

Gelin­gen dir gute oder aus­sa­ge­kräf­ti­ge Auf­nah­men vom „blau­en Mond“, schi­cke mir ein Foto mit eini­gen Daten zur Kame­ra­ein­stel­lung zu. Ich wer­de es hier dann unter Namens­nen­nung veröffentlichen.

Mittwoch, der 30. August 2023

8.00 Uhr - Die­se Mond­auf­nah­me ent­stand am 29. August in der Däm­me­rungs­pha­se gegen 21.00 Uhr, mit mei­ner LIMUX DMC-FZ 1000. Über ein 400 Tele­ob­jek­tiv habe ich aus frei­er Hand den Erd­tra­ban­ten abge­lich­tet. Mit Sta­tiv wäre die Aus­beu­te natür­lich um eini­ges schärfer.


Donnerstag, der 31. August 2023

  • wei­te­res vom blau­en Super­mond folgt

Auf­nah­me von Uwe Resch­ke aus Hagen. Kei­ne wei­te­ren Details bekannt.

Auf­nah­me von­Wer­ner Brock Rott um 22.33 Uhr, mit Pana­so­nic DMC F2000F4,5 – 1/500s ‑auf ISO 125

Foto von Frank Weißenborn

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2 Kommentare zu "Blauer Supermond eine einmalige Himmelserscheinung"

  1. Lie­ber Herr Brock,
    Dan­ke für den Hin­weis. Mond­auf­gang und Höchst­stand sind klar unter­schied­li­che Para­me­ter. Mond­auf­gang ist im Moment kurz nach der Däm­me­rung, wie auch mei­ne Auf­nah­me von ges­tern zeigt. Gemeint war der Höchst­stand, der um 03:35 Uhr MESZ erreicht ist. Kurz eine Stun­de auf Kana­ren­zeit zurück­ge­rech­net ergab 2.35 Uhr. Dafür brau­che ich kei­ne KI.
    Exakt ist, wie sie schrei­ben, der Höchst­stand auf La Pal­ma um 2.14 Uhr. Bloß wer wird zu die­ser Zeit noch auf­ste­hen, um den Mond zu foto­gra­fie­ren. Schö­ne Auf­nah­men kön­nen bereits nach der Däm­me­rung erzielt wer­den. Einen frei­en und wol­ken­lo­sen Him­mel vor­aus­ge­setzt. Ich wer­de die Orts­zeit korrigieren.
    Gut auch hier im Arti­kel erklärt.

  2. Lie­bert Herr Betzwieser,
    ich erlau­be mir, einen klei­nen Schnit­zer in Ihrem Super Mond Arti­kel zu kommentieren.
    Sie schrei­ben: „Der blaue Mond geht am 31. August 2023 um 03:35 Uhr MESZ. Auf den Kana­ren und La Pal­ma eine Stun­de frü­her um 2.35 Uhr auf.“
    Jeder, der öfter mal einen Voll­mond auf­ge­hen sah, weiss, dass dies immer in etwa zur Zeit des Son­nen­un­ter­gan­ges ist. Das liegt in der Natur und Defi­ni­ti­on eines Voll­mon­des: Der Mond befin­det sich dann auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te der Son­ne – von der Erde aus gese­hen. Damit wird er ganz von der Son­ne ange­strahlt und erscheint uns als run­de Scheibe.
    Ich ver­mu­te auf­grund des Schreib­stils, dass ihr Arti­kel zumin­dest teil­wei­se von einer AI geschrie­ben wur­de, und mir ist wohl bewusst, dass die künst­li­che Intel­li­genz noch nicht an unse­re mensch­li­che Intel­li­genz her­an­kommt und noch gro­ße Wis­sens­lü­cken aufweist.
    Genau geht der Mond auf La Pal­ma am 31.8.23 um 21:14 auf und er hat sei­nen Höchst­stand um 02:17 kana­ri­sche Zeit.

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