Hantavirus-Drama: Sonntag kommt das Schiff

Bugspitze der MV Hondius/ Hantavirus Teneriffa
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🚨 Zwischen humanitärer Pflicht und nackter Angst –

Ich spüre es in jeder Nachricht, die mich erreicht: Die Anspannung auf den Inseln wächst stündlich. Am Sonntag soll die MV Hondius vor Teneriffa eintreffen, und während der Countdown läuft, kocht der Hype in den sozialen Netzwerken förmlich über. Auch bei uns im Lapalma1-Forum wird leidenschaftlich diskutiert – und ich muss sagen, die Argumente gehen mir unter die Haut.

Der Onkologe im Ruhestand: Ein Tourist wird zum Retter

Inmitten dieses Chaos ist eine Geschichte aufgetaucht, die fast zu unglaublich klingt, um wahr zu sein. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete über Dr. Stephen Kornfeld, einen Onkologen aus Oregon. Der Mann ist seit über zehn Jahren in Rente und wollte eigentlich nur als Tourist von Argentinien aus durch den Atlantik reisen.

Doch dann kam die Katastrophe: Das Hantavirus breitete sich aus und setzte sogar den eigentlichen Schiffsarzt außer Gefecht. Dr. Kornfeld schilderte, wie er „graduell“ in die Rolle des Schiffsarztes rutschte, als sich der Zustand vieler Passagiere rapide verschlechterte. Er übernahm die medizinische Verantwortung auf hoher See, während das Schiff isoliert durch den Ozean pflügte. Man kann vor diesem Mut nur den Hut ziehen!!

Die Zerreißprobe: Sicherheit oder Menschlichkeit

Trotz solcher Heldengeschichten bleibt die Frage auf den Kanaren: Wie sicher sind wir wirklich? In unserem Forum schreibt ein Mitglied treffend: „Die Leute sind bedient vom Corona-Wahnsinn, alles nachvollziehbar.“ Viele haben Angst, dass wir als Inseln wieder einmal den Kopf für Probleme hinhalten müssen, mit denen wir eigentlich gar nichts zu tun haben. „Was haben die kanarischen Inseln damit zu tun, wenn sich alle anderen weigern?“, heißt es dort weiter.

Doch wir dürfen die psychische Belastung der Menschen an Bord nicht vergessen. Ein Drama wie dieses auf kontrollierte Weise zu beenden, ist auch ein Akt der Menschlichkeit. Wenn das Schiff ohne Hilfe weiterfahren müsste, wäre das Risiko für weitere Todesfälle extrem hoch.

Der Plan für Sonntag: Ankern statt Anlegen

Unser Inselpräsident Fernando Clavijo bleibt bei seinem harten Kurs: Die MV Hondius wird nicht im Hafen von Teneriffa anlegen, sondern am Sonntag vor der Küste ankern. Auch wenn inzwischen ein Gerichtsurteil vorliegt, das die Hafeneinfahrt in Granadilla de Abona erlaubt.

So sieht die Operation aus:

  • Evakuierung per Boot: Die Passagiere werden von Bord geholt und direkt zum Flughafen gebracht.

  • Luftbrücke: US-amerikanische, spanische und niederländische Flugzeuge stehen bereit.

  • WHO-Kontrolle: Expertin Janet Diaz betont, dass niemand mit Symptomen von Bord gehen darf.

  • Schneller Abschied: Sobald die Passagiere weg sind, muss das Schiff sofort Kurs auf die Niederlande nehmen.

Meine Meinung

Ich finde, wir sollten bei aller berechtigten Angst die Menschlichkeit nicht völlig außer Acht lassen. Die Geschichte von Dr. Kornfeld zeigt, dass dort Menschen in Not sind. Wenn die Sicherheitsmaßnahmen so stichfest sind, wie die Politik verspricht, ist das kontrollierte Ankern am Sonntag der richtige Weg, um dieses Drama endlich zu beenden.

Was meinst du dazu? Ist die Geschichte von Dr. Kornfeld für dich ein Beweis für die Notlage, oder bleibt deine Sorge vor einer Ansteckung größer? Diskutiere mit uns in den Kommentaren!

⚠️Update:

11.40 UhrUnter normalen Bedingungen wird das Hantavirus durch Kontakt mit oder Einatmen von Exkrementen oder Urin infizierter Langschwanzratten übertragen. „In einigen Fällen wurde beobachtet, dass die Exkremente beim Ablagern auf Sand trockneten und zu Aerosolen wurden, die eingeatmet werden konnten“, erklärt Marcelino Hayek, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsklinikum Nuestra Señora de Candelaria, Teneriffa.

Bei einer Infektion mit der Andenvariante des Virus ist jedoch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich. Laut bisherigen Studien erfolgt diese Übertragung durch engen Kontakt über Speichel, Nasensekret und sogar Muttermilch sowie durch Aerosole, die beim Husten oder Niesen entstehen. Mit anderen Worten: Eine Ansteckung ist auch durch das Einatmen derselben Luft über einen gewissen Zeitraum möglich.

12.00 Uhr – Eine beispiellose, komplexe und koordinierte Operation unter Beteiligung von 22 Ländern: Die Passagiere werden nach Nationalität sortiert aussteigen, sobald das Flugzeug bereit ist. Die Komplexität der Operation zeigt sich darin, dass die Gesundheitsministerin Mónica García , der Innenminister Fernando Grande-Marlaska und der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus , diesen Samstag nach Teneriffa reisen, um die Operation zu koordinieren.

12.05 Uhr Innenminister Fernando Grande-Marslaka gab am Samstag bekannt, dass die Behörden vereinbart haben, jegliche Schifffahrt im Umkreis von einer Seemeile um das Schiff der Hondius zu verbieten, sobald dieses in die Seezone der Kanarischen Inseln einläuft.

12.30 Uhr Die Gesundheitsministerin Mónica García hat Einzelheiten zur Evakuierungsaktion der MV Hondius bekanntgegeben , die diesen Sonntag zwischen 4:00 und 6:00 Uhr morgens in Teneriffa eintreffen wird . Gemäß dem festgelegten Protokoll werden die 14 spanischen Staatsbürger voraussichtlich als erste das Schiff verlassen, um unter strengen Sicherheitsvorkehrungen repatriiert zu werden. Bevor ein Passagier kanarischen Boden betritt, wird eine strenge Gesundheitsprüfung durchgeführt.


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Über den Autor

Manfred Betzwieser
Buchautor und begeisterter Naturliebhaber. Lebe seit 25 Jahren mit meiner Familie auf der Kanareninsel La Palma. Mehr auf meiner Autorenseite - Mein Link

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