Unterwasserroboter soll zum FISCHTRAWLER

Ölspur

NEWS 20. April 2015Green­peace warnt vor der Möglichkeit, dass die Öllache die Küste der Kapverdis­chen Inseln erre­ichen kön­nte.

Ölpest

Unglücksschiff liegt auf 2400 m Tiefe.

UnterwasserroboterEs tritt weit­er Dieselöl aus dem gesunke­nen Fis­chtrawler Oleg Nay­de­n­ov aus. Zu dem Ergeb­nis kommt die kanarische Küstenwache, wie der Sender RTVE (Screen) berichtet. Jet­zt soll ein Unter­wasser­ro­bot­er helfen.

Das Haupt­feld des aus­ge­treten Öl befind­et sich heute unge­fähr 60 km vor der Küste von Gran Canaria. Begün­stigt durch den noch starken Nor­dost-Wind, treibt es weit­er Rich­tung Süden. Nach der Wet­ter­vorher­sage der AEmet wird es auch für die kom­menden Tage so bleiben.

Das Flugzeug SASEMAR 101 von der Gan­do Air Base (Gran Canaria) überwacht aus der Luft die Aus­bre­itung des Öltep­pich des Fis­chtrawler. Drei Schiffe sind bere­its vor Ort, die allerd­ings nur bed­ingt die Ölpest bekämpfen kön­nen. Ein viertes Schiff, die Luz de Mar, ein Spezialschiff zur Bekämp­fung der Ver­schmutzung befind­et sich von sein­er Basis in Alge­ci­ras (Cádiz) bere­its auf dem Wege zur Unglück­stelle.

Selb­st aus dem Weltall ist der Ölfleck jet­zt erkennbar.

Post­ed by Man­fred Bet­zwieser on Son­ntag, 19. April 2015

Unterwasserroboter soll Klarheit bringen

Bei dem nor­wegis­chen Unternehmen OTECH Marine Ser­vices wurde ein Unter­wasser­ro­bot­er ROV (Remote Oper­at­ed Vehi­cle) zur Erforschung des Wracks geordert. Er wird allerd­ings erst am Mon­tagabend auf den Kanaren ein­tr­e­f­fen und früh­stens ab Dien­stag seine Arbeit aufnehmen kön­nen. Unter­wasser­ro­bot­er sind wohl auf den Kanaren vorhan­den und wur­den auch bei der Eld­is­cre­to Vulkan-Erup­tion vor El Hier­ro einge­set­zt, sie sind allerd­ings für eine Meer­estiefe von 2400 m nicht geeignet.

Mit dem Unter­wasser­ro­bot­er soll unter­sucht wer­den, ob das Leck an den Treib­stoff­tanks der Oleg Nay­de­n­ov abgedichtet wer­den kann. Damit kön­nte das weit­ere Aus­drin­gen des Öl vielle­icht gestoppt wer­den, die Umweltschä­den sind aber bere­its jet­zt vorhan­den und wer­den sich nach und nach noch offen­baren.

Dieser Ölun­fall zeigt, dass die kanarische Region keine brauch­baren Mit­tel zur Bekämp­fung der Ölver­schmutzung bere­it hält. Wichtig wäre es schnell und effek­tiv das Öl zu binden oder abzusaugen. Nicht nur die wichtig­ste Ein­nah­me­quelle — der Touris­mus wird sich bei ver­schmutzten Bade­strän­den zurückziehen, son­dern die Trinkwasserver­sorgung der Ostin­seln wird auch zusam­men­brechen. Auf Lan­zarote, Fuerteven­tu­ra und Gran Canaria wird Trinkwass­er fast kom­plett über Meere­sentsalzungsan­la­gen gewon­nen.

Täglich bewe­gen sich um und zwis­chen den Kanarischen Inseln Tankschiffe mit großen Öl- und Treib­stof­fladun­gen. An den nur 100 km ent­fer­n­ten West­afrikanis­chen Küsten wird nach Öl gebohrt.

Aus­gerüstet ist man hier allerd­ings nur für begren­zte Leck­a­gen im Hafen­bere­ich oder auftre­tende Öltep­piche von weni­gen hun­dert Quadrat­metern. Bei einem Ölun­fall ist es wichtig schnell zu reagieren und nicht wie jet­zt am Beispiel Gran Canaria über eine Woche Zeit nur mit Beobacht­en und Hof­fen zu ver­brin­gen. Es ist nicht nur die tech­nis­che Aus­rüs­tung, wie Auf­saugschiffe oder ein Unter­wasser­ro­bot­er, son­dern auch aus­ge­bildetes Per­son­al nötig — eine Art Öl-Feuer­wehr.



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